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FRANKFURT (awp international) - Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende haben den Dax am Freitag unter Druck gesetzt. Der Leitindex sank um 0,99 Prozent auf 6.014,74 Punkte, nachdem er im Handelsverlauf sogar fast unter die Marke von 6.000 Punkten gefallen wäre. Am Vortag hatte der Leitindex nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA bereits knapp zwei Prozent verloren. Für den MDax ging es am Freitag um deutlichere 1,56 Prozent auf 8.215,32 Punkte nach unten und der TecDax fiel um 1,32 Prozent auf 741,52 Punkte.
Angesichts der wieder trüberen Konjunkturaussichten seien die Anleger etwas verunsichert und hielten sich mit Engagements am Aktienmarkt zurück, sagte Helaba-Analyst Adrian Cole. Im recht nachrichtenarmen Umfeld seien zudem die Umsätze sehr niedrig, so dass einige private Investoren Kasse gemacht hätten. Anfang August hatte der Dax immerhin noch neue Jahreshöchststände markiert.
MERCK KGAA WEGEN NEGATIVER NACHRICHTEN VON SHARP IM MINUS
Im Dax sanken die Aktien von Merck um 1,37 Prozent auf 67,13 Euro. Börsianer begründeten dies mit negativen Nachrichten vom japanischen Elektronikkonzern Sharp , der wegen voller Lager in den USA seine Produktion von LCD-Displays für Flachbildschirme zurückfahren will.
Auch die Aktien von Autobauern und Zulieferern wurden gemieden. Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank zufolge bezweifeln viele Anleger nach den jüngst "fulminanten" Branchendaten, dass angesichts der schlechten US-Konjunkturzahlen die Euphorie mit Blick auf die Autoabsätze aufrecht erhalten werden kann. BMW-Aktien etwa fielen um 1,95 Prozent auf 42,005 Euro und Papiere von Daimler sanken um 1,27 Prozent auf 39,375 Euro. Im MDax mussten die Aktien der Zulieferer Continental , ElringKlinger und Leoni Verluste von 1,70 bis 3,41 Prozent hinnehmen.
EADS LEIDEN UNTER ABSTUFUNG UND BRITISCHEN SPARPLÄNEN
Ebenfalls im Index der mittelgrossen Werte fielen die Papiere des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS um 2,03 Prozent auf 17,85 Euro. Börsianer verwiesen als hauptsächlichen Belastungsgrund auf eine Abstufung durch Nomura. Das japanische Analysehaus hatte die Einstufung der Papiere von "Buy" auf "Neutral" gesenkt. Das Chance-/Risikoverhältnis der Titel habe sich verschlechtert, hiess es. Zuvor hatten Händler und Analysten auf geplante Kürzungen im Verteidigungsbudget Grossbritanniens hingewiesen. Laut Analyst Frank Skodzik von der Commerzbank könnten die Sparpläne der Briten auch den Eurofighter betreffen. EADS ist Mitglied des Konsortiums, das den europäischen Kampfflieger baut.
Wirecard-Titel waren indes erneut gefragt und gewannen an der TecDax-Spitze 2,07 Prozent auf 8,712 Euro. Händler verwiesen auf Spekulationen um ein mögliches Interesse von Visa an dem Zahlungsabwickler. Als möglicher Preis würden 10,00 Euro je Aktie am Markt genannt, sagte ein Händler. Andere Börsianer winkten mit dem Blick auf Visa ab, sehen aber American Express (Amex) als möglichen Interessenten. Am Vortag hatte der Kreditkarten-Anbieter Mastercard angekündigt, den britischen Zahlungsabwickler DataCash für 333 Millionen Pfund übernommen zu wollen. Daraufhin hatten die Wirecard-Aktien bereits von aufkeimender Übernahmefantasie profitiert und deutlich zugelegt.
Die Papiere von Conergy weiteten ihre Vortagesverluste aus und fielen um 10,04 Prozent auf 0,60 Euro. Der designierte Firmen-Chef Andreas von Zitzewitz hatte am Donnerstag völlig überraschend das Hamburger Solarunternehmen verlassen. Zu den genauen Gründen machte Conergy keine Angaben, in Firmenkreisen war die Rede von unüberbrückbaren Differenzen mit dem Kontrollgremium./la/gl

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