Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

FRANKFURT (awp international) - Die Unruhen in Ägypten hinterlassen am Montag auch am deutschen Aktienmarkt ihre Spuren. Der zunächst noch tiefer ins Minus gerutschte Dax baute seine Verluste allerdings bis zum Mittag leicht ab und büsste nur noch 0,37 Prozent auf 7.076,82 Punkte ein. In der ersten Handelsstunde war er um knapp ein Prozent abgesackt. Der MDax sank um deutlichere 1,11 Prozent auf 10.120,97 Punkte und der TecDax verlor 0,77 Prozent auf 861,27 Punkte.
Ägypten wird seit Tagen von schweren Protesten gegen die Regierung von Präsident Husni Mubarak erschüttert. Erst die "Jasmin-Revolution" in Tunesien, nun die Unruhen in Ägypten: Die angespannte Lage in der arabischen Welt treibt Börsianern Sorgenfalten auf die Stirn und schickt die Kurse an den wichtigsten Märkten in den Keller ? trotz ermutigender Konjunktur- und Unternehmensdaten. "Nordafrika ist zu einer Brutstätte sozialer Unruhen geworden", sagt Marktanalyst David Buik von BGC Partners in London. Ägypten gleiche einem "brodelnden Vulkan", die Entwicklung sei entmutigend. Für die Märkte sei es nicht gerade förderlich, wenn die Lage in mehreren ölproduzierenden Staaten unsicher erscheine.
LEONI BELASTET PRODUKTION IN DER REGION - AUTOWERTE LEIDEN AUCH UNTER UNRUHE
Einige Unternehmen gerieten wegen ihrer Verbindungen in die Region besonders in den Fokus. So rutschten Aktien von Leoni im MDax um 5,74 Prozent auf 30,560 Euro. Händler begründeten das damit, dass der Konzern dort Produktionsstätten unterhält. Nach Angaben des Analysten Marc-Rene Tonn von Warburg Research ist Tunesien für Leoni der wichtigste Produktionsstandort für Kabelbäume. Produziert wird aber auch in Ägypten.
Auch Automobilwerte gehörten zum Wochenauftakt zu den grössten Verlierern, die Papiere von Daimler führten die schwache Branche mit minus 2,08 Prozent auf 53,660 Euro an. Die Anleger fürchteten, dass die Unruhen in Ägypten den globalen Welthandel in Mitleidenschaft ziehen könnten, meinte Jürgen Pieper, Analyst beim Bankhaus Metzler.
WACKER CHEMIE MIT VORLÄUFIGEN ZAHLEN - FRESENIUS STÄMME MIT POSITIVEM DAX-START
Vorläufige Zahlen von Wacker Chemie standen ebenfalls im Fokus. Der Spezialchemiekonzern und Halbleiter-Zulieferer schloss das vergangene Jahr wie erwartet mit Rekordwerten ab. Gründe sind die rasche Erholung der Wirtschaft vom Krisen-Tief und die robuste Nachfrage in der Solarindustrie. Börsianer sprachen allerdings von einem "gemischten Bericht für 2010". Analyst Harald Gruber von Silvia Quandt Research schrieb in einem ersten Kommentar, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei etwas schlechter als erwartet. Er blieb aber wie auch die Commerzbank-Kollegen bei einer Kaufempfehlung. Wacker-Papiere legten nach schwachem Start zuletzt um 0,34 Prozent zu auf 133,95 Euro.
Nach dem Rechtsformwechsel haben die aus den bislang zwei Aktiengattungen verschmolzenen Stammaktien von Fresenius an diesem Montag einen erfolgreichen ersten Handelstag im Dax. Sie kletterten mit einem Plus von 1,50 Prozent auf 63,060 Euro an die Leitindex-Spitze. Mit der Eintragung der Beschlussfassungen der Hauptversammlung 2010 wurden alle Stammaktien der Fresenius SE zu stimmberechtigten Stammaktien der Fresenius SE & Co. KGaA. Zugleich wurden sämtliche stimmrechtslosen Vorzugsaktien der Fresenius SE obligatorisch in stimmberechtigte Stammaktien der Fresenius SE & Co. KGaA umgewandelt.
MERCK KGAA PROFITIEREN VON 'FTD'-BERICHT
Papiere der Merck KGaA profitierten mit plus 0,79 Prozent auf 62,43 Euro von einem Pressebericht. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, ist der Pharma- und Chemiekonzern "plötzlich offen für einen Verkauf der Sparte für Verbraucherprodukte". Entschlösse sich Merck zum Verkauf, würde der Konzern voll ins Risiko gehen und sich auf das Geschäft mit forschungsintensiven und patentgeschützten Präparaten konzentrieren, so die Zeitung. Ein Händler sagte: "Die Geschichte taucht immer mal wieder auf. Die Trennung ist eine Forderung von Analysten für eine Neubewertung." Er hielt bereits eine überdurchschnittliche Kursentwicklung für möglich./ag/rum
---Von Alexander Gibson und Christian Schultz, dpa-AFX---

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???