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FRANKFURT (awp international) - Ohne neue positive Impulse hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch nicht an seine Erholung vom Vortag angeknüpft. Der Dax verlor bis zum frühen Nachmittag 1,26 Prozent auf 7.171,45 Punkte. Händlern zufolge bleiben die aktuellen Risikofaktoren erhalten, während die Katalysatoren für eine Ausweitung des "grundlosen" Anstiegs vom Vortag fehlten. Der MDax mittelgrosser Werte rutschte nach seinem freundlichem Start zuletzt mit 0,54 Prozent ins Minus auf 10.635,42 Punkte. Der TecDax fiel um 1,15 Prozent auf 881,95 Punkte.
Das Problem Griechenland sei nicht gelöst worden und schwebe daher weiter wie ein Damoklesschwert über dem Markt, sagte Analyst Christoph Schmidt vom Asset Manager NMF AG. Entsprechend setzten Gewinnmitnahmen in dem aktuell nervösen Markt besonders schnell ein. Auch der grosse Verfall an den Terminbörsen am Freitag werfe seine Schatten voraus. Aktienhändler Stefan Söllner von der Postbank zufolge ist es entscheidend wichtig, dass der Dax die Marke von 7.000 Punkten nachhaltig behauptet. Dann könnte der Leitindex nach einer Konsolidierungsphase wieder nach oben klettern. Am Nachmittag trübten dann überraschend schlechte US-Daten die Stimmung nochmal deutlich ein und diese schickten die Aktienmärkte auf ihr bisheriges Tagestief.
ADIDAS TROTZEN NACH HOCHSTUFUNG DEM NEGATIVEN TREND
Wie schon am Vortag bewegten Analystenkommentare die Einzelwerte, zumal klare Impulse von der Nachrichtenseite weiter fehlten. Adidas-Aktien behaupteten sich mit plus 0,75 Prozent auf 50,89 Euro an der Dax-Spitze. HSBC hat die Titel des Sportartikelherstellers von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 50,00 auf 65,00 Euro erhöht. Die Experten begründeten dies mit nun höheren Prognosen für den Umsatz, den zudem bessere Margen begleiten dürften.
Am Indexende standen wegen Gewinnmitnahmen die zuletzt deutlich gestiegenen Aktien von ThyssenKrupp mit minus 2,80 Prozent auf 33,885 Euro. RWE stoppten ihren Erholungsversuch und sackten um 2,47 Prozent auf 37,900 Euro ab. Citigroup-Analystin Sofia Savvantidou sieht bei dem Versorger ein hohes Risiko einer Kapitalerhöhung um bis zu 5 Milliarden Euro, um die Bilanz aufzupolieren. Bankenwerte verloren dagegen zuletzt nur noch mit dem Markt, nachdem der Sektor zunächst unter der anhaltenden Unsicherheit um Griechenland und der aufgrund dessen angedrohten Abstufung französischer Institute durch Moody's stärker gelitten hatte. Deutsche-Bank-Aktien verloren 1,16 Prozent auf 39,755 Euro.
FRAPORT PROFITIEREN VON POSITIV BEWERTETEN PASSAGIERZAHLEN
Nach einem Fluggast-Rekord im Mai gewannen Fraport-Aktien im MDax 0,66 Prozent auf 54,50 Euro. Der Flughafenbetreiber knackte dank des Passagierbooms in Frankfurt erstmals in einem Mai die Fünf-Millionen-Marke. Das Frachtvolumen an Deutschlands grösstem Flughafen sei zwar eine kleine Enttäuschung, falle aber kaum ins Gewicht. Commerzbank-Analyst Johannes Braun wertet das "solide Wachstum" in der Gruppe im Mai positiv. Demag Cranes gaben dagegen trotz eines überwiegend positiv aufgenommenen Berichts der "Financial Times Deutschland" 0,62 Prozent auf 44,300 Euro ab. Grossaktionär Cevian fordert der Zeitung zufolge eine Einigung im Übernahmestreit um den Kranbauer, was Händlern zufolge Fantasie bringt.
Im TecDax rutschten Adva Optical am Indexende um 4,65 Prozent auf 4,304 Euro ab. Am Vorabend waren die Aktien des Telekommunikationsausrüsters laut Händlern wegen wieder aufgewärmter Spekulationen auf ein Interesse von Juniper angesprungen und mit einem Plus von fast sieben Prozent aus dem Handel gegangen. Aixtron-Aktien büssten 3,66 Prozent und 25,660 Euro ein. Als aktuellen Belastungsfaktor wertet ein Börsianer einen Bericht des IT-Branchendienstes Gartner, demzufolge 2012 ein Rückgang der Investitionen im Halbleiterbereich um 2,6 Prozent zu erwarten ist./fat/tih

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