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FRANKFURT (awp international) - Der feste Ölpreis hat den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch weiter belastet. Der Dax verlor gegen Mittag 0,70 Prozent auf 7.172,80 Punkte, nachdem er am Vortag seine zweitägige Aufwärtsbewegung abgebrochen und letztlich im Minus geschlossen hatte. Der MDax der mittelgrossen Werte lag gar mit 1,36 Prozent im Minus bei 10.164,16 Punkten und auch der TecDax büsste 0,66 Prozent auf 894,22 Punkte ein.
Frank Geilfuss vom Bankhaus Löbbecke verwies auf die nach wie vor ungeklärten Verhältnisse in Nahost und in Nordafrika. Vor allem ein mittlerweile wieder angestiegener Ölpreis habe die Kurse gedrückt. "Für eine Entlastung braucht der Markt ein klares Signal, dass die Ölversorgung nicht bedroht ist", so der Experte. US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte am Vortag vor dem US-Senat betont, dass er zwar zunächst nicht mit Auswirkungen durch den Ölpreis rechne, ein anhaltender Schub aber zu einem schwächeren Wachstum und einer höheren Inflation führen könnte. Am Nachmittag stehen noch Konjunkturdaten aus den USA auf dem Programm, wegen der geopolitischen Sorgen messen Börsianer diesen allerdings nur eine geringere Bedeutung bei.
ADIDAS LEGEN NACH ZAHLEN ZU ? DIVIDENDE ÜBER DEN ERWARTUNGEN
Zahlen gab es am Mittwochmorgen bereits von Adidas . Der Sportartikelhersteller hat im WM-Jahr 2010 wie erwartet einen Umsatzrekord eingefahren und sein Ergebnis mehr als verdoppelt, worauf die Papiere an der Dax-Spitze mit plus 2,20 Prozent auf 47,54 Euro zu den wenigen Gewinnern gehörten. Positiv hoben Börsianer vor allem die deutlich über den Erwartungen liegende Dividende hervor und zudem habe auch der Umsatz die Schätzungen leicht übertroffen.
Am Ende vom Dax versammelten sich indes vor allem die Aktien der Autobauer, obwohl die deutschen Hersteller ihre Verkäufe im Februar auf dem US-Markt erneut teilweise zweistellig gesteigert haben. Angesichts des schwachen Marktumfelds sahen Börsianer die Absätze in den USA aber ohnehin nicht als Impulsgeber. Daimler büssten 2,03 Prozent auf 49,985 Euro ein, BMW-Titel gaben um 1,83 Prozent auf 58,58 Euro nach und Volkswagen (VW) verloren 1,49 Prozent auf 119,15 Euro.
MERCK MIT CLADRIBIN IM FOKUS ? SPRINGER RUTSCHEN NACH ZAHLEN AB
Merck KGaA konnten anfänglich deutliche Verluste fast wieder ausgleichen und lagen zuletzt nur noch knapp mit 0,15 Prozent im Minus bei 64,90 Euro. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte mitgeteilt, dass über den Zulassungsantrag für das Multiple-Sklerose-Medikament Cladribin in seiner jetzigen Form nicht positiv entschieden werden kann. Von der Behörde wurden weitere Angaben über die Risiken und den Nutzen angefordert. Laut Martin Possienke von Equinet war der Rückschlag aber erwartet worden und dürfte daher in den Schätzungen vieler Experten ohnehin keine Rolle mehr spielen.
Weiter nach oben ging es im MDax bei den 3,22 Prozent festeren Papieren der SGL Group . Grossaktionär Skion sieht sich nach dem am Vortag bekannt gewordenen Einstieg von VW in Alarmstimmung versetzt. Ein Sprecher des Investmentvehikels der BMW-Grossaktionären Susanne Klatten stellte daraufhin eine Aufstockung der Anteile auf eine Sperrminorität in Aussicht. Händler sahen darin den Beginn einer möglichen Übernahmeschlacht. Papiere der Verlagsgruppe Axel Springer rutschten indes nach gemischt ausgelegten Zahlen am Indexende um 6,58 Prozent auf 112,10 Euro ab. Trotz eines Rekordjahres sei insbesondere der Gewinn für 2010 etwas höher erwartet worden, hiess es. Verwiesen wurde allerdings auch auf Gewinnmitnahmen./tih/ag

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