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FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag an seine Vortagesgewinne angeknüpft. Rückenwind bekam er von der US-Berichtssaison, wo zuletzt Apple mit seinen Zahlen für eine positive Vorgabe sorgte. Der deutsche Leitindex gewann 0,67 Prozent auf 7.297,76 Punkte hinzu. Am Vortag hatte der Dax dank starker Intel-Vorgaben den grössten Kurssprung seit Ende Mai 2010 verzeichnet. Der MDax stieg um 0,40 Prozent auf 10.491,55 Punkte und für den TecDax ging es um 0,43 Prozent auf 921,10 Punkte nach oben. Der zum zweiten Mal in Folge gesunkenen Ifo-Geschäftsklimaindex machte sich am Markt kaum bemerkbar.
"Die negativen Faktoren sind mittlerweile grösstenteils in den Markt eingearbeitet und dieser kehrt nun zu einer fundamentalen Normalität zurück, kommentierte Thomas Körfgen, Geschäftsführer der SEB Asset Management. Die aktuelle Bewegung sei damit zu erklären, dass Aktien nicht teuer bewertet seien, Liquidität sei vorhanden und das aktuelle Zinsniveau biete keine Alternative zu Aktien, fasste der Experte zusammen.
HÄNDLER: FUCHS PETROLUB HABEN JENSEITS DER 109 EURO LUFT
Auf Unternehmensseite sorgten hierzulande vorläufige Zahlen bei Fuchs Petrolub für ein Plus von 1,81 Prozent auf 109,45 Euro. Der Schmierstoff-Hersteller will nach einem starken ersten Quartal den Vorjahresgewinn übertreffen. Für 2011 werde beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ein Wert über den 250,1 Millionen Euro aus dem Jahr 2010 angestrebt, hatte das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss mitgeteilt. Steige die Aktie über den Widerstand bei 109 Euro, habe sie noch Luft nach oben, kommentierte ein Börsianer.
Beim Schaltkreis-Hersteller Dialog Semiconductor sorgten die Zahlen von Apple für ein Kursplus von 1,25 Prozent auf 15,025 Euro. Der US-Konzern hatte am Vorabend nach US-Börsenschluss mit seinen Zahlen die Expertenschätzungen deutlich übertroffen. Das TecDax-Mitglied Dialog gilt als einer der Zulieferer für Apple.
Die Aktien von Roth & Rau gehörten mit plus 2,82 Prozent auf 23,490 Euro ebenfalls zu den TecDax-Favoriten. Beim Solaranlagenbauer könnte sich ein Übernahmekampf anbahnen. Der Schweizer Konkurrent Meyer Burger kommt bei der geplanten Übernahme von Roth & Rau zwar zumindest teilweise voran. Allerdings könnte sich mit dem deutschen Solarunternehmen Rena ein Gegenspieler positionieren. Ein Meyer-Burger-Sprecher wollte den Schritt nicht kommentieren.
KPN BELASTET TELEKOM-PAPIERE - RWE, MUNICH RE EX DIVIDENDE
Die T-Aktien gehörten derweil mit minus 1,82 Prozent auf 11,030 Euro zu den grössten Verlierern im Dax. Der niederländische Konkurrent KPN hatte zuvor eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Die Aktien brachen in Amsterdam ein. Börsianer hatten zuvor noch auf ein Presse-Interview mit Telekom-Vorstandschef Rene Obermann verwiesen, in dem sich der Konzernchef weiter davon überzeugt zeigte, trotz des grossen Widerstands in Amerika die Aufsichtsbehörden vom Nutzen der Übernahme von T-Mobile USA durch AT&T überzeugen zu können.
Die Aktien der Munich Re und des Versorgers RWE verbilligten sich nur optisch, da beide Papiere ex Dividende gehandelt wurden. Aktien wie Heidelberger Druckmaschinen litten im MDax mit Kursverlusten von 1,30 Prozent unter Abstufungen. Im TecDax bewegte eine Branchenstudie von Goldman Sachs die Papiere von Solarworld und Phoenix Solar ./rum/ck
---Von Henrietta Rumberger, dpa-AFX ---

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