Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

AKTIEN FRANKFURT: Keine klare Tendenz - Versorger bleiben unter Druck

FRANKFURT (awp international) - Mangels relevanter Kurstreiber hat der deutsche Aktienmarkt zum Wochenauftakt keine klare Richtung gefunden. Die Indizes pendelten bis zum Nachmittag zwischen Gewinnen und Verlusten. Der Leitindex Dax gab zuletzt moderat um 0,05 Prozent auf 7.105,55 Punkte nach. Der MDax der mittelgrossen Werte verlor 0,16 Prozent auf 10.665,42 Punkte und der TecDax stand 0,36 Prozent tiefer bei 898,35 Punkten.
Laut Händlern wartet der Markt nun gespannt auf die Eröffnung an den US-Börsen, nachdem schwache Arbeitsmarktdaten am Freitag die Sorgen um die US-Wirtschaft verstärkt und so an der Wall Street nochmals für Verluste gesorgt hatten. Jörg Heineke von der Investmentgesellschaft TAO Capital hob hervor, dass der Aktienmarkt mangels nennenswerter Nachrichten auf der Stelle trete. Selbst die diskutierte Beteiligung privater Gläubiger an der Rettung Griechenlands sei noch kein Kurstreiber, solange keine konkrete Entscheidung gefällt wurde. Bis zum Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag fehle es an wichtigen Terminen, betonte er.
BAYER MACHT FORSCHRITTE BEI KREBSMITTEL - VERSORGER UNTER DRUCK
An der Dax-Spitze kletterten die Aktien von Bayer um 1,86 Prozent auf 56,46 Euro in die Höhe. Der Pharma- und Chemiekonzern hatte mitgeteilt, dass das Medikament Alpharadin die Gesamt-Überlebenszeit bei hormon-refraktärem Prostatakrebs mit Knochenmetastasen signifikant verlängert und erklärte die abschliessende klinische Studie vorzeitig für beendet. Ein Händler betonte, dass einige Analysten dem Mittel bei bestimmten Indikationen bereits ein Spitzenumsatzpotenzial von mehr als einer Milliarde Euro zutrauten.
Verluste gab es dagegen im Versorgersektor. Das Bundeskabinett hat an diesem Montag das sofortige Aus für acht Atomkraftwerke und den stufenweisen Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 beschlossen. Eon setzten ihren jüngsten Kursrutsch daher ungebremst fort und büssten am Indexende 2,26 Prozent auf 18,415 Euro ein. RWE verloren 0,75 Prozent auf 37,905 Euro. Analystin Tanja Markloff von der Commerzbank etwa reduzierte wegen der verbleibenden Unsicherheiten ihre Kursziele für die beiden Dax-Titel um jeweils zehn Prozent.
LUFTHANSA SCHWACH - DAIMLER BEI TOGNUM AM ZIEL
Auch Lufthansa-Titel gaben um 1,02 Prozent auf 14,53 Euro nach. Händler begründeten dies damit, dass der Weltluftfahrtverband IATA seine Gewinnprognose in dem Sektor wegen des erhöhten Ölpreisniveaus, aber auch wegen der Unterbrechungen durch die Katastrophen und Krisen in Japan und Nordafrika deutlich zusammengestrichen hatte. Aktien der Deutschen Bank büssten ferner 1,36 Prozent auf 40,32 Euro ein. Im Kampf gegen eine Pleite Griechenlands wollen die Regierungen der Eurozone nach Informationen des "Wall Street Journals" womöglich auch die privaten Banken zur Kasse bitten.
Am Ziel angekommen sind derweil Daimler und Rolls-Royce bei der geplanten Übernahme von Tognum. Die beiden Bieter halten knapp 60 Prozent der Aktien des Grossdieselmotorenherstellers und damit die anvisierte Mehrheit. Grössere Auswirkungen auf die Kurse hatte die Nachricht nicht: Tognum-Titel lagen marginal mit 0,02 Prozent im Minus und Daimler gaben um 0,20 Prozent nach.
PROSIEBEN AN DER MDAX-SPIZE
Im MDax lagen die Aktien von ProSiebenSat.1 an der Spitze. Sie stiegen um 3,72 Prozent auf 17,98 Euro. Der Finanzinvestor Permira hat Spekulationen über einen möglichen Verkauf des Medienkonzerns zurückgewiesen. Ziel sei, weiteres Wachstum zu schaffen, um den Kurs nach oben zu treiben, sagte Permiras Deutschlandchef Jörg Rockenhäuser der "Süddeutschen Zeitung". Zudem gab es eine positive Analystenstimme. Die Experten der Royal Bank of Scotland (RBS) starteten das Papier mit einer Kaufempfehlung./tih/la

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.