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AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Etwas fester erwartet - Hoffen auf eine Beruhigung

Dieser Inhalt wurde am 20. Mai 2010 - 08:18 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Nach den Verlusten am Vortag wird der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag wieder etwas erholt erwartet. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den Leitindex lag um 8.03 Uhr bei 5.998,60 Punkten und damit 0,17 höher als beim Xetra-Schluss am Mittwoch. Es gebe Zeichen, dass die Panikattacke der Märkte nach dem Verbot ungedeckter Leerverkäufe in Deutschland vorbei sei, schrieb Marktstratege Ben Potter von IG Markets. Dafür spreche, dass der Dow Jones am Mittwoch einen Teil seiner Verluste aus dem Tagesverlauf wieder wettmachen konnte. Der Future auf den Dow Jones stieg seit dem Xetra-Handelsschluss um 0,21 Prozent. Negativ sind die Vorgaben aus Japan: In Tokio notierte der Nikkei-225-Index im Minus. Am Nachmittag stehen in den USA noch Konjunkturdaten an. Bewegen könnten die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und das Geschäftsklima in der Region Philadelphia.
Im Blick der Anleger stehen Stahlwerte wie ThyssenKrupp und Salzgitter . Ein Händler verwies auf einen Bericht der japanischen Zeitung "Nikkei", wonach sich die japanischen Stahlhersteller mit Minenbetreibern wie Vale und Rio Tinto auf eine Verdopplung der Preise für Eisenerz zwischen April und Juni geeinigt haben. Die höheren Preise dürften aber mehr oder weniger erwartet worden sein, hiess es.
Zudem könnte die Entwicklung von Technologietiteln wie Infineon Technologies interessant sein, nachdem der US-Chipausrüster Applied Materials am Vorabend Zahlen vorgelegt hatte. Das Unternehmen hatte im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben und beim Gewinn und Umsatz die Erwartungen des Marktes übertroffen.
Lufthansa-Aktien könnte bewegen, dass der Konkurrent Air France-KLM am Vorabend für das Geschäftsjahr 2009/10 (bis Ende März) den grössten Verlust seiner Geschichte gemeldet hatte. Der Betriebsverlust war von 186 Millionen auf 1,29 Milliarden Euro in die Höhe geschossen. "Das Jahr 2009/10 wird für uns das "annus horribilis" (Schreckensjahr) bleiben", hatte Konzernchef Pierre-Henri Gourgeon erklärt.
Derweil werden Aktien von Vossloh und der Gesellschaft für Konsumforschung GfK am Donnerstag ex Dividende gehandelt. Der Verkehrstechnik-Konzern schüttet 2,00 Euro je Anteilsschein an seine Aktionäre aus, der Marktforscher zahlt 0,30 Euro je Anteilsschein./chs/ag

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