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FRANKFURT (awp international) - Freundliche Vorgaben dürften den deutschen Aktienmarkt am Dienstag stützen. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex notierte gegen 8.05 Uhr bei 7.185 Punkten und damit um 0,49 Prozent über dem Xetra-Schlussstand vom Montag.
Aus Übersee kamen positive Impulse: So hatte sich die Wall Street zu Wochenbeginn freundlich aus dem Handel verabschiedet und der Future auf den US-Leitindex Dow Jones stieg seit dem Xetra-Schluss am Montag um 0,14 Prozent. In Asien legten die Börsen ebenfalls zu.
UNSICHERHEIT UM GRIECHENLAND BLEIBT
Die Unsicherheit um Griechenland werde den Markt aber weiter beherrschen, kommentierte ein Händler. In Griechenland stimmt das Parlament in der Nacht zum Mittwoch über die von Regierungschef Giorgos Papandreou gestellte Vertrauensfrage ab. Dass die EU indes, wie schon länger geplant, ihren Krisenfonds EFSF für Wackelkandidaten aufgestockt hatte, wurde an den Aktienmärkten zuletzt als kleiner Hoffnungsschimmer gewertet.
Unter den Einzelwerten im Dax stehen vor allem Chemiewerte im Fokus, nachdem der Schweizer Pflanzenschutz- und Saatguthersteller Syngenta mitgeteilt hatte, bei seinem geplanten Wachstumskurs auf einem guten Weg zu sein. Die Aussagen könnten Händlern zufolge positiv auf die Aktien der deutschen Branchenkollegen BASF und K+S ausstrahlen.
K+S VERKAUFT COMPO MIT BUCHVERLUST
Der letztgenannte Kasseler Dünger- und Salzkonzern aber steht noch mit einer anderen Meldung im Fokus, die von Händlern eher negativ gewertet wurde: K+S verkauft seine Tochter Compo mit einem Buchverlust an den Finanzinvestor Triton. Der Unternehmenswert des Herstellers von Dünger und Blumenerde für den Hausgebrauch und von Profiprodukten für Gartenbauer liegt bei 205 Millionen Euro. Ein Börsianer betonte zwar, dass jüngsten Zeitungsberichten zufolge Triton als einzig verbliebener Bieter bereit gewesen sei, 200 Millionen Euro zu zahlen. Mit dem Verkauf sei aber für K+S ein Buchverlust in Höhe von etwa 90 Millionen Euro im zweiten Quartal 2011 verbunden und dies könnte die Titel belasten. Unter dem Strich zeigten sich die Aktien von K+S im vorbörslichen Handel beim Broker Lang & Schwarz kaum verändert.
Die Aktien der Deutschen Börse könnten mit Verlusten in den Handel starten. Börsianer begründeten dies mit einem Artikel im "Handelsblatt", demzufolge die potenziellen Risiken des Hochfrequenzhandels nach Einschätzung der Regierung Anlass geben, das Marktgeschehen auf möglicherweise bestehende Regulierungslücken zu prüfen. Ein Händler meinte dazu: "Ein deutscher Alleingang in dieser Frage macht meines Erachtens keinen Sinn. Aber allein schon die Diskussion um eine mögliche Regulierung könnte die Papiere des Börsenbetreibers etwas belasten, da er vom Hochfrequenzhandel profitiert."
SOFTWARE AG VORBÖSRLICH SEHR FEST
Zudem könnten Analystenstudien für Bewegung am Markt sorgen. So empfahl die UBS die Titel der im TecDax gelisteten Software AG zum Kauf. Bei L&S reagierten die Aktien darauf bereits mit einem deutlichen Plus von 2,10 Prozent./la/ag

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