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FRANKFURT (awp international) - Angesichts anhaltender Sorgen um Griechenland dürfte der deutsche Aktienmarkt mit einem Minus in die neue Handelswoche starten. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex notierte am Montagmorgen gegen 8.05 Uhr bei 7.097,78 Punkten und damit um 0,33 Prozent unter dem Xetra-Schlussstand vom Freitag. In der vergangenen Woche hatte der Dax insgesamt ein Minus von 0,60 Prozent eingefahren. Auch hier hatte vor allem die europäische Schuldenkrise die Märkte belastet.
Alles schaut gebannt auf die griechische Schuldenkrise und darauf, ob das griechische Parlament den Sparplänen der Athener Regierung zustimmen wird, sagte Marktstratege Ben Potter von IG Markets. "Das ist momentan der entscheidende Punkt." Das griechische Parlament wird am Dienstag und Mittwoch über das Sparprogramm beraten, bis Ende des Monats - also bis spätestens Donnerstag - muss Ministerpräsident Georgios Papandreou das Ganze durchs Parlament bringen. Negativ sind zudem die Vorzeichen aus Übersee. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones verlor seit dem Xetra-Schluss am Freitag 0,25 Prozent, und auch in Asien dominierten zum Wochenauftakt negative Vorzeichen.
BANKENWERTE IM BLICK - BESCHLUSS ZU KAPITALANFORDERUNGEN
Bankenwerte wie die Deutsche Bank könnten nach einem Beschluss der aus 27 Zentralbanken bestehenden Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zu höheren Kapitalanforderungen unter Druck geraten. Demnach soll es einen Zuschlag von 1,0 bis 2,5 Prozentpunkten für möglicherweise bis zu 30 systemrelevante Banken geben - zusätzlich zu den ohnehin schon nötigen sieben Prozent Kernkapital (Tier 1). Der Beschluss muss jedoch unter anderem noch von den G20-Staaten gebilligt werden. Ein Börsianer nannte die Beschlüsse nicht überraschend. Für die Bankenlobby in Brüssel seien sie aber allemal eine Enttäuschung. Unklar sei noch, ob sich die Commerzbank auf der Liste der systemrelevanten Banken befinde. Die Titel der Deutschen Bank zeigten sich vorbörslich bei Lang & Schwarz (L&S) bereits schwächer.
Mit Blick auf Henkel verwiesen Börsianer auf Aussagen von Konzernchef Kasper Rorsted. Dieser habe die finanziellen Ziele für 2012 zwar bestätigt, sie aber zugleich als "ambitioniert" bezeichnet. Ein Händler kommentierte, eine solche Wortwahl sei nicht gut. Allerdings überrasche sie angesichts der Kosten auch nicht wirklich. Vorbörslich zeigten sich die Henkel-Aktien zunächst kaum bewegt.
LUFTHANSA VORBÖRSLICH ETWAS FESTER - ÖLPREIS UND KOMMENTAR
Etwas fester entwickelten sich vorbörslich derweil die Lufthansa-Papiere. Dies begründeten Marktteilnehmer mit einem weiter nachgebenden Ölpreis und einem positiven Analystenkommentar.
Tui-Aktien könnten im MDax von Aussagen zur Entwicklung der Buchungszahlen profitieren. Tui-Deutschland-Chef Volker Böttcher hatte am Wochenende von zweistelligen Zuwachsraten bei Buchungen für die Sommersaison gesprochen. Börsianer betonten zudem, dass das Unternehmen die Preise erhöhen wolle, um höhere Kosten für Treibstoff und Lebensmittel auszugleichen. Nachrichten von einer gesunden Entwicklung der Buchungen sollten den Titeln helfen, kommentierte ein Händler. Im Fokus sein dürfte zudem der Tui-Aufsichtsrat, der am Montag zu einer ausserordentlichen Sitzung zusammenkommt, um über eine Vertragsverlängerung für Konzernchef Michael Frenzel zu beraten.
GERRY WEBER FOLGT TOGNUM IM MDAX - AKTIE BEI L&S IM PLUS
Bewegt werden dürften auch die Titel von Gerry Weber. Die Deutsche Börse hatte angekündigt, dass die Anteilsscheine des Modekonzerns von Mittwoch an Tognum im MDax ersetzen werden. Dafür wird Zooplus in den SDax aufrücken. Die Index-Änderung ist eine Folge dessen, dass Daimler und Rolls-Royce ihren gemeinsamen Anteil an dem Motorenbauer Tognum auf mehr als 94 Prozent ausgebaut hatten. Damit liegt der Anteil der frei handelbaren Tognum-Papiere nunmehr unter zehn Prozent.
Im TecDax wiederum sollten sich die Blicke der Anleger auf Evotec richten. Die Hamburger Biotechfirma hat für ihre Ionenkanal-Forschung eine Meilensteinzahlung erhalten. Eine Summe nannte die Gesellschaft jedoch nicht./chs/rum

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