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AKTIEN FRANKFURT: Dax pendelt hin und her - Händler: 'Zufallsgetrieben'

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Mittwoch zwischen Gewinnen und Verlusten hin- und hergependelt. Ein Händler sprach von "zufallsgetriebenem" Handel. Der deutsche Leitindex notierte bei 6.276,58 Punkten um 0,01 Prozent fester. Zeitweise war er bis auf 6.223,14 Punkte zurückgegangen. Der MDax der mittelgrossen Werte rückte zuletzt um 0,25 Prozent auf 8.842,35 Punkte vor und der TecDax zog um 0,29 Prozent auf 780,94 Punkte an.
Laut Roger Peeters, Vorstand von Close Brothers Seydler Research, machten sich gewisse Ermüdungserscheinungen bemerkbar, nachdem sich der Markt im September bislang sehr gut entwickelt habe. "Die untypisch gute Entwicklung im September dürfte eine Reaktion auf den ebenfalls untypisch schwachen August sein." Der Dax habe sich beinahe durchgängig in der Nähe der Jahreshochs gehalten. Laut Peeters hat die aktuelle Entwicklung wenig mit den am Markt herumgereichten Themen zu tun.
Mit Kursgewinnen von vier und sechs Prozent stachen vor allem die Papiere von Beiersdorf und Tui positiv hervor. Bei Beiersdorf verwiesen Händler auf ein Interview mit dem Procter-&-Gamble-Chef . Darin sagte er, er sei grundsätzlich an Beiersdorf interessiert. Allerdings müsse der deutsche Konsumgüterkonzern den ersten Schritt machen. Beiersdorf selbst sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa-AFX, das Interesse von P&G sei nicht bekannt. Die Titel gewannen zuletzt noch 4,38 Prozent auf 44,675 Euro hinzu. Tui setzte indes seinen Aufwärtstrend der vergangenen Tage fort und kletterte mit plus 6,21 Prozent auf 9,511 Euro auf den höchsten Stand seit November 2008.
BMW UND INFINEON FAVORISIERT, BANKAKTIEN AM DAX-ENDE
Die Aktien von BMW und Infineon Technologies hielten sich standhaft unter den Gewinnern. BMW verteuerten sich um 1,32 Prozent auf 51,340 Euro. Der Autohersteller will bis 2012 rund sechs Milliarden Euro einsparen. "Wir sind gut unterwegs und werden dieses Ziel sehr wahrscheinlich übertreffen", hatte der Vorstandsvorsitzende Norbert Reithofer in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" angekündigt. Marktteilnehmer werteten die Nachricht positiv. Infineon profitierten laut Händlern mit plus 1,38 Prozent auf 4,925 Euro von Kursgewinnen der asiatischen Konkurrenten am Morgen. Hinzu komme ein positiver Kommentar von Merrill Lynch zur Halbleiterbranche.
Die Aktien von Deutsche Bank und Commerzbank zählten dagegen mit Kursabschlägen von 2,05 und 1,00 Prozent zu den grössten Verlierern. Bei dem Branchenprimus Deutsche Bank belastet laut Händlern weiterhin die umfangreiche Kapitalerhöhung. Die Bezugsrechte werden noch bis zum 1. Oktober gehandelt und notierten zuletzt bei 3,11 Euro. Die Titel der Deutschen Bank werden aktuell auf dem tiefsten Stand seit eineinviertel Jahren gehandelt. Bayer entwickelten sich nach Medienberichten über eine Niederlage in einem US-Patentstreit um die Anti-Baby-Pille Yasmin ebenfalls schwächer und verloren 0,56 Prozent auf 51,690 Euro.
Q-CELLS EX BEZUGSRECHT GEHANDELT
Im TecDax werden Q-Cells am heutigen Mittwoch ex Bezugsrecht bei zuletzt 4,191 Euro gehandelt. Ein Börsianer errechnete auf Basis des Schlusskurses vom Vortag einen Wert des Bezugsrechtes für die Aktien des Solarkonzerns von 0,92 bis 0,93 Euro. Fasst man den Wert des Bezugsrechtes und den aktuellen Kurs zusammen, so ergibt sich im Vergleich zum Vorabend ein deutlich höherer Wert von Q-Cells. Händlern zufolge könnte auch eine Hochstufung durch Goldman Sachs vom Vortag noch positiv nachwirken.
Singulus Technologies gewannen an der TecDax-Spitze 4,62 Prozent auf 4,120 Euro. Händler verwiesen auf einen weiteren Auftragseingang für die TIMARIS Vakuum-Beschichtungsanlage als Stütze. Jenoptik-Aktien legten um 1,71 Prozent auf 4,160 Euro zu. Der Technologiekonzern liefert Stromaggregate im Wert von 23 Millionen Dollar (17,1 Millionen Euro) an die US-Regierung./rum/chs

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