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FRANKFURT (awp international) - Der Dax hat am Montag nicht von den Stresstest-Ergebnissen der europäischen Banken profitieren können und leicht nachgegeben. Die Resultate seien weitgehend wie erwartet ausgefallen und daher nur bedingt von Wert, hiess es etwa seitens der US-Investmentbank JPMorgan. Der deutsche Leitindex, der am Morgen kurzzeitig wieder über die Marke von 6.200 Punkte gesprungen war, gab bis zum Nachmittag um 0,47 Prozent auf 6.137,33 Punkte nach. Der TecDax und der MDax zeigten sich fast unverändert. Der Technologie-Index sank um 0,01 Prozent auf 786,24 Punkte, während der Index der mittelgrossen Werte um 0,04 Prozent auf 8.504,30 Punkte stieg.
"Der Stresstest spielt für die Dax-Entwicklung letztlich eine eher untergeordnete Rolle", sagte Marktexperte Heino Ruland von Ruland Research. "Wichtiger sind die Konjunkturdaten, die im Wochenverlauf noch anstehen und dass morgen die Berichtssaison in Deutschland startet." Da der Markt inzwischen bereits gut nach oben gelaufen sei, herrsche nun eine gewisse Vorsicht unter den Investoren.
SORGEN ÜBER KAPITALERHÖHUNG BEI DER POSTBANK
Die deutschen Bankenwerte entwickelten sich uneinheitlich nach den Ergebnissen der Stresstests, bei denen 91 Banken aus 20 europäischen Staaten geprüft wurden. 13 der 14 getesteten deutschen Banken bestanden erwartungsgemäss. Neben der HRE scheiterten dagegen noch fünf spanische und eine griechische Bank im schärfsten Krisenszenario an der geforderten Kernkapitalquote von 6,0 Prozent. Die Postbank bestand den Test nur knapp, so dass am Markt nun mit einer Kapitalerhöhung gerechnet wird, "die wohl die Deutsche Bank als Grossaktionärin komplett allein stemmen müsste", sagte Heino Ruland. Die Aktien der Deutschen Bank, von der an diesem Dienstag zudem eher schwache Quartalszahlen erwartet werden, sanken daher um 1,10 Prozent auf 49,205 Euro, während die Postbank-Aktien um 1,46 Prozent auf 23,640 Euro zulegten. Die Titel der Commerzbank gewannen an der Dax-Spitze 1,06 Prozent auf 6,510 Euro.
Die Papiere der Fluggesellschaften Lufthansa und Air Berlin sowie des Flughafenbetreibers Fraport rückten wegen geplanten Änderungen der Luftverkehrsabgabe in den Blick. Wie am Freitag nach Börsenschluss bekannt wurde, denkt die Bundesregierung darüber nach, ob ein Drei-Stufenmodell mit unterschiedlichen Abgaben für Kurz-, Mittel- und Langstrecken sinnvoller sei als der ursprüngliche Plan mit nur zwei Stufen.
Die Aktien der Lufthansa stiegen um 0,76 Prozent auf 12,575 Euro und waren damit zweitstärkster Dax-Wert. Im SDax gewannen die Titel der Air Berlin 0,46 Prozent auf 3,510 Euro und im MDax legten die Fraport-Titel um 1,07 Prozent auf 39,090 Euro zu. Der Flughafenbetreiber verhandelt zudem in China über eine weitere Beteiligung, wie Finanzvorstand Matthias Zieschang der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte. Bei der Dividende, die in diesem wie im vorigen Jahr bei 1,15 Euro liegen soll, sieht der Manager "langfristig durchaus noch Spielraum nach oben".
PROSIEBEN NACH ZAHLEN KNAPP ELF PROZENT IM PLUS
Im MDax sprangen zudem die Aktien des TV-Konzerns ProSiebenSat.1 nach der Vorlage vorläufiger Zahlen kräftig um 10,62 Prozent auf 13,745 Euro hoch. Sowohl Umsatz als auch Gewinn legten im zweiten Quartal deutlich zu. Darüber hinaus habe der Konzern seine Kosten sehr gut in den Griff bekommen, sagte Analyst Jacques Abramowicz von Silvia Quandt Research.
Die Aktien des Modekonzerns Hugo Boss stiegen um etwas mehr als ein Prozent und profitierten davon, dass Finanzvorstand Mark Langer der "Börsen-Zeitung" gesagt hatte, dass das zweite Quartal deutlich besser gelaufen sei als das erste. Daher gehe er davon aus, dass die Konzernziele erreicht würden.
Morphosys profitierten im TecDax mit plus 1,66 Prozent auf 15,960 Euro davon, dass das Biotechnologie-Unternehmen sich die Exklusiv-Lizenz für einen Diagnostik-Antikörper gesichert hat./ck/rum

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