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AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Freundlich erwartet - Abstimmung in Athen steht an

FRANKFURT (awp international) - Vor der Entscheidung des griechischen Parlaments über das Sparpaket der Regierung wird der Dax am Mittwoch freundlich erwartet. Für Rückenwind sorgten positive Vorgaben aus Übersee verbunden mit der Hoffnung auf ein positives Votum in Athen, sagten Börsianer. Ein Marktteilnehmer betonte, dass der Markt offenbar davon ausgehen, dass die Parlamentarier in Griechenland das Sparpaket durchwinken werden. Die möglichen Folgen einer Ablehnung werde wohl auch das griechische Parlament nicht auf sich nehmen wollen. Angesichts dieser Stimmungslage notierte der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex am Morgen gegen 8.05 Uhr bei 7.205,01 Punkten und damit um 0,48 Prozent über dem Xetra-Schlussstand vom Dienstag.
In New York hatte Dow Jones am Vorabend Gewinne verbucht, der Future auf den US-Leitindex gewann seit dem Xetra-Schluss 0,31 Prozent. Die Börsen in Asien folgten diesem Trend. Marktstratege Cameron Peacock von IG Markets gab allerdings zu bedenken, dass es selbst bei einer Zustimmung des griechischen Parlaments zum Sparpaket mit den Kursen nach unten gehen könnte. Er halte einen "Buy the rumour, sell the fact"-Effekt für möglich. Nachdem in den vergangenen Tagen die Hoffnung auf einen positiven Ausgang der Abstimmung bereits für Kursgewinne gesorgt habe, könnte es zu Gewinnmitnahmen kommen, sagte er. Möglich sei auch, dass es zu einem generellen Stimmungswandel komme und zuletzt abwartende Anleger an den Markt zurückkehrten. Eine Ablehnung des Sparpakets indes dürfte unweigerlich zu einem "massiven Einbruch" an den Aktienmärkten führen. Im Tagesverlauf stehen zudem noch einige Konjunkturdaten auf dem Programm, darunter Zahlen zum US-Häusermarkt.
COMMERZBANK IM BLICK - 'HANDELSBLATT' ZU ÖKOKREDITEN
Unter den Einzelwerten könnten die Aktien der Commerzbank von einem Bericht zur Kreditnachfrage profitieren. Dem "Handelsblatt" zufolge will der Konzern im Bereich der Erneuerbaren Energien allein in diesem Jahr ein "Neugeschäft einer Milliarde Euro machen". Einen so starken Zuwachs habe es noch nie gegeben, wird Vorstandsmitglied Markus Beumer zitiert. Ein Händler kommentierte: "Dies dürfte sich nicht gerade nachteilig auswirken, auch wenn eine Milliarde eher gering ist im Vergleich zum gesamten Kreditbuch der Commerzbank." Vorbörslich bei Lang & Schwarz (L&S) verbuchten die Papiere bereits ein Plus von mehr als zwei Prozent.
Zu den vorbörslich stärksten Werten zählten auch die Papiere der Allianz . Händler verwiesen auf eine positive Studie von Morgan Stanley. Die US-Bank habe die Titel des Versicherungskonzerns von "Equal-weight" auf "Overweight" hochgestuft.
SPRINGER WILL IKIOSK ÖFFNEN
Bayer beantragte indes die Zulassung für sein Augenmedikament VEGF Trap-Eye zur Behandlung der feuchten altersbedingten Makula-Degeneration in Japan. In den USA und der EU hatte Bayer die Zulassung für VGEF Trap-Eye bereits beantragt. Ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde FDA hat sich schon klar für den Einsatz von VEGF Trap-Eye bei feuchter altersbedingter Makula-Degeneration ausgesprochen. Die endgültige Zulassung steht allerdings noch aus. Ein Börsianer betonte, dass sich Bayer insgesamt Umsätze von 250 bis 500 Millionen Euro verspreche.
Dem "Handelsblatt" zufolge möchte Axel Springer bis zum Spätsommer seine digitale Verkaufsplattform iKiosk für andere Verlage und deren Produkte öffnen. Ziel sei es, indirekt die Apple-Verkaufsplattform iTunes zu schwächen. Dieser Schritt könnte Springer einiges an zusätzlichem Umsatz bringen, sagte ein Börsianer. Vorbörslich lagen die Springer-Papiere in etwa auf Augenhöhe mit dem Markt im Plus./chs/rum

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