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AKTIEN FRANKFURT: Uneinheitlich - ruhiger Handel ohne neue Impulse

Dieser Inhalt wurde am 09. Oktober 2009 - 15:10 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Ohne entscheidend neue Impulse haben sich die deutschen Aktienindizes am Freitag uneinheitlich entwickelt. Der Leitindex Dax bröckelte bis zum Nachmittag um 0,54 Prozent ab auf 5.685,45 Punkte, der MDax mittelgrosser Werte legte hingegen um 0,20 Prozent auf 7.488,56 Zähler zu. Der Dax hatte im Handelsverlauf zeitweise einen neuen Anlauf auf sein Jahreshoch gestartet, drehte aber 12 Punkte darunter wieder ab. Im Vergleich zum Vorwochenschluss steht bei dem Leitindex allerdings immer noch ein Plus von 4,24 Prozent zu Buche. Der TecDax verlor mit Solarwerten am Index-Ende zuletzt 0,45 Prozent auf 754,12 Punkte.
"Es gibt derzeit keine neuen Impulse, die den Markt entscheidend nach oben oder unten bewegen könnten", sagte Fondsmanager Thilo Müller von MB Fund Advisory. Vor dem Wochenende würden daher Gewinne mitgenommen. Auch die US-Daten am Nachmittag hätten den Markt nicht bewegt, sagte ein Börsianer. Im Verlauf habe sich die Stimmung ausgehend von den US-Futures, die unter dem etwas festeren US-Dollar litten, etwas verschlechtert. Auffällig positiv entwickelten sich unterdessen aus Müllers Sicht die Finanzwerte, während Versorger überraschend durchhingen. Aktuell liege der Markt in Lauerstellung. Er könnte sie aber in der kommenden Woche mit der an Fahrt gewinnenden Berichtssaison in den USA verlassen. Vor allem die US-Banken, die in den vergangenen Monaten den Takt an den weltweiten Aktienmärkte vorgegeben haben, werden mit ihren Bilanzen im Fokus stehen. Kann der Dax den "Deckel bei 5.750 Punkten wegsprengen", dann wäre der Weg Richtung 6.000 Punkte geebnet.
Rohstoffwerte zählten nach den jüngsten Kursgewinnen in dem Sektor zu den grössten Verlierern im Dax. Unter den Stahlwerten verbilligten sich Salzgitter um 1,98 Prozent auf 66,95 Euro. ThyssenKrupp stabilisierten sich im Verlauf und büssten zuletzt nur noch 0,46 Prozent auf 23,85 Euro ein. Auch die Versorger standen im Minus, wobei RWE 1,03 Prozent auf 62,69 Euro einbüssten. Die Aktien von K+S rutschten um 1,80 Prozent auf 38,21 Euro ab. Belastend wirkten laut Händlern Sorgen über fallende Kali-Preise. Am Markt kursierte die Nachricht, dass Kali für 340 bis 350 US-Dollar je Tonne nach China ausgeliefert werde. "Das ist deutlich unter den 460 Dollar je Tonne, die zuletzt mit Indien vereinbart wurden und erhöht damit die Sorge vor anhaltendem Preisdruck am Markt", sagte ein Börsianer.
An der Dax-Spitze standen dagegen die Aktien der Deutschen Börse mit plus 1,58 Prozent auf 57,08 Euro. Händlern zufolge wirkt eine Studie vom Vortag noch weiter positiv nach. Unicredit-Analyst Bernd Müller-Gerberding hatte den Börsenbetreiber von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 60,00 auf 66,00 Euro angehoben. Selbst ein nur moderates Wachstum der Handelsvolumina an der Terminbörse Eurex und bei der Abwicklungstochter Clearstream könne im nächsten Jahr zu einem attraktiven Gewinnwachstum führen, schrieb der Experte. Munich Re stiegen um 0,54 Prozent auf 113,06 Euro. Hier hatte JPMorgan die Kaufempfehlung bekräftigt und das Kursziel in einer Branchenstudie von 130 auf 131 Euro leicht angehoben.
Im MDax wurden die Stada-Aktien von einer positiven Studie um 5,10 Prozent auf 19,78 Euro nach oben getrieben. Merrill Lynch hat die Aktien des Generikaherstellers mit "Buy" und einem Kursziel von 24,00 Euro wieder aufgenommen. Hugo Boss stiegen nach einer Hochstufung durch Exane BNP von "Neutral" auf "Outperform" um 3,50 Prozent auf 27,83 Euro.
Die Leoni-Papiere gewannen 1,49 Prozent auf 15,70 Euro. Konzernchef Klaus Probst sagte im Gespräch mit der "Börsen-Zeitung", der Automobilzulieferer sei besser unterwegs als bislang gedacht. So dürfte der Umsatz im Gesamtjahr am oberen Ende der erwarteten Spanne liegen und der Nettoverlust könnte geringer als bislang befürchtet ausfallen. Tui verteuerten sich um 1,16 Prozent auf 6,980 Euro. Händlern zufolge wirkte eine Nachricht vom Vorabend weiter positiv. Nach der Gewährung einer Staatsbürgschaft über 1,2 Milliarden Euro stellen die Anteilseigner der Reederei Hapag-Lloyd ihre Finanzspritzen bereit./fat/ck

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