Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag schwächer in die neue Woche gestartet. Mangels richtungsweisender Impulse lag der deutsche Leitindex Dax gegen Mittag mit 0,23 Prozent im Minus bei 7.059,18 Punkten. Für etwas Zurückhaltung sorgt auch das Treffen der EU-Finanzminister, die über eine mögliche Verstärkung des Rettungsschirms für hoch verschuldete Mitgliedsstaaten reden wollen. Noch etwas deutlicher waren die Abschläge bei den übrigen Indizes: Der Index mittelgrosser Werte MDax gab um 0,61 Prozent auf 10.238,63 Punkte nach und für den TecDax ging es gar um 0,76 Prozent nach unten auf 873,15 Punkte.
Händler Jörg Heineke von der Investmentgesellschaft TAO Capital GmbH sprach angesichts einer nachrichtenarmen Lage von Gewinnmitnahmen, nachdem der Dax am Freitag seine zwischenzeitlichen Verluste noch wettmachen konnte. "Bei einer insgesamt dünnen Handelsaktivität sind die Bewegungen eher vom Zufall getrieben." Wegen des Feiertags in den USA rechne er auch im weiteren Tagesverlauf nicht mit klaren Impulsen, die erst im Laufe der Woche vom weiteren Fortschreiten der Berichtssaison in den USA zu erwarten seien.
THYSSENKRUPP WEITERHIN VOM HIPPE-ABSCHIED BELASTET
Nachdem die Papiere von ThyssenKrupp bereits am Freitag unter dem angekündigten Weggang von Finanzchef Alan Hippe gelitten hatten, sorgten an diesem Montag nun Analystenkommentare für ein Minus von 1,29 Prozent auf 30,305 Euro. Nik Oliver von Merrill Lynch etwa stufte die Aktien von "Buy" auf "Neutral" ab und reduzierte das Kursziel von 41,00 auf 34,00 Euro. Hippe habe dafür gesorgt, dass der Wert des Stahlkonzerns mittels Restrukturierungen und Veräusserungen gestiegen sei, doch nun sei die weitere Strategie vorerst nicht klar zu erkennen. Analysten der Commerzbank und von JPMorgan sahen den Abschied ebenfalls als grundsätzlich negativ an, relativierten allerdings die erwarteten Nachwirkungen.
Aufwärts ging es indes bei den Versorgertiteln von Eon und RWE , die mit plus 1,36 Prozent auf 24,165 Euro und 0,58 Prozent auf 53,58 Euro zu den grössten Gewinnern im Dax zählten. Ein Händler verwies auf Aussagen von Eon-Chef Johannes Teyssen. Wie dieser im Gespräch mit dem "Handelsblatt" erklärte, will er den Emissionshandel als zentrales Element der europäischen Klimapolitik gestärkt sehen. Nationale Regelungen, wie erneuerbare Energiegesetze oder Kohlesubventionen, würden das System dagegen schwächen. Darüber hinaus setzten Investoren an diesem Tag auf defensive Werte, zu denen die Versorger auch zählten.
INFINEON NACH BNP-STUDIE GEFRAGT
Positiv wirkte sich ein Analystenkommentar bei den Papieren von Infineon aus, die 0,57 Prozent auf 7,382 Euro gewannen. Analyst Jerome Ramel von Exane BNP Paribas rechnet mit weiterhin hoher Nachfrage der Autoindustrie und hob das Kursziel für die Aktien des Halbleiterkonzerns bei bestätigtem "Outperform"-Votum von 8,00 auf 8,50 Euro an. Er gehe daher davon aus, dass das zweite Quartal deutlich besser als üblich verlaufen dürfte und auch die Jahresprognose vor diesem Hintergrund zu konservativ sein könnte.
Im MDax litten die Aktien von EADS und MTU unter einem Bericht des "Handelsblatts". Demnach steht die Finanzierung für das militärische Transportflugzeug A400M vor einer entscheidenden Haushaltssitzung der Bundesregierung am kommenden Mittwoch auf der Kippe. EADS verloren 0,19 Prozent auf 20,65 Euro, Papiere des Triebwerkherstellers MTU rutschten um 0,86 Prozent auf 54,03 Euro ab. Heidelberger Druckmaschinen litten am Indexende mit einem Minus von 1,88 Prozent unter Aussagen des Druckdienstleisters Schlott, der einen Rückschlag bei seinen Restrukturierungsbemühungen hinnehmen musste.
ZAHLEN IM TECDAX IM FOKUS
Kräftige Kursverluste gab es bei einigen Einzelwerten im TecDax . Die Papiere des Kleincomputerherstellers Kontron sackten um 5,48 Prozent auf 8,762 Euro ab, nachdem dieser am Freitag nach Börsenschluss vorläufige Zahlen präsentiert hatte. Trotz eines Rekordumsatzes im vierten Quartal standen im vergangenen Jahr operativ rote Zahlen zu Buche. Börsianer zeigten sich von der operativen Marge im vierten Quartal und dem Margenausblick enttäuscht.
Dialog Semiconductor rutschten nach Umsatzzahlen um 3,32 Prozent auf 18,175 Euro ab. Dabei verbuchte der Schaltkreis-Hersteller im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz und übertraf seine eigene Prognose. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen und hoben ausserordentliche Aufwendungen etwas negativ hervor. Auch SMA Solar gaben nach Aussagen zu den Jahren 2010 und 2011 um 1,50 Prozent auf 62,25 Euro nach./tih/ag

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???