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AKTIEN FRANKFURT: Freundlich - Gute US-Konjunkturdaten stützen

FRANKFURT (awp international) - Gute Konjunkturdaten aus den USA haben den Dax am Freitag gestützt. Am frühen Nachmittag stieg der Leitindex um 0,33 Prozent auf 7.170,33 Punkte. Der MDax der mittelgrossen Werte stieg um 0,35 Prozent auf 10.353,38 Punkte, während der Technologieindex TecDax 0,62 Prozent auf 919,74 Punkte gewann.
Die Stimmung des Verarbeitenden Gewerbes im US-Bundesstaat New York hat sich im April überraschend aufgehellt. Zuvor schon hatte der Markt die Abstufung der Kreditwürdigkeit Irlands durch die Ratingagentur Moody's gut weggesteckt.
K+S ERWÄGT PREISERHÖHUNGEN - SIEMENS WEGEN MILLIARDENAUFTRAG GESUCHT
Die Aktien von K+S gehörten mit plus 1,45 Prozent auf 53,75 Euro zu den Dax-Favoriten. Börsianer verwiesen auf einen Medienbericht, wonach der Düngemittelspezialist angesichts der anhaltend hohen Nachfrage die Dünger-Preise in Europa anheben will. K+S hatte bereits im März die Preise erhöht. Gleichzeitig hatte das Unternehmen seine bisherige Prognose bestätigt. Commerzbank-Analyst Lutz Grüten betonte, dass die Abnehmer in Europa und Lateinamerika offenbar bereit sind, ihre Nachfrage auch zu höheren Preisen zu steigern. Sollte der Düngemittelhersteller seine Preise nach Ostern anheben, werde er womöglich seine Prognose nach oben korrigieren.
Siemens-Aktien kletterten angesichts eines Milliardenauftrags der Bahn um 1,33 Prozent auf 94,44 Euro. Die schon länger dauernden Verhandlungen über den Kauf von hunderten neuer Züge zum Preis von etwa fünf Milliarden Euro sind nach dpa-Informationen aus Kreisen erfolgreich beendet. Am nächsten Donnerstag kommt der Aufsichtsrat der Bahn zu einer ausserordentlichen Sitzung zusammen, um die Auftragsvergabe abzusegnen. Es soll sich um den grössten Auftrag handeln, den die Bahn bislang vergab. Bei dem Auftrag geht es nach früheren Mitteilungen um die Lieferung von 200 bis 300 Zügen. Cheuvreux beliess die Siemens-Aktien in einer ersten Reaktion auf ihrer Empfehlungsliste. Der Zuschlag der Bahn bestätige abermals die Technologieführerschaft, schrieb Analyst Bernd Laux.
Die zuletzt durch Kapitalmassnahmen belasteten Aktien der Commerzbank und der Aareal Bank präsentierten sich uneinheitlich. Während die Coba-Papiere ihren jüngsten Rutsch um 3,49 Prozent auf 4,446 Euro ausweiteten, erholten sich Aareal-Titel im MDax um 4,35 Prozent auf 24,49 Euro. Die Commerzbank war am Vortag mit dem ersten Schritt ihrer Kapitalerhöhung zwar erfolgreich, Ende Mai folgt jedoch noch eine grosse Platzierung neuer Aktien.
VERSORGER VON PRESSEBERICHT UND METRO VON CARREFOUR-UMSÄTZEN BELASTET
Verkäufe dominierten dagegen in Aktien der Versorger RWE und Eon nach einem Bericht der "Börsen-Zeitung". Der RWE-Vorstandsvorsitzende Jürgen Grossmann sagte dem Blatt, dass der Konzern seine Finanzziele bis 2013 erneut auf den Prüfstand stellen werde. Das wäre dann die zweite Senkung des mittelfristigen Ausblicks seit Februar, kommentierte ein Händler. Eine Überraschung wäre dies nach der Debatte um die Atomkraft in Folge der Katastrophe in Japan allerdings nicht. RWE sanken um 0,60 Prozent auf 46,375 Euro und Eon büssten 0,09 Prozent ein auf 22,415 Euro.
Metro-Anteile verloren indes 1,63 Prozent auf 48,735 Euro. "Der Wettbewerber Carrefour hat am Vorabend schwache Quartalsumsätze für Westeuropa präsentiert", begründete Analyst Christian Hamann von der Hamburger Sparkasse die Verluste. Da auch Metro immer noch stark in Westeuropa engagiert sei, hätten die Titel des deutschen Handelskonzerns nachgegeben.
Schliesslich gaben die Aktien von GSW Immobilien ihr Börsendebüt. Der erste Kurs des Berliner Immobilienunternehmens betrug 19,550 Euro, nachdem der Ausgabepreis bei 19,00 Euro gelegen hatte. Zuletzt kosteten die Aktien auf dem elektronischen Handelssystem Xetra 20,93 Euro./la/chs

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