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AKTIEN FRANKFURT: Dax nach EZB-Zinsentscheid leicht im Plus - 'War eingepreist'

FRANKFURT (awp international) - Die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) hat den Dax am Donnerstag geringfügig ins Plus gehievt. Nachdem sich der deutsche Leitindex zuvor im Tagesverlauf kaum bewegt hatte, stieg er zuletzt um 0,21 Prozent auf 7.230,18 Punkte. Der MDax verharrte indes im Minus und sank zuletzt um 0,27 Prozent auf 10.549,10 Punkte, der TecDax verlor 0,30 Prozent auf 941,87 Punkte.
Die europäische Notenbank hatte den Leitzins wie erwartet um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent angehoben. "Das war bereits eingepreist", sagte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research mit Blick auf die vergleichsweise geringe Reaktion des Marktes auf den EZB-Beschluss. Die Äusserungen des EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet deuteten indes darauf hin, dass "das Prinzip der lockeren Hand in der Geldpolitik" überwiegt. Dadurch werde die Angst vor einem allzu starken Eingreifen genommen, sagte Ruland.
COMMERZBANK AM DAX-ENDE - STUDIEN BELASTEN
Schlusslicht im Dax waren die Titel der Commerzbank , die um 3,96 Prozent auf 5,480 Euro absackten. Mehrere Analysten hatten sich negativ zu der am Vortag angekündigten, milliardenschweren Kapitalerhöhung geäussert. Die WestLB hatte die Papiere etwa von "Reduce" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 5,75 auf 4,90 Euro gesenkt. Die geplante Rückzahlung der stillen Einlage des Bankenrettungsfonds Soffin komme früher als von ihm erwartet, schrieb Analyst Neil Smith. Auch wenn der Schritt richtig sei, um die Bank langfristig wieder in die Profitabilität zu führen, dürfte der Bewertungsabschlag zum Sektor kurzfristig steigen.
Zu den Verlierern zählten auch BMW mit einem Minus von 2,19 Prozent auf 59,480 Euro. Die US-Bank Morgan Stanley hatte die Papiere von "Overweight" auf "Underweight" abgestuft. Ein starkes erstes Quartal könnte auch wegen der Unsicherheit um die Absatzentwicklung in China die zunächst letzte positive Überraschung bringen, schrieb Analyst Stuart Pearson.
DEUTSCHE BÖRSE LEGEN ZU - CHARTTECHNIK
Die Titel der Deutschen Börse knüpften dagegen an ihre am Vortag begonnene Erholung an und legten um 2,50 Prozent auf 53,40 Euro zu. Händler verwiesen unter anderem auf charttechnische Gründe für das Kursplus. So sei die Aktie wieder über die 200-Tage-Linie zurückgekehrt. Die Analysten der Commerzbank blieben indes bei ihrem "Add"-Urteil, nachdem der mögliche Fusionspartner NYSE Euronext am Vortag klargestellt hatte, kein Gegengebot für den Konkurrenten Nasdaq OMX abgeben zu wollen.
Klar im Plus lagen die Aktien der Deutschen Bank , die sich an der Spitze um 2,71 Prozent auf 43,065 Euro verteuerten. Am Vortag hatten sie zeitweise noch kräftig verloren. Händler hatten dies mit Gerüchten begründet, dass die Bank noch weiteres Geld brauchen könnte.
HOCHTIEF SEHR SCHWACH - NIMMT GEWINNPROGNOSE ZURÜCK
Im MDax rutschten die Aktien von Hochtief mit minus 7,29 Prozent auf 70,46 Euro an das Ende. Der Essener Baukonzern hatte seine Gewinnprognose für das laufende Jahr zurückgenommen. Grund hierfür sind bilanztechnische Unklarheiten bei der australischen Tochter Leighton. Es sei eine "signifikante Beeinträchtigung der Hochtief-Prognose" zu erwarten, hiess es. Damit dürfte sich dem Hochtief-Angreifer und -Grossaktionär ACS die Gelegenheit bieten, Aktien des deutschen Konzerns günstiger zu bekommen, kommentierte ein Händler.
Zu den besseren Werten im Index zählten Gerresheimer nach Zahlen: Sie verteuerten sich um 1,04 Prozent auf 33,190 Euro. Der Hersteller von Spezialverpackungen und Medizintechnik hatte den Umsatz und den Gewinn im ersten Quartal deutlich gesteigert, den Ausblick erhöht sowie seine Netto-Finanzschulden gesenkt. Börsianer nannten die Resultate einhellig etwas besser als erwartet. Einige Markteilnehmer lobten explizit den Gewinn je Aktie und die Entwicklung im Bereich Tubular Glass (Laborglas).
Im TecDax sanken SMA Solar nach einer Umsatz- und Gewinnwarnung des US-Konkurrenten Power-One um 0,97 Prozent auf 83,68 Euro./chs/tih
--- Von Christian Schultz, dpa-AFX ---

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