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FRANKFURT (awp international) - Die deutschen Aktienindizes haben sich am Mittwoch nach einem erneut schwachen Start stabilisiert. Der Dax kletterte bis zum Mittag mit 0,01 Prozent ins Plus auf 7.151,41 Punkte. Im frühen Geschäft war der deutsche Leitindex wegen der schlechten Vorgabe der Wall Street und des überraschend stark eingetrübten GfK-Konsumklimas noch bis auf 7.071 Punkte abgesackt. Für den MDax mittelgrosser Werte ging es um 0,12 Prozent runter auf 10.630,60 Punkte, der TecDax büsste 0,20 Prozent auf 896,52 Punkte ein.
Kapitalmarktstratege Oliver Roth von Close Brothers Seydler sagte: "Die Profis kaufen schon wieder, denn es gibt weiterhin keine vernünftige Anlagealternative zur Aktie." Renten blieben wegen der Zinstrendwende tendenziell unter Druck und auch andere Märkte wie Rohstoffe seien wegen der mangelnden Grösse keine Option. Die jüngsten Unsicherheiten um die Eurozone als Auslöser der Korrektur hätten sich wieder etwas beruhigt. Wenn Griechenland umschulden müsse, sagte der "Börsenstürmer", dürften Aktien nochmal durchgeschüttelt werden, mittelfristig gebe es aber keine Alternative.
VERSORGER WEGEN WACKELNDER ATOMSTEUER SPITZE
Favorisiert wurden Versorgerwerte dank der Diskussion um eine angeblich wackelnde Atomsteuer. Eon-Papiere standen mit plus 2,54 Prozent auf 20,175 Euro klar an der Dax-Spitze, RWE verteuerten sich um 2,21 Prozent auf 41,610 Euro. Im Zuge des Atomausstiegs erwägt die Regierung ein Aus für die Brennelementesteuer, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfuhr. Laut "Financial Times Deutschland" (FTD) könnte die Regierung die Atomkonzerne so besänftigen wollen, damit sie Geld für Investitionen in alternative Energiequellen freimachen. Ein Börsianer bremste allerdings die Freunde etwas: "Der Bericht ist sicherlich leicht positiv für die Stimmung in dem Sektor, es bleiben aber noch sehr viele Fragen offen." Anfang Juni sei mit einer Entscheidung um den Atomausstieg zu rechnen. Die Versorger seien allerdings so schlecht gelaufen und haben seit Anfang Mai einigen Erholungsbedarf aufgebaut.
Auch die Papiere der Lufthansa erholten sich trotz der Flugausfälle wegen der Vulkanaschewolke um 1,49 Prozent auf 15,025 Euro,. die Titel des Konkurrenten Air Berlin legten um 0,54 Prozent auf 2,996 Euro zu. Mittlerweile entspanne sich die Lage in Grossbritannien bereits wieder. Die Situation sei insgesamt nicht so ernst wie bei dem Vulkanausbruch auf Island vor einem Jahr, lautete das Fazit der Experten. Dem meteorologischen Institut in Reykjavik zufolge hat zudem die Aktivität des Vulkans Grimsvötn in der Nacht bereits stark abgenommen.
Am Dax-Ende konnten BASF ihren jüngsten Abwärtstrend indes nicht unterbrechen, die Papiere des Chemiekonzerns verbilligten sich um weitere 1,26 Prozent auf 60,91 Euro. Munich Re fielen um 1,23 Prozent auf 104,05 Euro und T-Aktien sackten um 0,92 Prozent auf 10,215 Euro ab. Bereits am Vorabend hatten Händler die Schwäche mit der Erwartung begründet, dass die Telekom weitere Teile der griechischen Telefongesellschaft OTE übernehmen dürfte.
TUI PROFITIEREN VON POSITIVEN AUSSAGEN ZU CHINA
Im MDax legten Tui-Aktien nach positiven Nachrichten zum China-Geschäft 0,50 Prozent auf 7,629 Euro zu. Laut einem Medienbericht ist der Konzern der erste europäische Reiseveranstalter, der Auslandsreisen für Chinesen anbieten darf. Ein Händler betonte, dass die Ausgaben der Chinesen für Reisen schnell stiegen. Insgesamt seien sie weltweit die drittgrösste Touristengruppe.
Angesichts der dünnen Nachrichtenlage im TecDax werden einige Einzelwerte von Analystenstudien bewegt. So verteuerten sich die Vorzüge von Drägerwerk um 4,24 Prozent auf 77,76 Euro, nachdem Cheuvreux das Papier auf "Outperform" mit dem Ziel 94,00 Euro hochgestuft hat. Zweitbester Wert waren QSC , die JPMorgan nach Zahlen zum ersten Quartal von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft hatte. Das Kursziel hatte Analyst Hannes Wittig von 3,90 auf 4,00 Euro angehoben./fat/chs
--- von Frederik Altmann, dpa-AFX ---

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