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FRANKFURT (awp international) - Nach einem starken 2010 dürfte der Dax auch freundlich ins neue Jahr starten. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand am Montag gegen 8.10 Uhr bei 6.978 Punkten und damit 0,93 Prozent über dem Xetra-Schluss vom vergangenen Donnerstag, dem letzten Handelstag des vergangenen Jahres. Dieses hatte das Börsenbarometer mit einem Plus von insgesamt mehr als 16 Prozent abgeschlossen.
Börsianer blicken weiter optimistisch auf das neue Jahr, rechnen aber angesichts der noch dünnen Nachrichtenlage und der teils geschlossenen Börsen vor allem in London mit weiter geringen Umsätzen. Auch der Tokioter Aktienmarkt blieb zum Wochenstart zu. An den geöffneten asiatischen Börsen verlief der Handel aber positiv und auch die Vorgabe der Wall Street stützte vor dem Handelsstart: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones gewann seit dem Xetra-Schluss am Donnerstag 0,71 Prozent. Den Markt bewegen könnten laut Analyst Ralf Grönemeyer von Silvia Quandt Research der deutsche Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe und am Nachmittag noch Konjunkturdaten aus den USA.
US-GERICHTSURTEIL SOLLTE PORSCHE-AKTIEN HELFEN
Händler rechnen nach einem positiven Gerichtsurteil am Montag mit Kursgewinnen für die Porsche-Aktien . Der Sportwagenbauer hat einen Teilerfolg bei der Abwehr möglicher Schadenersatzklagen in den USA erzielt. Ein New Yorker Gericht wies die Klage von Investoren wegen Unzulässigkeit vollumfänglich ab, wie das Unternehmen am Donnerstagabend mitgeteilt hatte. Insgesamt hätten 39 Kläger vor dem Bundesgericht in New York Ansprüche im Zusammenhang mit dem Versuch von Porsche, den grösseren Wettbewerber Volkswagen (VW) (VW ) zu übernehmen, geltend machen wollen, hiess es weiter. Die Kläger bezifferten ihren Gesamtschaden auf zwei Milliarden Dollar. "Das Urteil ist eindeutig positiv für Porsche, da diese Klagen ein Hindernis für einen Zusammenschluss mit VW waren", urteilte ein Händler.
Daimler-Aktien stehen mit Presseberichten im Blick. Ein Börsianer wertete es positiv, dass Mercedes-Benz laut "auto motor und sport" 2010 erstmals wieder weltweit mehr Modelle in der Oberklasse verkauft als die Konkurrenten Audi und BMW. Das gehe aus einer Prognose des Marktforschungsunternehmens IHS Automotive für das Magazin "auto motor und sport" hervor. Zum anderen sieht die Daimler-Bussparte Aussagen von Spartenchef Hartmut Schick in "Euro am Sonntag" zufolge grosses Potenzial in Indien, China und Russland. Der Konzernbereich will mittelfristig schneller wachsen als der Markt. Insgesamt sollten die Berichte laut Händlern die 2010 bereits gut gelaufenen Aktien von Daimler zum Jahresstart weiter stützen.
TELEKOM DROHT BIETERKAMPF
Die Titel der Deutschen Telekom stehen angesichts leichter Sorgen um die Geschäftsentwicklung in Südeuropa im Blick. Dem Ex-Monopolisten droht der "Financial Times Deutschland" (FTD) zufolge ein teurer Bieterkampf um die serbische Telekom. Galt die Telekom lange als Favorit bei der Privatisierung der Telekom Srbija, haben nun Aussagen des Finanzministeriums gegenüber der Zeitung zufolge auch zwei Milliardäre angeblich Interesse gezeigt: Der Mexikaner Carlos Slim Helu und der russische Oligarch Mikhail Fridman. Ein Börsianer kommentierte: "Das ist sicherlich nicht positiv für die Telekom, sollte aber den Kurs nicht stark beeinflussen."
Auch die Aktien von SAP dürften im Fokus der Anleger stehen. Ein Händler verwies auf einen Bericht der Nachrichtenagentur "Bloomberg". Darin werde der Experte Sachin Shah von Capstone Global Markets LLC unter Berufung auf ein Fernsehinterview mit der Aussage zitiert, der deutsche Softwarekonzern könnte von Microsoft oder Hewlett-Packard (HP) übernommen werden. Viel Nachrichtenwert räumte der Händler dem Bericht allerdings nicht ein. "Solche Gerüchte gibt es seit Monaten am Markt, so dass niemand mehr davon überrascht sein sollte."
GERRESHEIMER WILL IN ASIEN ZUKAUFEN
Die Aktie des Spezialverpackungsherstellers Gerresheimer könnte nach einem Bericht des "Handelsblatts" (HB) einen Blick wert sein. Die Zeitung zitierte Unternehmenschef Uwe Röhrhoff mit Plänen, in Asien und Brasilien zuzukaufen. Er sieht dafür einen finanziellen Spielraum von rund 100 Millionen Euro. Nachholbedarf gebe es aber auch in den USA, heisst es weiter. Ein Händler zeigte sich von dem Bericht insgesamt nicht überrascht. Der geplante Umsatzanstieg von drei bis vier Prozent im Geschäftsjahr 2009/10 liege etwas über den vom Markt erwarteten zwei Prozent, während die bereinigte EBITDA-Marge von 19,5 bis 20 Prozent den Schätzungen entspreche./gl/chs

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