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FRANKFURT (awp international) - Der Dax dürfte am Dienstag an seine Vortagsverluste anknüpfen. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den Dax notierte gegen 8.10 Uhr bei 7.292 Punkten. Damit blieb er 0,41 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Vortag, als der deutsche Leitindex nur kurz auf ein neues Hoch gestiegen war, dann aber wegen Sorgen um die politischen Unruhen in Nordafrika und dem Nahen Osten um knapp anderthalb Prozent abgerutscht war.
Die steigende Unsicherheit versetze die Börsen in einen Korrekturmodus, sagte Analyst Ben Potter von IG Markets. An den Rohstoffmärkten seien über die anspringenden Öl- und Goldpreise erste Zeichen von Panik abzulesen. Die Vorgabe ist angesichts der Schwäche in Asien negativ. Die US-Börsen waren am Montag wegen eines Feiertags geschlossen geblieben und steigen erst am Nachmittag in die neue Handelswoche ein. Auf der Nachrichtenseite rücken Q-Cells, Kabel Deutschland und Aareal Bank mit Zahlen aus der in Fahrt kommenden Berichtssaison in den Fokus. Am Nachmittag könnten zudem einige US-Daten Impulse geben.
Q-CELLS SCHAFFT ES WIEDER IN DIE SCHWARZEN ZAHLEN
Das Solarunternehmen Q-Cells hat 2010 dank eines erfolgreichen Umbaus des Geschäfts die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft, was beim Broker Lang & Schwarz für vorbörsliche Gewinne sorgte. Zudem stieg der Umsatz um mehr als 70 Prozent. Mit den Zahlen übertraf Q-Cells seine eigenen Prognosen und auch die der Analysten. Ein Börsianer hob ausserdem die nahezu halbierte Nettoverschuldung positiv hervor und sieht die zuletzt auch im Kurs ablesbare "Turnaround-Story" bestätigt. Die Q-Cells-Aktie, die 2010 noch mit einem Minus von bis zu 85 Prozent zu den allergrössten Verlierern am deutschen Aktienmarkt gezählt hatte, konnte sich seit Jahresbeginn bereits um bis zu 40 Prozent erholen.
Der Kabelbetreiber Kabel Deutschland verzeichnete dank starker Geschäfte mit dem Kombi-Produkt Internet/Telefon ein solides drittes Quartal. Der Umsatz für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2010/11 entspricht laut einem Händler ebenso den Erwartungen wie der präzisierte Jahresausblick für den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Dagegen sei der Nettogewinn hinter den Schätzungen zurückgeblieben, hiess es in einer ersten Einschätzung. Die Zahlen der Aareal Bank fielen laut einem ersten Händlerkommentar nur zum Teil etwas besser als erwartet aus. Der Gewinn vor Steuern blieb unterdessen etwas hinter den Schätzungen zurück. Was von mehreren Börsianern eher negativ hervorgehoben wurde, ist der als "nur vage" eingeschätzte Ausblick. Schon vor dem Handelsstart gaben die Titel nach.
MAN MIT PRESSEBERICHTEN IM BLICK
Im Dax könnten die Aktien von MAN nach Presseberichten einen Blick wert sein. Dass der krisengeschüttelte Essener Industriedienstleister Ferrostaal laut "Financial Times Deutschland" (FTD) von seiner Ex-Mutter 103 Millionen Euro zurückverlangt, die von 1999 bis 2008 zu viel an Gewinnen abgeschöpft worden seien, ist laut einem Händler aber keine Überraschung und sollte sich kaum auf den Kurs auswirken. Weiter berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ), dass die MAN-Anteilseigner wahrscheinlich auf der kommenden Hauptversammlung über die Zukunft des Münchener Nutzfahrzeugherstellers unter dem Dach des schwedischen Konkurrenten Scania entschieden. Finde die Hauptversammlung Ende Juni als letztmöglicher Termin statt, müsste der Aufsichtsrat spätestens sechs Wochen vorher die Tagesordnung veröffentlichen. Bis dahin müsste auch das Ergebnis der Offerte an die MAN-Aktionäre feststehen, so die Zeitung. Der zugrunde gelegte durchschnittliche Aktienkurs der vergangenen drei Monate liege derzeit bei rund 89 Euro und würde mit einem Aufschlag versehen werden. Am Montag war die Aktie mit 86,40 Euro aus dem Handel gegangen. Vorbörslich gab sie knapp ein halbes Prozent nach.
Auch ohne Zahlen rückte Demag Cranes mit einem Zeitungsartikel in den Fokus. Der "Financial Times" zufolge drängt der zweitgrösste Investor des Kranbauers, Centaurus Capital, auf einen Zusammenschluss mit dem finnischen Wettbewerber Konecranes oder einem anderen Partner. Im vergangenen Herbst war immer wieder über ein Interesse der Finnen oder auch der US-amerikanischen Terex berichtet worden. Ein Börsianer sagte: "Es scheint, als ob der Investor mit seinem Anteil von mehr als drei Prozent, seine Felle etwas davon schwimmen sieht und nun den Druck kräftig erhöht. Das sollte für neue Fantasie bei der zuletzt leblosen Aktie sorgen."/gl/rum

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