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FRANKFURT (awp international) - Inmitten der auf Hochtouren laufenden Berichtssaison hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch an seine Kursgewinne vom Vortag angeknüpft. Der deutsche Leitindex Dax kletterte gegen Mittag um 0,71 Prozent auf 7.554,76 Punkte. Der Index mittelgrosser Werte MDax legte 0,40 Prozent auf 10.874,02 Punkte zu. Der TecDax gewann 0,64 Prozent auf 936,27 Punkte.
"Der Bären geht aktuell die Phantasie aus", begründete Marktstratege Thilo Müller von MB Fund Advisory die weiter steigenden Kurse. Die Katastrophe in Japan, die Unruhen in Nahost und die Sorgen um Griechenland habe der Markt jüngst mit einem Schulterzucken weggesteckt. "Die positiven Unternehmensdaten treiben die Kurse an", so der Experte. Der Leitindex Dax sei weiterhin im Aufwärtstrend und bewege sich so in unmittelbarer Reichweite der Jahreshöchststände.
EON TROTZ GEWINNRÜCKGANG GEFRAGT - AUCH K+S LEGEN ZU
Eon-Papiere reagierten zunächst nur mit wenig Bewegung auf vorgelegte Ergebnisse, waren zuletzt dann aber mit einem Aufschlag von 1,50 Prozent auf 21,62 Euro sogar unter den Favoriten im Dax zu finden. Dabei hat der Versorger zum Jahresauftakt einen erwartet deutlichen Gewinnrückgang erlitten. Wegen dem Verkauf des britischen Stromnetzes kürzte er zudem seine Gewinnprognose für 2011. Am Markt begründet wurden die Kursgewinne damit, dass die vergleichsweise schwachen Versorgeraktien etwas Nachholbedarf hätten. Auch RWE-Titel lagen im Schlepptau mit 1,02 Prozent im Plus.
Papiere von K+S stiegen nach finalen Zahlen und einem optimistischen Analystenkommentar um 0,96 Prozent auf 54,49 Euro. Laut Händlern haben die Ergebnisse aber den vorläufigen Eckdaten entsprochen. Die Schweizer Grossbank UBS stufte die Papiere derweil auf "Neutral" hoch. Analyst Joe Dewhurst rechnet mit weiteren Preissteigerungen bei Kalisalz und stockte daher seine Ergebnisschätzungen für 2011 bis 2013 auf.
KLÖCKNER RUTSCHEN AB - SPRINGER GEFRAGT
Kräftige Verluste gab es dagegen bei den Aktien von Klöckner & Co , die im MDax um 2,72 Prozent auf 24,885 Euro abrutschten. Der Stahlhändler schnitt im ersten Quartal laut Händlern zwar deutlich besser als erwartet ab. Allerdings plant das Unternehmen auch eine grosse Kapitalerhöhung von bis zu 50 Prozent noch in diesem Sommer, was Händler als Belastung ansahen. Mit einem Minus von 3,63 Prozent auf 80,81 Euro lagen Brenntag trotz guter Zahlen gar am Ende vom MDax.
Papiere des Spezialchemiekonzerns Lanxess haben derweil trotz eines Rekordquartals 3,42 Prozent auf 60,21 Euro nachgegeben. Begründet wurde dies mit Gewinnmitnahmen. Axel Springer dagegen kletterten nach Zahlen um 3,57 Prozent auf 111,80 Euro. Der Medienkonzern hat zum Jahresauftakt die Schwäche im deutschen Zeitungsmarkt mit einem deutlichen Wachstum im digitalen und internationalen Geschäft mehr als wett gemacht.
PHOENIX NACH SCHWACHEN ZAHLEN UNTER DRUCK
Kräftig um 3,91 Prozent auf 8,999 Euro aufwärts ging es bei den Papieren von Freenet . Die Ergebnisse des ersten Quartal des Mobilfunkbetreibers sind einem Händler zufolge besser ausgefallen als erwartet. Besonders positiv hob er den "starken Free Cashflow" hervor. Um 2,15 Prozent auf 4,76 Euro nach oben ging es ferner auch bei den Singulus-Titeln . Der Verlust des Spezialmaschinenbauers war im ersten Quartal niedriger als befürchtet ausgefallen.
Nordex legten 4,18 Prozent auf 6,584 zu. Nach einem Verlust zum Jahresauftakt äusserte sich Vorstandschef Thomas Richterich zuversichtlich, dass es nun vor Quartal zu Quartal besser wird. Der Windkraftanlagenbauer hatte zudem den Erhalt eines Grossauftrags zum Bau eines Windfeldes in Schweden vermeldet. Schwache Zahlen gab es derweil von Phoenix Solar , worauf die Papiere als Schlusslicht im TecDax um 3,96 Prozent auf 18,175 Euro absackten. Das Photovoltaik-Unternehmen ist tiefer als erwartet in die roten Zahlen gerutscht./tih/ag

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