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AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Etwas fester - Übersee-Börsen stützen

FRANKFURT (awp international) - Dank freundlicher Vorgaben aus Übersee dürfte sich der deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte etwas von den jüngsten Verlusten erholen. Für den X-Dax als ausserbörslichen Indikator ging es bis 8.10 Uhr auf 7.135 Punkte nach oben. Er lag damit 0,45 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs des Vortages, als es für den Leitindex Dax um 1,42 Prozent deutlich nach unten ging. Unterstützung bekam der Markt von den Börsen in den USA und Asien: Der Future auf den Dow Jones gewann 0,37 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Vortag. Auch die asiatischen Börsen tendierten am Morgen erholt, nachdem ein erneutes Nachbeben diesmal keine Tsunami-Warnung zur Folge hatte. Am Nachmittag könnten auf Datenseite die Einzelhandelsumsätze aus den USA für Bewegung sorgen.
Bevor am Nachmittag in den USA der Quartalsbericht von JPMorgan den Bankensektor in den Fokus rücken dürfte, sorgte hierzulande ein Pressebericht zur Deutschen Bank erst einmal für Gesprächsstoff. Dem "Wall Street Journal" (WSJ) zufolge plant der Branchenprimus eine Neuordnung seines US-Geschäfts, um Regulierungen zu entgehen, die eine milliardenschwere Kapitalerhöhung zur Folge haben könnten. Ein Börsianer sieht in dem Bericht allerdings keine Kursimpulse. "Das ist ein alter Hut - der Kapitalbedarf ist dem Markt bekannt." Die Bank habe bereits frisches Kapital in ihr wichtigstes US-Standbein Taunus Corp. nachgeschossen. Berichte über eine mögliche Unterkapitalisierung gab es bereits im Juni 2010. Die Aktien gehörten im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz (L&S) mit einem Plus von knapp einem Prozent zu den grösseren Gewinnern.
Über eine neue Konzernstrategie bei ThyssenKrupp dreht sich derweil ein Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD). Nach FTD-Informationen denkt der Vorstand darüber nach, Konzerngesellschaften mit mehreren Milliarden Euro Umsatz zu verkaufen. In der Diskussion sei etwa die Trennung von der Bautechnik, die sich auf Hafen- und Spezialtiefbau verlegt hat. Mit den Verkaufserlösen wolle der Stahlkonzern seine Schulden abbauen, hiess es in dem Bericht weiter. Nach Ansicht eines Börsianers dürfte sich der Bericht leicht positiv auf den Kurs auswirken. Bei L&S zogen die Anteile um mehr als ein Prozent an.
Daimler-Aktien sollten Marktteilnehmer nach einem Interview der "Börsen-Zeitung" mit dem Northeast-Asia-Chef Ulrich Walker im Blick behalten. Darin sagte Walker, bis 2015 sollen die Pkw-Verkäufe der Kernmarke Mercedes die Marke von 300.000 "wenigstens" erreichen. Im laufenden Jahr sollen die Verkäufe um etwa 20 Prozent zulegen. Wie ein Börsianer betonte, hatte der Stuttgarter Autobauer bereits am Montag seine Absatzprognose für China in diesem Jahr bekanntgegeben.
Daimler-Aktien dürften aber auch im Zusammenhang mit der geplanten Tognum-Übernahme ein Thema sein. Laut Medienbericht ergebe sich aus einem Wertgutachten ein angemessener Übernahmepreis für den Motorenhersteller zwischen 25 und 29 Euro. Bislang bieten der Autobauer Daimler und der Motorenhersteller Rolls-Royce 24 Euro je Tognum-Aktie. "Das klingt positiv und erhöht die Chance, dass Daimler und Rolls-Royce ihr Angebot noch aufstocken", sagte ein Händler./rum/fa

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