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FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Mittwoch nach einem wechselhaften Handelsverlauf wieder in der Verlustzone eingefunden. Zuletzt stand der Dax mit 0,37 Prozent im Minus bei 6.755,77 Punkten. Der ebenfalls unentschlossene MDax tendierte 0,24 Prozent schwächer bei 9.940,15 Punkten. Auch für den TecDax ging es um 0,21 Prozent nach unten auf 885,81 Punkte.
Händler sprachen von einer nach wie vor spürbaren Nervosität am Markt. "Es hängt derzeit alles von der Entwicklung in Japan und in Nordafrika ab", sagte Experte Udo Becker vom Bankhaus Silvia Quandt. Erneut aufsteigender Rauch am japanischen Kraftwerk in Fukushima hatte am Morgen wieder die Kurse belastet, bevor der Markt dann zeitweise ins Plus drehte. "Das reicht mittlerweile nur noch für kurze Aussetzer nach unten, die schnell wieder ausgestanden sind", so Becker. Neben der ebenso im Blickfeld stehenden Lage in Libyen verfolgten Börsianer aber auch mit Spannung die politische Entwicklung in Portugal. Der portugiesischen Regierung droht am Nachmittag im Parlament eine Schlappe bei der Abstimmung über neue Sparmassnahmen.
MUNICH RE MIT GEWINNWARNUNG IM BLICK
Aktien von Munich Re lagen angesichts einer Gewinnwarnung mit 0,95 Prozent im Minus bei 108,95 Euro. Der Rückversicherer schätzt die Belastungen aus der Naturkatastrophe in Japan vor Steuern auf 1,5 Milliarden Euro und hält daher das bisherige Gewinnziel in diesem Jahr nicht mehr für erreichbar. Einem Händler zufolge ist die genannte Summe der Schäden zwar hoch, aber immer noch unter den schlimmsten Befürchtungen von Analysten. "Die Gewinnwarnung war ohnehin ein von allen erwartetes Geheimnis", schränkte der Börsianer ein. Auch Hannover Rück bezifferte unterdessen die erwarteten Schäden. Der Konkurrent rechnet vor Steuern mit einer Belastung von 250 Millionen Euro. Die Papiere büssten 1,69 Prozent ein.
Im Blick standen zudem zahlreiche Unternehmenszahlen aus der zweiten Reihe. Kräftige Kursgewinne verzeichneten im MDax die Papiere von Leoni . Die Titel des Autozulieferers reagierten positiv auf endgültige Zahlen und gewannen an der Indexspitze 2,73 Prozent auf 27,65 Euro. Dank eines Rekordumsatzes war Leoni im abgelaufenen Jahr in die Gewinnzone zurückgekehrt und blickt zudem optimistisch in die Zukunft. Ein Händler lobte ausserdem eine unerwartet hohe Dividende.
HOCHTIEF UND RHEINMETALL MIT ZAHLEN ? GAGFAH BRECHEN EIN
Gute Nachrichten gab es auch bei Hochtief . Der Baukonzern hatte Händlern zufolge "deutlich besser als erwartete" Zahlen vorgelegt, worauf die Papiere um 0,72 Prozent auf 72,80 Euro stiegen. Auch eine aufgestockte Dividende wurde am Markt positiv beurteilt. Die Celesio-Anteile dagegen rutschten nach Zahlen und einem festeren Auftakt mit 1,01 Prozent ins Minus ab. Steigende Umsätze und Gewinne waren laut Händlern weitestgehend erwartet worden. Auch von Rheinmetall gab es Zahlen. Der Autozulieferer und Rüstungskonzern will eine Rekorddividende zahlen. Börsianer zeigten sich aber enttäuscht vom Ausblick. Die Papiere lagen zuletzt moderat mit 0,16 Prozent im Minus.
Die Gagfah-Titel brachen um 8,83 Prozent auf 5,835 Euro ein. Händler werteten die vorgelegten Ergebnisse für 2010 als leichte Enttäuschung. Für den kräftigen Kursrutsch wurde indes aber vor allem ein Bericht im "Handelsblatt" verantwortlich gemacht. Demnach wird wegen des Verdachts auf Insiderhandel gegen Gagfah-Chef William Brennan ermittelt. Dies bestätigte die Börsenaufsicht BaFin gegenüber der Zeitung. Brennan hatte Anfang Februar Gagfah-Aktien im Wert von 4,7 Millionen Euro verkauft. Vier Wochen später wurde dann bekannt, dass die Stadt Dresden eine Milliardenklage erwägt.
AIXTRON SACKEN WEGEN CREE-AUSSAGEN AB
Im TecDax sorgten die Papiere von Centrotherm mit einem Plus von 7,74 Prozent auf 38,425 Euro für Aufsehen. Der auf die Solarindustrie spezialisierte Anlagenbauer hat 2010 deutlich mehr verdient und will seine Aktionäre erstmals mit einer Dividende erfreuen. Aixtron dagegen sackten nach Aussagen des LED-Spezialisten Cree um 3,47 Prozent auf 28,52 Euro ab. Händler verwiesen darauf, dass der US-Leuchtdiodenspezialist, der eher ein Kunde als Konkurrent von Aixtron sei, seine Ziele für den Umsatz und die Marge im dritten Geschäftsquartal nach unten revidiert hat./tih/gl
--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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