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FRANKFURT (awp international) - Beflügelt von kräftigen Kursgewinnen bei den Telekom-Aktien und der Hoffnung auf eine Entspannung in Japan ist der deutsche Aktienmarkt am Montag sehr freundlich in die neue Woche gestartet. Der in der Vorwoche vom drohenden atomaren GAU in Japan belastete Dax stieg am Nachmittag um 1,98 Prozent auf 6.796,16 Punkte. Für den MDax der mittelgrossen Werte ging es um 1,50 Prozent auf 10.001,99 Punkte nach oben. Die Technologiewerte im TecDax gewannen 2,66 Prozent auf 891,73 Punkte.
Nach einer möglicherweise etwas übertriebenen Kursreaktion in der Vorwoche sei der Markt erst einmal zur Ruhe gekommen, fasste Chefhändler Matthias Jasper von der WGZ Bank das Geschehen zusammen. Eine grosse Stütze gebe es dabei durch die kräftig anziehenden Telekom-Aktien, die allein für einen Grossteil der Aufschläge beim Dax verantwortlich seien. Bezüglich Japan gelte nun das Motto "keine Nachrichten sind gute Nachrichten", meinte der Experte. Auch Libyen sei beherrschbar und die Schuldenkrise in Europa ohnehin etwas in den Hintergrund gerückt. "Wenn keine neuen Hiobsbotschaften reinkommen, gibt es Chancen, dass der Dax in Richtung der 7.000 Punkte weiterläuft".
TELEKOM-AKTIEN SPRINGEN WEGEN VERKAUF VON T-MOBILE USA HOCH
Um mehr als 13 Prozent schnellten die Papiere der Deutschen Telekom auf 10,865 Euro in die Höhe, nachdem der Verkauf der Mobilfunktochter T-Mobile USA verkündet worden war. Die US-Sparte geht für rund 28 Milliarden Euro an den US-Telekomkonzern AT&T. Die Telekom trennt sich damit zwar von einem Drittel ihres Geschäfts, am Markt wurde dies jedoch als Befreiungsschlag gewertet. Ein Börsianer sah darin das wohl wichtigste Problem der Telekom gelöst und sprach von einem sehr attraktiven Preis. Fantasie im Sektor verhalf folglich auch den QSC-Titeln im TecDax um 6,05 Prozent nach oben.
Positives zu vermelden gab es auch bei den MAN-Papieren, die um 3,10 Prozent auf 83,57 Euro kletterten. Der Lastwagen- und Motorenbauer hatte im vergangenen Jahr dank der unerwartet kräftigen Konjunkturerholung wieder schwarze Zahlen geschrieben und stiess am Markt auf positive Reaktionen zur Auftragslage, der Dividende und dem Ausblick. Zudem will MAN die von Grossaktionär Volkswagen gewünschte Allianz mit Scania weiter vorantreiben.
SIEMENS PROFITIEREN VON MEDIENBERICHT - AUTOZULIEFERER IM BLICK
Um 2,06 Prozent auf 92,26 Euro nach oben ging es bei den Siemens-Titeln. Die Aktien profitierten von einem Bericht des "Spiegel", wonach Konzernchef Peter Löscher den Konzernumbau weiter vorantreibt. Bei den 2,76 Prozent festeren Lufthansa-Titeln wurde indes am Markt auf positive Analystenstimmen verwiesen. Vergleichsweise schwach zeigten sich Versorger, denen laut Händlern möglicherweise die Abschaltung weiterer Atomkraftwerke droht. Eon etwa büssten 0,21 Prozent ein, RWE hielten sich nur knapp im Plus.
Im MDax gehörten die Aktien von Automobilzulieferern zu den Gewinnern. Leoni legten um 3,87 Prozent auf 27,525 Euro zu und ElringKlinger gewannen 3,33 Prozent auf 22,640 Euro. Händler verwiesen auf einen Medienbericht, wonach der auf Plastikteile spezialisierte französische Autozulieferer Plastivaloire in Deutschland zukaufen möchte. Einem Börsianer zufolge kommen die beiden deutschen Unternehmen zwar wegen ihrer Grösse nicht als Ziele in Frage, dennoch bringe es etwas Fantasie in den Sektor. Mit minus 2,88 Prozent auf 33,695 Euro waren indes die jüngst gefragten Papiere der SGL Group das Schlusslicht. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen.
INDEXÄNDERUNGEN UND AIXTRON IM TECDAX IM BLICK
Im TecDax standen die am Montag umgesetzten Indexänderungen im Fokus. Papiere des Anbieters von Geräte- und Prozesslösungen Süss Microtec schnellten an der Spitze des TecDax um 7,75 Prozent auf 11,615 Euro hoch, was Händler auch mit einem insgesamt festen Halbleitersektor begründeten. Aktien von Gigaset, hinter denen sich die Beteiligungsgesellschaft Arques verbirgt, rückten um 6,25 Prozent auf 4,250 Euro vor. Die beiden Aktien ersetzen die Titel der Solarunternehmen Manz Automation und Conergy .
Bei den 4,56 Prozent festeren Aixtron-Titeln wurde derweil auf ein am Markt kursierendes Gerücht verwiesen, wonach der US-Konkurrent Cree an dem auf Leuchtdioden-Anlagen spezialisierten Maschinenbauer interessiert sei. Ein Börsianer schränkte aber ein, dass Gerüchte dieser Art zuletzt recht häufig aufgetaucht seien. Nordex profitierten ferner mit plus 4,13 Prozent von der anhaltenden Diskussion über alternative Energiekonzepte./tih/gl

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