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AKTIEN FRANKFURT: Uneinheitlich - 'Markt tritt auf der Stelle'

Dieser Inhalt wurde am 13. November 2009 - 11:50 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Ohne eine klare Richtung hat sich der deutsche Aktienmarkt am Freitag uneinheitlich entwickelt. Ein Händler sprach von "zufallsgetriebenem Handel" mit wenig Volumen. Bis zum Mittag stieg der Dax um moderate 0,15 Prozent auf 5.672,66 Zähler. Der MDax fiel hingegen um 0,11 Prozent auf 7.889,82 Punkte und der TecDax verlor 0,36 Prozent auf 759,85 Zähler. Von der Konjunkturfront könnten am Nachmittag noch die US-Daten zum Handelsbilanzsaldo sowie das Konsumklima der Uni Michigan für Bewegung sorgen", erwartet Analyst Ben Potter von IG Markets. Unterdessen standen vor allem aus dem MDax die letzten Ausläufer der Berichtssaison auf der Agenda.
"Wir treten auf der Stelle und der Dax tut sich schwer damit, die Widerstandsmarke bei 5.669 Punkte nachhaltig zu überwinden", sagte Marktstratege Christian Schmidt von der Helaba. "Impulse fehlen, und ich sehe momentan auch nicht, wo sie herkomme sollten." Die Anleger warteten nun auf die Eröffnung an der Wall Street, doch diese habe dem deutschen Markt zuletzt auch keine Unterstützung geliefert. Zudem sei das Xetra-Handelsvolumen mit bisher knapp 18 Millionen Aktien "extrem niedrig".
Im Dax verloren die Daimler-Aktien nach negativen Aussagen des Managements 0,87 Prozent auf 33,785 Euro. Der Stuttgarter Autobauer plant im nächsten Jahr voraussichtlich weitere Kurzarbeit und schliesst 2010 auch einen weiteren Verlust nicht aus, wie der Daimler-Finanzvorstand der "Financial Times Deutschland" sagte. Ein Händler sagte dazu: "Das sind keine optimistischen Aussagen und vielleicht ein weiteres Signal für eine weiter nur flaue Erholung nächstes Jahr, was erneut Kostensenkungen erwarten lässt." Zudem verwies er darauf, dass Unternehmenschef Dieter Zetsche in anderen Medienberichte einen vorsichtigeren Ausblick für den US-Absatz gegeben habe als etwa GM oder Ford . Die Dax-notierten Stammaktien von Volkswagen (VW) fielen trotz einer Absatzsteigerung inmitten der weltweiten Absatzkrise am Indexende um 3,28 Prozent auf 95,00 Euro. Händler verwiesen hauptsächlich auf technische Gründe.
Dagegen gewannen die Anteilsscheine von Porsche trotz eines Milliardenverlustes wegen der gescheiterten VW-Übernahme 0,59 Prozent auf 52,71 Euro. Es wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 ein Vorsteuerverlust von 4,4 Milliarden Euro eingefahren, doch "zuvor hatte Porsche noch davor gewarnt, dass ein Verlust von fünf Milliarden Euro anfallen könnte", erinnerte Marktexperte Heino Ruland von Ruland Research.
Im MDax profitierten die Titel von IVG Immobilien laut Börsianern von der Zahlenvorlage und legten als Spitzenreiter um 8,14 Prozent auf 6,91 Euro zu. Das durch die Wirtschafts- und Finanzkrise stark unter Druck geratene Immobilienunternehmen dämmte im dritten Quartal seinen Verlust überraschend stark ein. Klöckner & Co (KlöCo) sieht weiterhin keine nachhaltige Belebung der Nachfrage, was die Aktie mit minus 4,32 Prozent auf 16,18 Euro an das Ende im MDax drückte. Einem Händler zufolge enttäuschten vor allem die Zahlen auf Basis der ersten neun Monate. "Auch der Ausblick ist sehr vorsichtig und verfehlte die Erwartungen." Trotz rückläufiger Zahlen drehten die Aktien von Bauer nach einem schwachen Auftakt mit 4,55 Prozent auf 29,16 Euro deutlich ins Plus. Börsianer sahen den Quartalsbericht des Bau- und Baumaschinenkonzerns moderat positiv. Zudem verwiesen sie auf die zuletzt vergleichsweise schwache Kursentwicklung.
Unter den Technologiewerten stiegen Drillisch nach Zahlen vom Vorabend um 2,36 Prozent auf 4,77 Euro. Der Mobilfunkanbieter profitierte auch nach neun Monaten bei seinem Ergebnis von der Beteiligung an der Freenet AG . Die Medigene-Aktien büssten dagegen 2,04 Prozent auf 3,85 Euro ein. Das Biotech-Unternehmen senkte im dritten Quartal den Verlust weniger stark als vom Markt erwartet und präzisierte die Prognose für 2009. SMA Solar steigerte im dritten Quartal unter dem Strich seinen Gewinn. Auch Umsatz und operatives Ergebnis (EBIT) legten - wie bereits im Oktober bekanntgegeben - zu. Bereits am Vortag hatte der Solartechnik-Hersteller seine Prognose zum zweiten Mal binnen eines Monats erhöht. Nach dem Kurssprung von knapp 18 Prozent am Vortag liessen nun aber Gewinnmitnahmen die Aktie um 3,34 Prozent auf 74,04 Euro fallen./gl/ck

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