Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

FFRANKFURT (awp international) - Der Dax ist am Mittwoch nach einem wechselhaften Handelsverlauf zuletzt wieder ins Minus gerutscht. Am frühen Nachmittag stand der deutsche Leitindex 0,16 Prozent tiefer bei 7.153,42 Punkten. Der TecDax gewann indes 0,09 Prozent auf 899,47 Punkte, und der MDax der mittelgrossen Werte rückte dank starker Unternehmenszahlen um 1,01 Prozent auf 10.331,81 Punkte vor.
Von Händlern hiess es, die Spekulationen auf ein Treffen der OPEC hätten sich nicht bewahrheitet. Seitdem gehe es mit den Ölpreisen wieder nach oben. Generell hätten es die Märkte angesichts der politischen Spannungen in Nordafrika schwer, eine klare Richtung zu finden. "Keiner will auf dem falschen Fuss erwischt werden", sagte Analyst Christoph Schmidt vom Vermögensverwalter N.M.F. AG. Klare Impulse fehlten. Hierzulande sorgten Unternehmenszahlen sowie ein Übernahmeangebot für Tognum für Gesprächsstoff.
EON-GEWINN UNTER ANALYSTENERWARTUNGEN - AKTIE SINKT
Ein Gewinnrückgang im vergangenen Jahr und die Erwartung weiter rückläufiger Erträge liess die Eon-Titel im Dax um 1,25 Prozent auf 22,825 Euro sinken. Analysten hatten bei dem Energieversorger allerdings wegen Belastungen wie der Einführung einer Brennelementesteuer sowie Problemen im Gasgeschäft schon mit einem scharfen Gewinnrückgang in diesem Jahr gerechnet. Die Papiere der Commerzbank verloren 0,92 Prozent auf 6,161 Euro. Händler verwiesen auf einen Bericht des Anlegermagazins "Platow Brief". Demnach soll die Bank angeblich eine Kapitalerhöhung von bis zu fünf Milliarden Euro vorbereiten. Dabei sei die teilverstaatlichte Bank bereit, auch Kurse von knapp unter 6 Euro in Kauf zu nehmen, zitierten Händler den Bericht.
Nach enttäuschenden Umsatz- und Gewinnzielen von Texas Instruments büssten die Aktien des Halbleiterherstellers Infineon 1,66 Prozent auf 7,639 Euro ein. Dagegen setzen sich die Lufthansa-Titel mit plus 2,98 Prozent auf 15,055 Euro an die Indexspitze. Der Nettogewinn der Fluggesellschaft fiel Börsianern zufolge 2010 nahezu doppelt so hoch hoch wie vom Markt erwartet aus. Allerdings enthielt er einen steuerlichen Einmaleffekt von 400 Millionen Euro. Besonders positiv werteten Börsianer die unerwartet hohe Dividende.
ÜBERNAHMEOFFERTE TREIBT TOGNUM AN
Ein Übernahmeofferte trieb die Titel von Tognum an der MDax-Spitze um 6,85 Prozent auf 24,805 Euro hoch. Der Autobauer Daimler und der Triebwerkhersteller Rolls-Royce wollen 24,00 Euro je Aktie für den Grossdieselmotorenhersteller auf den Tisch legen. Das gesamte Angebotsvolumen beläuft sich nach Angaben beider Unternehmen auf rund 3,2 Milliarden Euro. Bereits am Montag war bekannt geworden, dass die beiden Konzerne Interesse an Tognum haben. Seither sind die Tognum-Aktien um etwa ein Viertel gestiegen. Ob die Offerte reicht, ist einem Pressebericht zufolge aber fraglich. Die Daimler-Titel verteuerten sich um 1,42 Prozent auf 49,950 Euro. Zum Autozulieferer Leoni gab es Gerüchte über ein Interesse des chinesischen Autoherstellers Brilliance, was die Aktien um 3,05 Prozent auf 30,920 Euro klettern liess.
Die Symrise-Titel gewannen nach Zahlen 4,20 Prozent auf 20,100 Euro. Der Aromen- und Duftstoffhersteller hatte die selbst gesteckten Ziele 2010 übertroffen und sich zuversichtlich für das laufende Jahr gezeigt. 2011 will Symrise den Umsatz bereinigt um mehr als drei Prozent steigern und damit schneller wachsen als der Markt. Händler sahen die Zahlen mehrheitlich im Rahmen der Erwartungen. "Sie sind nicht überragend, aber die Aktien haben nach den vorsichtigen Ausblicken von Konkurrenten schon deutlich verloren", schrieb ein Marktteilnehmer. Er räumte den Papieren wegen des Ausblicks Aufwärtspotenzial ein.
EADS KEHRT IN DIE GEWINNZONE ZURÜCK
Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS kehrte im vergangenen Jahr wieder deutlich in die Gewinnzone zurück, nachdem die Probleme beim Militärtransporter A400M dem Airbus-Mutterkonzern im Vorjahr noch tiefrote Zahlen eingebrockt hatten. Börsianer stuften die vermeldeten Zahlen "besser als erwartet" ein. Einige zeigten sich aber dennoch nicht sonderlich erstaunt, da eine leicht positive Überraschung bereits erwartet worden sei. Die Aktien gewannen in Frankfurt 2,92 Prozent auf 20,300 Euro.
Der weltweit drittgrösste Rückversicherer Hannover Rück erhöhte nach einem Rekordjahr die Dividende um 0,20 auf 2,30 Euro je Aktie. Der Munich-Re-Konkurrent hatte im vergangenen Jahr trotz einer deutlich höheren Belastung wegen Grossschäden wie etwa nach den drei Erdbeben in Chile, Haiti und Neuseeland so viel wie noch nie verdient. Trotz der Belastungen sieht sich der Konzern auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Händler wie Analysten sprachen von besser als erwartet ausgefallenen Zahlen. Auch der Ausblick stiess bei einigen Börsianern auf Lob. Entsprechend legten die Titel um 1,12 Prozent auf 41,630 Euro zu./gl/la

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???