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FRANKFURT (awp international) - Nachlassende Sorgen um die politische Lage im Nahen Osten haben den Dax am Montag auf ein Dreijahreshoch getrieben. Zuletzt kletterte der Leitindex um 0,88 Prozent auf 7.279,83 Punkte und stand damit so hoch wie seit Januar 2008 nicht mehr. Der MDax der mittelgrossen Werte stieg am Montag um 1,22 Prozent auf 10.428,30 Punkte. Für den TecDax ging es auch dank deutlicher Gewinne bei den Aktien von Solarworld um 1,80 Prozent auf 898,28 Punkte nach oben.
"Die Anleger reagieren mit Erleichterung auf die Beruhigung der Situation in Ägypten", sagte Robert Halver, Marktstratege bei der Baader Bank. Momentan sehe es nicht danach aus, dass eine islamistische Regierung dort die Oberhand gewinnen und zum Beispiel die Durchfahrt durch den Suez-Kanal sperren könnte. Auch die Fundamentaldaten seien weiterhin stabil. So sieht der Experte auf absehbare Zeit keine Anzeichen dafür, dass die Liquidität am Markt sinken könnte.
GEA UND SOLARWORLD NACH ZAHLEN SPITZENREITER IN IHREN INDIZES
Mit Blick auf die Einzelwerte lag der Fokus der Anleger auf der laufenden Berichtssaison. Der Maschinenbau-Konzern Gea etwa schaffte dank eines kräftigen Plus' bei den Erlösen im Schlussquartal sein Jahresziel für den Umsatz. Den Aktionären will das Unternehmen eine Dividende von 0,40 Euro vorschlagen. Viele Marktbeobachter nahmen die Meldungen positiv auf und empfehlen die Gea-Aktien weiterhin zum Kauf. Der Maschinenbau-Konzern habe seine Prognosen deutlich übertroffen, schrieb zum Beispiel Analyst Ingo-Martin Schachel von der Commerzbank in einer Studie. Die Gea-Anteilsscheine kletterten an der MDax-Spitze um 4,83 Prozent auf 22,48 Euro.
Der klare Favorit im TecDax waren die Papiere von Solarworld , die um 10,29 Prozent auf 8,625 Euro in die Höhe schnellten. Das Photovoltaikunternehmen konnte im abgeschlossenen Geschäftsjahr Umsatz und Gewinn zum Vorjahr kräftig steigern. Ein Börsianer sprach von "soliden Zahlen". Positiv kam zudem die Dividendenerhöhung an, die deutlicher als erwartet ausgefallen sei. Ebenfalls zu den grössten Gewinnern im Index der Technologiewerte zählten die Anteilsscheine von Drillisch . Sie legten um 3,26 Prozent auf 6,753 Euro zu. Der Mobilfunkanbieter übertraf im vergangenen Jahr die eigenen Ziele und peilt für dieses Jahr weitere Steigerungen an.
DEUTSCHE BANK PROFITIEREN VON POSITIVEN ANALYSTENKOMMENTAREN
Im Dax sorgten keine Geschäftszahlen, sondern Analystenkommentare für Gesprächsstoff. So stiegen die Aktien der Deutschen Bank um 2,00 Prozent auf 47,16 Euro. Commerzbank-Analyst Michael Dunst stufte die Titel von "Add" auf "Buy" hoch und stockte das Kursziel von 49,00 auf 53,00 Euro auf. Er erhöhte seine Gewinnprognosen, nachdem die Buchung unerwartet hoher Kosten im vierten Quartal 2010 die Erreichbarkeit des Vorsteuer-Gewinnziels von 10 Milliarden Euro für 2011 erleichtert habe. Die Titel von ThyssenKrupp legten um unterdurchschnittliche 0,42 Prozent auf 30,815 Euro zu. Die HSBC senkte die Einstufung für die Stahltitel von "Overweight" auf "Neutral". Analyst Thorsten Zimmermann erhöhte seine Stahlpreisprognosen, nicht aber die Margenschätzungen.
An der Dax-Spitze gewannen die Papiere von Adidas 2,95 Prozent auf 47,365 Euro. Die Titel des Sportartikelherstellers haben sich aus ihrem seit Ende Dezember herrschenden Abwärtstrend befreit, was laut Börsianern für weitere Nachfrage gesorgt habe. Ein Interview des "Deutschen Anleger Fernsehens" mit dem Adidas-Chef Herbert Hainer habe zusätzlich positive Impulse gegeben, so ein Händler. Er hob vor allem die Bestätigung hervor, dass China der Wachstumstreiber bleiben wird. Bereits im November 2010 hatte Hainer für China zweistellige Wachstumsraten avisiert und mit dem Geschäftsplan "Route 2015" auch für den Gesamtkonzern ein bis zu 50-prozentiges Umsatzwachstum bis 2015 angepeilt. /la/gl
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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