Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

FRANKFURT (awp international) - Starke Unternehmenszahlen aus Deutschland haben den Dax am Mittwoch in Richtung seines bisherigen Jahreshochs getrieben. Gute Quartalsbilanzen aus den USA und unerwartet deutlich gestiegene Auftragseingänge in der weltgrössten Volkswirtschaft rundeten das positive Bild ab. Der deutsche Leitindex stieg bis zum Nachmittag um 0,90 Prozent auf 7.422,82 Punkte. Er setzte damit den Höhenflug der vergangenen vier Handelstage fort und nahm das Jahreshoch bei 7.441,82 Punkten in Angriff. Für den MDax der mittelgrossen Werte ging es um 0,76 Prozent auf 10.707,30 Punkte hoch. Der TecDax gewann wegen schwacher Solarwerte indes lediglich 0,17 Prozent auf 921,76 Punkte.
"Die Quartalsbilanzen in Deutschland fallen durch die Bank besser als erwartet aus und folgen damit der bisherigen Tendenz der US-Berichtssaison", sagte Heino Ruland, Anlagestratege bei Ruland Research. Bei einigen Aktien gaben auch positive Aussagen ausländischer Wettbewerber Auftrieb. Erst nach dem europäischen Handelsschluss steht der Zinsentscheid der US-Notenbank (Fed) auf der Agenda, von dem allerdings keine Überraschung erwartet wird.
ZAHLEN VON VW UND PORSCHE BEFLÜGELN AUTOWERTE
Gute Quartalszahlen schoben die Vorzüge von Volkswagen (VW) mit plus 5,10 Prozent auf 126,85 Euro an die Dax-Spitze. Der Wolfsburger Fahrzeughersteller steuert dank anhaltend hoher Verkäufe auf ein weiteres Rekordjahr zu. Bei Erlösen und operativem Ergebnis übertraf der Konzern deutlich die Erwartungen der Analysten. Bereits zuvor hatten die Titel von der Hoffnung auf Rekordverkäufe im Auftaktquartal und einer Gewinnverdoppelung beim schwedischen Nutzfahrzeughersteller Volvo profitiert. VW ist Grossaktionär bei den Lastwagenherstellern MAN und Scania und baut auch selbst Nutzfahrzeuge. Zudem teilte der europäische Branchenverband ACEA mit, dass die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen in Europa auch im März weiter gestiegen ist.
Die Aktien von Porsche , dessen Sportwagengeschäft knapp zur Hälfte dem VW-Konzern gehört, sprangen nach einem starken Jahresstart um 6,60 Prozent auf 48,195 Euro hoch. Auch die Titel der anderen Fahrzeughersteller konnten zulegen. Die Papiere des Stuttgarter Herstellers Daimler rückten um 2,83 Prozent auf 53,430 Euro vor, und BMW gewannen 2,17 Prozent auf 63,050 Euro. Die MAN-Titel gewannen 1,27 Prozent auf 93,64 Euro.
BANKEN UNTER SCHWÄCHEREN WERTEN
Dagegen gehörten die Bankenaktien zu den schwächeren Werten: Commerzbank gaben am Dax-Ende 1,72 Prozent auf 4,235 Euro ab und Deutsche Bank schafften nur ein unterdurchschnittliches Plus von 0,48 Prozent auf 41,810 Euro. Während die Commerzbank laut Analyst Guido Hoymann vom Bankhaus Metzler weiterhin insbesondere unter ihren Kapitalerhöhungsmassnahmen litt, laste auf der Branche allgemein eine grössere Unsicherheit und eine insgesamt schwache Ergebnisentwicklung. "Es herrscht einerseits Unsicherheit wegen der aktuellen Anpassung an den veränderten Rechtsrahmen durch die Basel-III-Anforderungen, und andererseits melden Banken zurzeit Ergebnisrückgänge von 25 Prozent und noch mehr wie heute Credit Suisse , während Unternehmen anderer Branchen wie Industrie, Chemie oder Auto sehr starke Ergebniszuwächse bekanntgeben."
Nach guten Quartalszahlen gingen die im MDax gelisteten Krones-Titel auf Berg- und Talfahrt - zuletzt gewannen sie 0,28 Prozent auf 53,070 Euro. Händler sahen zwischenzeitlich Gewinnmitnahmen, nachdem die Aktien des Getränkeabfüllanlagen-Herstellers zuletzt auf den höchsten Stand seit August 2008 gestiegen waren. Krones war dank einer wachsenden Nachfrage gerade aus China und Südamerika mit einem unerwartet starken Auftrags- und Umsatzplus ins Jahr gestartet. Auch die Gewinne hatten deutlich zugelegt. Mit den Zahlen übertraf das Unternehmen durch die Bank die Schätzungen der von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Analysten.
UMSATZ- UND GEWINNSPRUNG TREIBT SOFTWARE AG AN
Eine rege Nachfrage und Kostensynergien aus dem Schulterschluss mit IDS Scheer bescherten der Software AG zum Jahresauftakt einen Umsatz- und Gewinnsprung. Die Zahlen fielen Händlern zufolge besser als erwartet aus. Die Umsätze, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie der Nettogewinn hätten die Erwartungen übertroffen, sagte einer von ihnen. Zudem habe das Unternehmen seine Ziele für das laufende Jahr bestätigt. Für die Aktien ging es um 3,34 Prozent auf 127,00 Euro hoch und damit auf den höchsten Stand seit ihrer Erstnotiz im Jahr 2004.
Der Minicomputer-Hersteller Kontron verzeichnete im ersten Quartal einen starken Umsatz- und Gewinnschub, was die Papiere um 2,51 Prozent auf 8,360 Euro steigen liess. Der Umsatz fiel nach Einschätzung eines Händlers deutlich besser als die Konsensschätzungen aus. Dagegen hätten das EBIT sowie das Nettoergebnis die Erwartungen leicht verfehlt. Die Solarwerte gerieten indes nach einer Senkung der Umsatzprognose des Konkurrenten LDK Solar unter Druck./gl/ck
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

Neuer Inhalt

Horizontal Line


swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










???source_awp???