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FRANKFURT (awp international) - Nach dem deutlichen Plus der vergangenen Woche hat der Dax am Montag moderate Gewinne verbucht. Der deutsche Leitindex gewann 0,20 Prozent auf 7.194,45 Punkte, nachdem er in der vergangenen Woche insgesamt um satte 3,36 Prozent zugelegt hatte. Der MDax wurde indes von zahlreichen Übernahmegerüchten angetrieben und stieg am Montag um 0,98 Prozent auf 10.593,39 Punkte. Der TecDax wiederum legte um 0,26 Prozent auf 940,99 Punkte zu.
Der Markt halte sich "fantastisch" angesichts der Tatsache, dass es weder aus Japan noch mit Blick auf die europäische Schuldenkrise positive Nachrichten gebe, sagte Kapitalmarktexperte Fidel Helmer von der Frankfurter Privatbank Hauck & Aufhäuser. Die Entwicklung sei auf die "sehr positiven Zahlen" deutscher Unternehmen zurückzuführen. "Liquidität ist nach wie vor vorhanden und Geld sucht Anlage." In einer solchen Situation kämen Anleger an den starken Märkten nicht vorbei - und dazu gehöre Deutschland.
FMC AN DER DAX-SPITZE - POSITIVE NACHRICHTEN AUS DEN USA
Nach positiven Nachrichten aus den USA eroberten die Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) mit plus 2,37 Prozent auf 49,370 Euro die Spitze des Dax. Die US-Regierung lässt dem Dialysespezialisten vorerst überraschend mehr Geld in der Kasse. Eine bereits eingeführte Kürzung bei der Pauschalvergütung für Dialysepatienten sei nach den ersten drei Monaten bis zum Jahresende ausgesetzt worden, sagte ein Unternehmenssprecher. Dies wirke sich wiederum positiv auf Umsatz und Ergebnis aus. Zudem wurde bekannt, dass FMC Ende März das Management für sechs Dialysekliniken in Abu Dhabi übernommen hat.
Eine Branchenstudie der UBS verhalf den Versorgertiteln zu Aufschlägen. RWE legten um 1,09 Prozent auf 46,165 Euro zu, Eon um 0,58 Prozent auf 21,860 Euro. Das Angebot sei gesunken und die Nachfrage stabil, was wiederum die Strompreise steigen lassen werde, schrieb Analyst Patrick Hummel von der Schweizer Grossbank. Der Markt sei derzeit zu stark auf die negativen Auswirkungen der geplanten Schliessungen alter Atommeiler sowie mögliche Investitionen in die Sicherheit der Anlagen fokussiert.
DEUTSCHE BÖRSE IM MINUS - NEGATIVE KOMMENTARE NACH GEGENANGEBOT
Schlusslicht im Dax waren die Titel der Deutschen Börse, die sich um 1,51 Prozent auf 52,01 Euro verbilligten. Mehrere Analysten hatten sich nach dem angekündigten Konkurrenzangebot der Nasdaq OMX und des Rohstoffbörsenspezialisten ICE für die NYSE Euronext negativ geäussert. Unicredit-Experte Bernd Müller-Gerberding etwa sprach von einem Risiko, dass die Deutsche Börse nun mit Blick auf eine NYSE-Übernahme Zugeständnisse machen könnte. Er stufte die Titel von "Buy" auf "Hold" ab und reduzierte das Kursziel von 65,00 auf 60,00 Euro. Auch die Commerzbank und die UBS senkten ihre Kursziele.
Siemens-Aktien verbuchten ein Minus von 1,13 Prozent auf 98,26 Euro. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen und verwiesen ausserdem auf den Prozessbeginn gegen den Ex-Vorstand Thomas Ganswindt vor der Wirtschaftsstrafkammer des Münchner Landgerichts.
DEUTLICHE KURSBEWEGUNGEN IM MDAX - VOSSLOH AN SPITZE
Im MDax sorgten Gerüchte um Übernahmen für allerlei Bewegung. So kletterten Lanxess um 4,55 Prozent auf 57,200 Euro. Positiv wirkte Börsianern zufolge, dass der belgische Chemiekonzern und Kunststoffhersteller Solvay den französischen Konkurrenten Rhodia übernehmen will. "Es zeigt sich, dass sich das Übernahmekarussell weiterdreht", sagte Analyst Lars Hettche vom Bankhaus Metzler. Zudem hatte das Anlegermagazin "Platow Brief" berichtet, dass Lanxess selbst für mehrere Unternehmen ein attraktives Übernahmeziel sei.
Auch die Titel von Vossloh konnten von Übernahmespekulationen profitieren: Sie markierten bei 102,75 Euro ein Allzeithoch und lagen zuletzt noch mit plus 5,49 Prozent auf 101,65 Euro an der MDax-Spitze. Heinz Herrmann Thiele, Eigentümer und Ex-Chef des Technologiekonzerns Knorr-Bremse, hält mittlerweile fast zehn Prozent an dem Bahnzulieferer, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Finanzkreise berichtet. Und der Milliardär könnte noch mehr Anteile kaufen, was die Gerüchte rund um Vossloh weiter anheizt.
Die Titel von Stada schliesslich gewannen 5,12 Prozent auf 28,765 Euro. Ihnen kam ein Kommentar von Merrill Lynch zugute. Die US-Bank hatte die Papiere von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 29,00 auf 34,00 Euro angehoben. Händler verwiesen zudem darauf, dass auch Stada immer wieder als möglicher Übernahmekandidat angesehen werde./chs/tih

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