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AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Freundlich - Dax setzt sich über 6.000 Punkten ab

Dieser Inhalt wurde am 29. Dezember 2009 - 08:20 publiziert

FRANKFURT (awp international) - In der kurzen Handelswoche vor dem Jahreswechsel dürfte der deutsche Aktienmarkt am Dienstag erneut freundlich starten. Nachdem der Dax am Vortag erstmals seit September 2008 über die Marke von 6.000 Zählern geklettert war, lässt der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für die Dax-Entwicklung im Xetra-Handel um kurz nach 8.00 Uhr eine Eröffnung bei 6.022 Punkten erwarten. Damit lag er um 0,32 Prozent über dem Xetra-Schluss vom Montag, als der Leitindex mit 6.011 Punkten den höchsten Stand seit September 2008 markiert hatte.
Cameron Peacock, Marktanalyst bei IG Markets in London, hob in seinem Morgenkommentar zudem hervor, dass auch der Dow Jones Industrial Average (DJIA) zum Wochenstart auf Jahreshochs geschlossen hatte. Der Future auf den US-Index zog seit dem Xetra-Schluss am Vortag um 0,16 Prozent an. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index nach dem Vier-Monats-Hoch vom Wochenauftakt ebenfalls weiter im Plus. Peacock verwies auf die Verbraucherpreise aus Deutschland sowie das Verbrauchervertrauen in den USA als potenzielle Kurstreiber im Handelsverlauf. Gleichzeitig dürften die Volumina weiter dünn und die Schwankungsanfälligkeit hoch bleiben, da sich viele Marktteilnehmer bereits in den Winterurlaub verabschiedet haben.
Mit Blick auf Einzelwerte dürfte weiter "Window Dressing" zu beobachten sein. Dabei kaufen Fonds-Manager zuvor gut gelaufene Werte, um diese zum Jahresende in ihren Depots zu haben. Auch am Vortag auffällig schwache MAN-Aktien sollten weiter im Auge behalten werden. Ein Händler hob einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) hervor, wonach die International Petroleum Investment Company (IPIC) aus Abu Dhabi dem Nutzfahrzeughersteller die restlichen 30 Prozent an Ferrostaal abkaufen könnte. Der Ferrostaal-Chef Matthias Mitscherlich sagte dem Blatt, die Araber könnten bereits im zweiten Quartal 2010 die restlichen Anteile übernehmen. Die IPIC hatte bereits Anfang 2009 70 Prozent an dem Industriekonzern von MAN gekauft. Nach Ansicht des Händlers könnten sich MAN-Aktien damit leicht erholen, da der Nutzfahrzeughersteller sich so weiter von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Sparten trenne.
Bei BASF wird laut einem Presseinterview nach einem Umsatzeinbruch im ablaufenden Geschäftsjahr wieder mit Wachstum für 2010 gerechnet. "Wir werden nach und nach wieder zu alter Wachstumsstärke zurückkehren", kündigte BASF-Chef Jürgen Hambrecht im Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" an. Ein Händler bewertete die Meldung jedoch als kaum kursrelevant.
Im TecDAx sollten Anleger vor allem einen den Solarsektor besonders im Auge behalten. Ein Händler verwies auf einen Bericht der "Berliner Zeitung", wonach die Photovoltaik-Branche der Bundesregierung anbieten will, die Förderung der Einspeisung von Solarstrom zusätzlich um fünf Prozent abzusenken. Carsten Körnig, der Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW), sagte dem Blatt: "Es gibt aus Sicht der Branche moderate Spielräume für eine Senkung der Solarstromförderung über das gesetzlich festgelegte Mass hinaus." Der Händler sagte, es wäre eine Überraschung, wenn die Förderung um lediglich weitere fünf Prozent gesenkt werde. Derzeit hielten Analysten beispielsweise eine Senkung von bis zu 30 Prozent für möglich.
Q-Cells sprangen vorbörslich deutlich an. Ein Händler verwies auf ein Interview mit Vorstandschef Anton Milner. Dem "Handelsblatt" (HB) sagte er, der Solarkonzern wolle nach einem Milliardenverlust zügig in die Gewinnzone zurückkehren. Allerdings werde das erste Quartal noch von Belastungen aus dem Umbau gekennzeichnet sein. Das seien keine wirklich neuen Aussagen, schränkte der Börsianer aber ein. Vor allem zeige sich der Konzern sogar etwas vorsichtiger als bislang. Zuvor hatte Q-Cells bereits für das erste Quartal einen operativen Erfolg in Aussicht gestellt. Allerdings hätten die Aktien daraufhin bereits am Vorabend im Parketthandel zugelegt./ag/la

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