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Aktien Frankfurt: Leicht erholt - Vorgaben und die Berichtssaison helfen

Dieser Inhalt wurde am 29. April 2010 - 12:01 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag von positiv aufgenommenen Quartalszahlen und freundlichen Vorgaben von der Wall Street profitiert. Ein stabiles Bild ergab sich vor dem Hintergrund der Sorgen um mehrere finanziell angeschlagene EU-Staaten aber nicht: Der Dax schwankte längere Zeit zwischen Gewinnen und Verlusten. Bis zur Mittagszeit legte er 0,24% auf 6.098,98 Punkte zu. Der MDax gewann 0,57% auf 8.265,64 Punkte und der TecDax lag 0,56% höher bei 804,29 Punkten.
Marktanalyst Wolfgang Duwe von der Bremer Landesbank gibt wegen der sich ausweitenden Krise in den Euroländern keine Entwarnung: "Griechenland halte ich trotz immer höherer Summen noch für beherrschbar. Sollte Spanien aber noch tiefer in den Strudel rutschen, bekommt das Problem eine neue Qualität." In den kommenden Wochen rechne er daher damit, dass der Dax noch weiter fallen könnte. Spätestens bei 5.500 Punkten sollte der deutsche Leitindex aber auf einem Niveau angekommen sein, wo sich Anleger wieder auf die nach wie vor positive fundamentale Lage konzentrieren könnten.
SIEMENS, BASF UND BAYER MIT ZAHLEN
Im Mittelpunkt standen die Siemens-Aktien , die von guten Quartalszahlen profitierten und mit plus 1,15% auf 72,81 EUR zu den bevorzugten Werten im Dax gehörten. Der Mischkonzern hatte wie erwartet sein Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben und beim Zahlenwerk über den Erwartungen gelegen. Die Lufthansa hält trotz Pilotenstreiks, trotz der Flugausfälle aufgrund der Aschewolke aus Island und der Nachwirkungen der Luftfahrtkrise an ihren Gewinnplänen fest. Sie will das Jahr 2010 weiterhin mit einem höheren positiven Ergebnis abschliessen als im Vorjahr. Die Aktien schoben sich mit plus 2,17% auf 12,47 EUR noch vor die Siemens-Papiere.
Auch BASF und Bayer übertrafen mit ihren Quartalsberichten teilweise die Erwartungen, die Aktien konnten im Gegensatz zu Siemens aber nicht davon profitieren. BASF verloren 2,70% auf 45,145 EUR, Bayer gaben 1,32% auf 49,49 EUR nach. Die Aktien von Munich Re und der Deutschen Post wurden ex Dividende gehandelt. Der Münchner Rückversicherer schüttet je Aktie 5,75 EUR an seine Aktionäre aus und der Bonner Post- und Logistikkonzern zahlt 0,60 EUR je Aktie.
PROSIEBENSAT.1 SPRINGEN AN
Die Aktien von ProSiebenSat.1 führten nach überraschend vorgelegten starken Quartalszahlen die Gewinnerliste im MDax an und sprangen um 8,00% auf 13,57 EUR in die Höhe. Hugo Boss gewannen trotz etwas enttäuschender Zahlen 6,93% auf 30,93 EUR. Der Modekonzern hat im ersten Quartal weniger umgesetzt und verdient als vor einem Jahr, Analysten stellten aber die bestätigte Prognose positiv heraus. Praktiker dagegen standen mit minus 2,17% auf 7,199 EUR am Ende. Die Baumarktkette hat wegen des strengen Winters einen schwachen Start ins Jahr verbucht.
Singulus fanden sich nach Zahlen mit minus 2,70% auf 6,12 EUR unter den grössten Verlierern. Der Spezialmaschinenbauer enttäuschte vor allem beim Umsatz. Der auf Leuchtdioden-Anlagen spezialisierte Maschinenbauer Aixtron hingegen hob seine Jahresprognose für den Umsatz an. Die Aktien gewannen 1,50% auf 27,00 EUR./th/ck
--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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