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FRANKFURT (awp international) - Die deutschen Aktienindizes hat sich am Freitag etwas von seinen kräftigen Vortagesverlusten erholt. Am Markt wurde die Erholung auf einige Schnäppchenjäger zurückgeführt, die das günstige Kursniveau vor den am Nachmittag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten zum Einstieg nutzten. Der Dax stieg gegen Mittag um 0,47 Prozent auf 7.107,32 Punkte. Der MDax lag mit 0,17 Prozent im Plus bei 10.698,49 Punkten. Der TecDax gewann 0,33 Prozent auf 904,56 Punkte.
Nach Einschätzung von Chefhändler Matthias Jasper von der WGZ Bank ist der US-Beschäftigung am Nachmittag aber durchaus eine positive Überraschung zuzutrauen, die dann bis zum Schluss für einen freundlichen Wochenausklang sorgen könnte. "Der Markt hat viele negative Faktoren wie die zuletzt schwachen Konjunkturdaten oder die Sorgen um Griechenland bereits im Kurs eingepreist", so der Experte. "Insgesamt sind Aktien nach wie vor die strategisch interessanteste Anlageklasse", betonte er. Dabei sei Deutschland angesichts der soliden Wirtschaftsaussichten besonders attraktiv.
Zu den grössten Verlierern gehörten am Freitag die Versorgeraktien, denen keine nachhaltige Stabilisierung zu gelingen scheint. Eon büssten 1,84 Prozent ein und RWE sackten am Indexende um 2,57 Prozent auf 38,23 Euro ab. Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) zufolge trifft die Energiewende die Konzerne in einer Schwächephase. Die Zeitung sieht die Konzerne vor harten Jahren, sie müssten ihre mittelfristigen Strategien neu ausrichten. Zudem stünden die Prognosen für 2011 auf dem Prüfstand.
Des weiteren bewegten Analystenkommentare die Kurse. Siemens-Aktien gewannen 2,09 Prozent auf 91,71 Euro hinzu. Händler machten eine Studie der UBS dafür verantwortlich. Laut Analystin Christel Monot ist das Papier niedrig bewertet und bietet attraktive Marktchancen. Die Vortags noch sehr schwachen Daimler-Aktien stiegen nach einem Kommentar der Citigroup um 0,96 Prozent auf 47,78 Euro. Analyst John Lawson empfiehlt, die vergleichsweise schwächere Kursentwicklung zum Einstieg zu nutzen. Die zuletzt schon von der Kapitalerhöhung bewegten Titel der Commerzbank schnellten derweil an der Dax-Spitze um 2,96 Prozent auf 3,195 Euro hoch.
Auch im MDax sorgte eine Studie für Bewegung. Aktien von Kabel Deutschland stiegen um 1,21 Prozent auf 46,00 Euro und profitierten dabei von einer Kurszielerhöhung von Goldman Sachs. Trotz der zuletzt starken Kursentwicklung sieht Analyst Hugh McCaffrey für die Aktien des Kabelnetzbetreibers immer noch ein langfristiges Aufwärtspotenzial. Verglichen mit der Konkurrenz biete Kabel Deutschland eine bessere Qualität zu günstigeren Preisen und dürfte deshalb seinen Marktanteil weiter ausbauen.
Aktien von Lanxess rückten im Index mittelgrosser Werte um 1,36 Prozent auf 57,51 Euro vor. Ein Händler machte bei dem Spezialchemiekonzern auf eine vollzogene Preiserhöhung aufmerksam. Wie aus einer E-Mail des Konzerns hervor gehe, habe Lanxess im Zusammenhang mit steigenden Rohstoff- und Energiekosten zum 1. Juni die Preise für einige Gummiprodukte erhöht.
Im TecDax rückten Roth & Rau noch einmal wegen der geplanten Übernahme durch Meyer Burger in den Mittelpunkt. Sie kletterten um 3,28 Prozent auf 22,99 Euro, nachdem das "Handelsblatt" am Freitag berichtete, dass sich eine Gruppe von Privatinvestoren um den Unternehmer Christoph Ladanyi mit Aktien des Solarzulieferers eingedeckt hat und nun einen höheren Kaufpreis verlangt. "Der gebotene Preis von 22 Euro pro Aktie spiegelt nicht den Wert von Roth & Rau wider", wird Ladanyi in dem Bericht zitiert. Dieser liege eher über 30 Euro./tih/fat

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