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AKTIEN FRANKFURT: Uneinheitlich - Warten auf US-Arbeitsmarktdaten

Dieser Inhalt wurde am 06. November 2009 - 12:40 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag nach freundlichem Start auf uneinheitliches Niveau zurückgefallen. Während der Dax am Mittag 0,10 Prozent tiefer bei 5.475,31 Punkten stand, legte der MDax 0,53 Prozent auf 7.054,69 Zähler zu. Der TecDax lag prozentual unverändert bei 750,05 Punkten.
Mit dem US-Arbeitsmarktbericht für Oktober steht das Hauptereignis für die Börsianer erst am Nachmittag an und zuvor bleibt der Markt wohl von starker Zurückhaltung geprägt, betonte Marktstratege David Jones von IG Index. Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der Beschäftigtenzahl ausserhalb der Landwirtschaft um 175.000 nach minus 263.000 im Vormonat. Nach der Erholung der Börsen im Verlauf dieser Woche müsste der Bericht aus Sicht von Jones aber wohl sehr negativ überraschen, um die deutlich aufgehellte Stimmung zu vermiesen.
Auf Unternehmensseite stehen die Zahlen der Deutschen Börse vom Vorabend sowie der Quartalsbericht der Hannover Rück in den Fokus. Der Frankfurter Börsenbetreiber hat am Vorabend Zahlen vorgelegt, die nach Einschätzung von Aktienhändler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade "schwächer als erwartet" ausgefallen sind. Die Aktien büssten 0,69 Prozent auf 54,82 Euro ein. Zuletzt hatten bereits Gerüchte über eine mögliche Gewinnwarnung ausgereicht, sagte Lipkow, um die Aktien innerhalb kurzer Zeit von über 62 Euro auf das jetzige Kursniveau von 55 Euro zu drücken. Allerdings zähle das dritte Quartal traditionell zu den schwächeren. Die Börse habe es dieses Mal besonders schwer gehabt, nachdem das Vorjahresquartal aufgrund extrem hoher Ordervolumen ein absolutes Rekordquartal gewesen sei. Equinet blieb bei "Accumulate".
Die Hannover Rück konnte dagegen mit ihrer Bilanzvorlage positiv überraschen. Die Aktien gewannen 3,10 Prozent auf 32,27 Euro. Bis auf die Bruttoprämien seien die Zahlen über den Erwartungen reingekommen, sagte ein Börsianer. Vor allem der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe gut ausgesehen. Darüber hinaus hob der Rückversicherer seine Prognose und kündigte eine Dividende von zwei Euro je Aktie an, was ebenfalls sehr gut klinge. Analyst Konrad Becker von Merck Finck sieht den neuen Gewinnausblick genauso wie die angepeilte Dividende über seinen Prognosen.
Andere Dax-Werte wurden von Zahlen der europäischen Branchenkollegen bewegt. Lufthansa-Aktien setzten sich mit plus 4,19 Prozent auf 11,190 Euro an die Dax-Spitze. British Airways rutschte zwar im ersten Geschäftshalbjahr auch wegen schrumpfender Passagierzahlen im Premium-Segment tiefer in die Verlustzone. Die Aktien legten aber mehr als sechs Prozent zu. Beiersdorf legten nach Zahlen des Konkurrenten L'Oreal 0,14 Prozent auf 41,71 Euro zu. Die Umsätze des französischen Kosmetikkonzerns sind zwar im dritten Quartal auf vergleichbarer Basis wieder gestiegen, eine weltweite Nachfragebelebung sehen sie aber nicht. L'Oreal-Aktien blieben daher mit minus zwei Prozent schwach am EuroStoxx-Ende.
Bankenwerte zählten unterdessen zu den Dax-Favoriten: Deutsche Bank verteuerten sich um 1,40 Prozent auf 48,690 Euro und Commerzbank gewannen 1,31 Prozent auf 6,960 Euro. Einige Börsianer sprachen von Nachholbedarf nach der jüngsten Kursschwäche, andere verwiesen auf positive Vorgaben aus den USA. Dort hätten die Banken von einem positiven Kommentar des renommierten Analysten Richard Bove von Rochdale Securities profitiert. Dieser hält weitere kräftige Kursgewinne der Aktien der US-Grossbanken für möglich.
Fuchs Petrolub legte unterdessen für die ersten neun Monate endgültige Zahlen vor, die einem Börsianer zufolge "ohne grosse Überraschung" geblieben sind. Der Schmierstoff-Hersteller peilt bei seinem operativen Gewinn eine geringere Lücke zum Vorjahr an als bisher erwartet und hob die Ergebnisprognose an. Der Umsatzrückgang sollte sich im Schlussquartal im Vergleich zu den drei ersten Quartalen deutlich verlangsamen, teilte der im MDax notierte Konzern mit. Dem Börsianer zufolge sind die endgültigen Zahlen "einen Hauch besser als die vorläufigen". Die Aktien legten daraufhin 1,51 Prozent auf 58,50 Euro zu./fat/dr
---Von Frederik Altmann, dpa-AFX---

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