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FRANKFURT (awp international) - Beruhigende Nachrichten vom Wachstumsmotor China haben die deutschen Börsen am Dienstag weiter stabilisiert. Der Dax stand am Nachmittag 1,92 Prozent höher bei 7.221,24 Punkten. Damit lag der deutsche Leitindex auf Tageshoch und erarbeitete sich einen klaren Vorsprung auf die von Börsianern als wichtig eingeschätzte Marke von 7.000 Punkten. Anleger gewichteten die bestehenden Unsicherheitsfaktoren nun weniger stark und seien wieder bereit höhere Risiken einzugehen, hiess es am Markt. Das treibe die Aktien an. Der MDax mittelgrosser Werte stieg um 1,25 Prozent auf 10.703,00 Punkte und der TecDax legte mit Solarwerten an der Spitze 1,55 Prozent auf 891,28 Punkte zu.
Gut aufgenommene Inflationszahlen aus China sorgten schon am Morgen für eine verbesserte Stimmung an den Aktienmärkten. Die Sorgen vor ausufernder Inflation, die mit weiteren konjunkturellen Bremsmassnahmen bekämpft werden müssten, sind laut Händlern abgeebbt. Positiv wirkte indes auch eine Strategienote der Credit Suisse, in der die Analysten ihre Gewichtung von Aktien weltweit auf die Kaufempfehlung "Overweight" erhöhten. Auch erste Konjunkturdaten aus den USA trieben die Kurse an Nachmittag weiter an. Die immer ernstere Lage in Griechenland und die abermalige Abstufung der Bonität des Eurozonen-Sorgenkinds durch die Ratingagentur Standard & Poor?s (S&P) werde indes nur noch mit einem Schulterzucken zur Kenntnis genommen. Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank fasste zusammen: "Das Grundbild bleibt positiv und auch das konjunkturelle Umfeld stimmt insgesamt. Die Versorgung der Märkte mit billigem Geld stützt Aktien weiter und auch das politische Risiko in der Eurozone wird mit einem neuen Rettungspaket Ende Juni stabilisiert werden."
ANALYSTEN BEWEGEN BEI DÜNNER NACHRICHTENLAGE DIE KURSE
Auf Unternehmensseite gibt es laut Händlern keine marktbewegenden Nachrichten und entsprechend sorgen vor allem zahlreiche Analystenstimmen für Bewegung: An der Dax-Spitze versammelten sich mit HeidelbergCement , deren Aktien 2,39 Prozent auf 46,765 Euro zulegten, und Siemens mit plus 2,28 Prozent zwei Werte aus dem Investitionsgütersektor, die laut Händlern von einer positiven Branchenstudie von JPMorgan angetrieben wurden. Die Papiere der Gea Group zogen ebenfalls aus dem Sektor als zweitbester MDax-Wert um 3,89 Prozent auf 23,790 Euro an. Zusätzlich stützt hier ein Kommentar von Morgan Stanley, deren Analysten den Maschinenbauer hochgestuft und das Kursziel für die Aktie erhöht hatten. Am MDax-Ende standen dagegen nach einer Abstufung durch UBS die Aktien des Autozulieferers Continental mit einem Minus von 1,35 Prozent.
Mit dem Markt stabilisieren konnten sich unterdessen die Bankenwerte, die zuletzt auch wegen der Sorgen um die Lösung des Griechenland-Problems unter Druck standen. Deutsche Bank verteuerten sich um 1,66 Prozent auf 40,145 Euro und Commerzbank-Aktien legten 1,25 Prozent auf 3,088 Euro zu. Auch hier verwiesen Börsianer auf eine Branchenstudie, in der Merrill Lynch angesichts der aktuell extrem negativen Haltung zu dem Sektor zum Einstieg in europäische Bankenwerte riet.
Im MDax sprangen indes Gagfah-Papiere nach der Ankündigung einer Gegenklage gegen die Stadt Dresden um 5,05 Prozent auf 5,330 Euro hoch. Das Immobilienunternehmen hatte mitgeteilt, dass sich die von Dresden wegen Verstössen gegen Verträge verklagten Tochtergesellschaften mit Widerklagen wehren. An der Indexspitze standen aber Praktiker-Aktien mit plus 5,26 Prozent auf 6,300 Euro. Ein Händler begründete dies mit der Aufnahme in das Musterdepot des Börsenmagazins "Der Aktionär". Die Autoren spekulieren damit nach der Stabilisierung im Bereich von 6,00 Euro auf eine technische Gegenbewegung. Sie verwiesen zudem auf eine Kaufempfehlung der Berenberg Bank vom Dienstag vergangener Woche.
SOLARWERTE IM TECDAX FAVORISIERT
Zu den Favoriten im TecDax zählten die zuletzt wieder stark gedrückten Solarwerte wie Solarworld und Q-Cells mit Kursgewinnen von 2,84 und 4,31 Prozent. Laut Händlern wurden die Titel auch von positiven Studien angetrieben. Zum anderen stützt ein Zeitungsartikel über geplante Zukäufe chinesischer Anbieter in Deutschland. Dem "Handelsblatt" sagte der Finanzvorstand des Photovoltaikkonzerns LDK Solar , Jack Lai: "Wir sind sehr interessiert, bei deutschen Firmen einzusteigen. Dabei ist vor allem die Technologie wichtig." Mit Q-Cells stehe LDK demnach bereits in Verbindung, hob ein Börsianer hervor. Dies gebe der Stimmung für Solarwerte einen positiven Impuls, zumal diese grossen Erholungsbedarf hätten. Analystin Alla Gorelova von Steubing bleibt aber skeptisch mit dem Blick auf Q-Cells und hält den aktuellen Kurs für zu hoch, um Übernahmeinteressenten anzuziehen./fat/tih

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