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AKTIEN FRANKFURT: Deutsche Aktien erholen sich etwas

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Freitag freundlich entwickelt. Der Leitindex Dax stand am Mittag um 0,33 Prozent höher bei 7.137,64 Punkte. Er startete laut Händlern dank freundlicher Vorgaben einen neuen Erholungsversuch, konnte aber sein Hoch nicht halten. Der MDax mittelgrosser Werte legte um 0,50 Prozent auf 10.677,39 Punkte zu. Der TecDax gewann 0,17 Prozent auf 894,46 Punkte.
"Dank der positiven Vorgaben der Wall Street sind die Börsen sehr gut gestartet - die Unsicherheit um die Krise in der Griechenland hält aber die Nervosität hoch", sagte der Börsianer Christian Falkner von der alpha Wertpapierhandelsbank. Entsprechend gebe es im Verlauf immer wieder deutliche Ausschläge in den Kursen. So habe am späten Vormittag ein Gerücht um mögliche Probleme bei der belgischen Bank Dexia für neue Unruhe gesorgt. Die Aktie wurde vom Handel ausgesetzt. Zuvor hatte Börsianern zufolge eine Hochstufung des europäischen Bankensektors durch die Citigroup noch gestützt. Darüber hinaus habe auf die Stimmung gedrückt, dass die Ratingagentur Fitch den Ausblick für Japan gesenkt hatte.
MERCK SPITZE IM DAX, COMMERZBANK RUTSCHEN WIEDER AB
Merck-Aktien kletterten mit plus 1,31 Prozent auf 75,65 Euro an die Indexspitze. Händler verwiesen auf technische Gründe, nachdem die jüngste Korrektur beendet und der Aufwärtstrend wieder aufgenommen worden war. Zu den Dax-Favoriten zählten auch die Papiere von Metro , die sich um 1,07 Prozent auf 44,845 Euro verteuerten. Händler verwiesen auf eine positive Studie von JPMorgan mit dem Votum "Overweight" und dem Ziel 63,00 Euro.
Die Anteile an der Deutschen Telekom litten unter Spekulation um eine Anteilsausweitung an der griechischen OTE und Sorgen um mögliche Probleme bei der Genehmigung des geplanten Verkaufs von T-Mobile USA. T-Aktien verbilligten sich um 0,69 Prozent auf 10,090 Euro. Ans Dax-Ende rutschten Commerzbank mit einem Minus von 1,80 Prozent auf 3,159 Euro. Das Bezugsrecht rutschte um 4,45 Prozent ab. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen nach der deutlichen Erholung an den Vortagen. Diese hätten die Papiere zusammen mit dem Bezugsrecht umgerechnet auf den Stand vor dem Bezugsrechtsabschlag sogar leicht über 4,25 Euro geführt - den Bezugspreis der bedingten Pflichtumtauschanleihen (Comen) aus dem ersten Schritt der Kapitalerhöhung. Ausserdem sorge die Unsicherheit um Dexia für zusätzlichen Druck.
KLÖCKNER & CO. EX BEZUGSRECHT GEHANDELT
Im MDax lagen die Papiere von Klöckner & Co. optisch stark im Minus bei 20,300 Euro. Die Anteile an dem Stahlhändler wurden allerdings ex Bezugsrecht gehandelt, nachdem am Vortag Details zur erwarteten Kapitalerhöhung bekannt gegeben worden waren. Der Bezugspreis je neuer Aktie liegt bei 15,85 Euro und damit werde ein Brutto-Emissionserlös von rund 527 Millionen Euro erzielt. Zuletzt wurden in Berlin 2,19 Euro für das Bezugsrecht bezahlt und zusammen mit dem Aktienkurs ergibt sich bei 22,49 Euro im Vergleich zum Vortagesschlusskurs bei 21,61 Euro ein klares Plus.
Am TecDax-Ende standen erneut die Solarwerte: Centrotherm Photovoltaics rutschten als zweitschwächster Wert um 3,82 Prozent auf 33,000 Euro ab, Q-Cells setzten ihre Talfahrt mit minus 5,25 Prozent auf 1,734 Euro ungebremst fort. Macquarie-Analyst Robert Schramm hatte sein Kursziel von 2,30 auf 1,50 Euro eingestampft und war bei seinem Votum "Underperform" geblieben. Die Berichte in dem Sektor zum ersten Quartal hätten seine Einschätzung bestätigt, dass die Geschäftsmodelle von Q-Cells, Solarworld und auch REC unter zunehmendem Konkurrenzdruck stünden.
KWS Saat gaben im SDax 0,66 Prozent auf 157,59 Euro ab. Das Saatzucht-Unternehmen legte Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2010/2011 vor und bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr. Analyst Dennis Schmitt von der Commerzbank stufte die Quartalsergebnisse als "gut" ein, sieht sie aber im Rahmen der Erwartungen. Seine Empfehlung liess er auf "Hold" mit dem Ziel 166 Euro./fat/chs

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