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FRANKFURT (awp international) - Vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen von JPMorgan haben sich die Anleger am Freitag zurückgehalten. Der Dax war im frühen Handel zwar kurz wieder über die Marke von 6.000 Punkten gestiegen, sank dann aber um 0,31 Prozent auf 5.970,15 Zähler. Noch deutlichere Verluste verbuchte der TecDax . Wegen Sorgen um eine früher als erwartete Kürzung bei den Solarsubventionen fiel der Auswahlindex für Technologiewerte um 1,45 Prozent auf 850,36 Punkte. Für den MDax ging es um 0,13 Prozent auf 7.934,60 Punkte nach unten.
Laut Händler Udo Becker von der Privatbank Merck Finck lassen die Anleger auch deshalb Vorsicht walten, weil die US-Börsen am kommenden Montag wegen eines Feiertages geschlossen bleiben. Insofern sei auch das Handelsvolumen recht dünn. Ferner steht der kleine Verfall an den Terminmärkten an, der ebenfalls für Bewegung sorgen dürfte. An diesem Freitag verfallen Optionen auf den Dax und auf Aktien.
Am Dax-Ende verloren die Aktien von SAP nach gemischten Analystenkommentaren 2,70 Prozent auf 34,395 Euro. Händler verwiesen unter anderem auf eine Herabstufung durch Morgan Stanley. Die Experten hatten die Papiere nach den am Vortag präsentierten Quartalszahlen von "Overweight" auf "Equal-Weight" herabgestuft und das Kursziel auf 37,00 Euro belassen. Ein Kurspotenzial von nur noch drei Prozent sei zu gering für eine "Overweight"-Einstufung, schrieb Analyst James Dawson. Die Commerzbank beliess indes ihr Anlageurteil auf "Hold" und das Kursziel auf 31,50 Euro. Die Software-Umsätze im vierten Quartal hätten am oberen Ende der Markterwartungen gelegen.
Die Autowerte gehörten nach Zulassungszahlen zu den schwächeren Aktien im Dax. Der europäische Automarkt schloss zwar das abgelaufene Jahr versöhnlich ab, da die Zahl der Neuzulassungen im Dezember im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 1,074 Millionen Stück gestiegen sei, teilte der Herstellerverband ACEA mit. Analyst Robert Heberger von Merck Finck verwies aber darauf, dass die Zahlen in den drei grössten europäischen Ländern Deutschland, Frankreich und Italien von den staatlichen Abwrackprämien beeinflusst worden seien. "Ich bleibe bei meinem vorsichtigen Blick auf die deutschen Hersteller", betonte Heberger. Volkswagen sanken um 0,68 Prozent auf 63,07 Euro und Daimler fielen um 0,58 Prozent auf 36,885 Euro. Für BMW ging es um 0,85 Prozent auf 31,62 Euro runter.
Die Aktien von Infineon Technologies aber legten um 0,14 Prozent auf 4,168 Euro zu. Der weltgrösste Chiphersteller Intel hatte am Donnerstag nach Börsenschluss Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt und demnach nahtlos an die Boomzeiten angeknüpft. Harald Schnitzer, Analyst bei der DZ Bank, bleibt derweil positiv für die gesamte Halbleiterbranche und erwarte ein Marktwachstum von 15 bis 20 Prozent im laufenden Jahr. Seine Favoriten blieben Infineon, Dialog Semiconductor und Elmos Semiconductor .
Solarwerte mussten im TecDax deutliche Verluste hinnehmen. Ein Händler verwies als Belastung auf Berichte, wonach die Förderung des Solarstroms bereits im April gekürzt werden soll. Je nach Marktlage würden zudem von 2011 an weitere jährliche Kürzungen hinzukommen. Das Bundeskabinett soll im Februar über eine Vorlage von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) entscheiden, hiess es. Eine Sprecherin des Umweltministeriums wollte das Vorhaben indes nicht bestätigen. Bei vielen Analysten aber überwog schon jetzt die Skepsis. Die Papiere von SMA Solar sackten am Indexende um 7,97 Prozent auf 95,44 Euro ab und die Titel von Q-Cells verbilligten sich um 5,94 Prozent auf 11,635 Euro. Aktien von Solarworld fielen um 4,82 Prozent auf 14,92 Euro.
Anteilsscheine von Fraport hingegen legten im MDax um 0,49 Prozent auf 37,66 Euro zu. Der Frankfurter Flughafenbetreiber hatte 2009 einen weniger starken Passagierrückgang erlitten als angekündigt. Per-Ola Hellgren, Analyst der Landesbank Baden-Württemberg, sprach zudem von einer starken Entwicklung beim Frachtaufkommen. Aktien von Wincor Nixdorf gewannen nach einem positiven Analystenkommentar der UBS 2,90 Prozent auf 50,62 Euro. Der Geldautomaten- und Kassensystem-Hersteller habe es geschafft, die Erwartungen für die Erstquartalszahlen niedrig zu halten, die am 25. Januar veröffentlicht würden, schrieb Analyst Sven Weier. Nach einer negativ aufgenommen Studie der ING jedoch verloren die Titel von HeidelbergCement 3,10 Prozent auf 49,805 Euro./la/gl
---- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ----

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