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FRANKFURT (awp international) - Freundliche Vorgaben aus Übersee dürften dem deutschen Aktienmarkt am Freitag zu Gewinnen verhelfen. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den Leitindex Dax stand gegen 8.05 Uhr bei 7.227,17 Punkten und damit um 0,67 Prozent über dem Xetra-Schluss vom Donnerstag.
Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial legte seit dem Xetra-Schluss am Vorabend um 0,73 Prozent zu. Das neuerliche Erdbeben in Japan habe die Anleger an der Wall Street am Vortag zwar kurzzeitig verunsichert. Da der US-Leitindex aber bis zur Schlussglocke am Vortag sein Minus wieder deutlich verringern konnte und auch in Asien die wichtigsten Börsen Gewinne verzeichneten, stünde einem freundlichen Auftakt wenig im Wege, erklärte ein Händler. Das Programm ist zum Wochenausklang auf Unternehmens- und Konjunkturseite dünn. Das könnte den Hang zu Gewinnmitnahmen verstärken, sagte ein Börsianer.
COMMERZBANK IM BLICK - 'FTD'-BERICHT ZU LEERVERKÄUFEN
Unter den Einzelwerten könnten sich die Blicke unter anderem auf die Titel der Deutschen Börse richten. Händler verwiesen auf einen Bericht des US-Senders "Fox Business", dem zufolge die Gremien der umworbenen NYSE Euronext am Sonntag das Übernahmeangebot des Rivalen Nasdaq OMX diskutieren wollen. Am Vortag hatte es zudem aus Finanzkreisen geheissen, dass die Deutsche Börse ihrerseits nicht über eine Nachbesserung ihrer Offerte für die NYSE Euronext nachdenke.
Ein Pressebericht könnte derweil die Aktien der Commerzbank bewegen. Mit Hilfe von Leerverkäufen in Milliardenhöhe hätten Spekulanten eine Wette auf einen Kursverfall der Titel aufgebaut, schreibt die "Financial Times Deutschland" (FTD) und beruft sich auf Berechnungen des Londoner Finanzdatendienstleisters Dataexplorer. Derzeit seien rund 17 Prozent aller Commerzbank-Aktien leer verkauft - viermal mehr als noch Anfang Februar. "Deshalb haben wir vor zwei Tagen einen Short Squeeze gesehen", kommentierte ein Händler. Dabei müssen diejenigen Anleger, die zunächst auf fallende Kurse gesetzt haben, kaufen. Vorbörslich lagen die Commerzbank-Papiere moderat im Plus.
BERICHT ZU MÖGLICHER LEIGHTON-KAPITALERHÖHUNG - HOCHTIEF IM FOKUS
Stahlwerte wie Salzgitter und ThyssenKrupp dürften ebenfalls nach einem FTD-Bericht die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Im Gespräch mit dem Blatt sagte Salzgitter-Chef Heinz Jörg Fuhrmann, der europäischen Stahlindustrie drohten weiter sinkende Margen durch noch kürzere Laufzeiten ihrer Rohstoffverträge. Dabei verwies Fuhrmann auf den Minenkonzern BHP Billiton , der auf Monatsverträge für Kokskohlelieferungen dränge. Nach Ansicht eines Händlers dürfte dies für höhere Gewinnschwankungen sorgen.
Die bereits am Vortag heftig unter Druck geratenen Titel von Hochtief könnten von einem Bericht der Zeitung "The Australian" belastet werden. Das australische Blatt schreibt, dass die Hochtief-Tochter Leighton möglicherweise eine Kapitalerhöhung von 600 bis 800 Millionen australischen Dollar (rund 439 bis 585 Millionen Euro) vornehmen muss. Grund hierfür seien Abschreibungen bei Projekten in Australien und im Nahen Osten. Ein Händler sagte indes, dass ein solcher Schritt nach den jüngsten Nachrichten nicht überraschend wäre.
ROTH & RAU MIT ZAHLEN
Im TecDax richten sich die Blicke der Anleger auf Aktien von Roth & Rau nach Zahlen. Bei dem auf die Solarbranche spezialisierten Anlagenbauer steht 2010 wegen millionenschwerer Abschreibungen unter dem Strich ein Verlust von 25,81 Millionen Euro. Im laufenden Jahr strebt das Unternehmen eine EBIT-Marge von vier bis sieben Prozent an. Ein Marktteilnehmer sprach von einer grossen Spanne, die die Unsicherheiten unterstreiche. Zudem lägen die Markterwartungen lägen eher am oberen Ende des Unternehmensausblicks. Vorbörslich bei Lang & Schwarz (L&S) lagen die Papiere moderat im Minus./chs/gl

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