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FRANKFURT (awp international) - Negative Konjunkturdaten aus der Eurozone und den USA haben den Dax am Donnerstag ins Minus gedrückt. Nach einen positiven Handelsauftakt fiel der deutsche Leitindex bis zum Nachmittag um 1,12 Prozent auf 6.139,04 Punkte. Am Mittwoch hatte der Dax bereits unter Gewinnmitnahmen gelitten und 1,08 Prozent verloren. Für den MDax ging es um 1,38 Prozent abwärts auf 8.593,99 Punkte. Der TecDax sank um 1,03 Prozent auf 765,88 Punkte.
Der Dax sei in einer Phase der Festigung und Stabilisierung, nachdem er sich am Dienstag zwischenzeitlich bis auf knapp 50 Punkte an sein Jahreshoch von 6.386 Punkten herangetastet habe, sagte Händler Udo Becker von der Münchener Privatbank Merck Finck & Co. An nachrichtenarmen Tagen wie diesen suchten die Anleger nach Anlässen, die einen Verkauf rechtfertigen. Insofern hätten die Investoren negativ auf die Nachricht reagiert, dass sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Eurozone im September weiter eingetrübt hat. Zudem waren die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten schlechter als erwartet ausgefallen.
Stahlwerte gerieten in ihren jeweiligen Indizes besonders deutlich unter Druck. ThyssenKrupp etwa verloren 2,65 Prozent auf 23,115 Euro und Klöckner & Co (KlöCo) sackten am MDax-Ende um 5,69 Prozent ab auf 15,74 Euro und Salzgitter folgten mit minus 3,95 Prozent auf 47,83 Euro. Händler verwiesen auf negative Kommentare der UBS und von Merrill Lynch. Laut der letztgenannten Bank fallen die Stahlpreise. Vor allem für Karbonstahl-Spezialisten, wie es die deutschen Unternehmen sind, seien die Nachrichten zunehmend negativ.
RWE ÜBERPRÜFT DIVIDENDENPLANUNG
Die RWE-Aktien büssten etwas mehr als zwei Prozent ein, nachdem der Aufsichtsrat des Versorgers den Konzernumbau genehmigte und zugleich die Dividendenplanung überprüfen will.
Die verbesserte Stimmung im deutschen Einzelhandel, die so gut ist wie zuletzt vor zehn Jahren, verhalf indes der Metro-Aktie an die Dax-Spitze, wo sie um 1,45 Prozent auf 46,105 Euro zulegte. Die Papiere von Bayer gewannen als einziger weiterer Wert im Plus 0,73 Prozent zu auf 51,15 Euro hinzu. Der Chemie- und Pharmakonzern startet die Vermarktung seines Multiple Sklerose-Mittels Betaferon in China.
PROSIEBEN PROFITIEREN VON HOCHSTUFUNG
An der MDax-Spitze gewannen die Titel von ProSiebenSat.1 2,96 Prozent auf 16,865 Euro. Die Commerzbank stufte die Papiere des Fernsehkonzerns von "Add" auf "Buy" hoch und erhöhte das Kursziel von 17,00 auf 19,70 Euro. Die TV-Werbeausgaben dürften sich laut Analyst Dirk Voigtländer weiter erholen, sowohl in Deutschland als auch im Ausland./ck/ag

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