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AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Gewinne erwartet - Erholung nach Verlustwoche

Dieser Inhalt wurde am 23. November 2009 - 08:20 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte nach der schwächeren Vorwoche am Montag erholt in den Handel gehen. Der X-Dax stand um 8.09 Uhr bei 5.712,59 Punkten um 0,87 Prozent über dem Dax-Schluss am Freitag. In der Vorwoche hatte der Leitindex 0,42 Prozent eingebüsst. Der X-Dax zeigt auf der Basis des Futures den ausserbörslichen Dax-Stand.
Ben Potter, Analyst bei IG Markets, machte vor allem die Kurserholung im späten Handel an der Wall Street für den voraussichtlich freundlicheren Wochenauftakt verantwortlich. Gleichzeitig warnte der Experte, dass es am Markt aber nach wie vor eine gewisse Vorsicht gebe, ob der Markt noch viel weiter steigen kann. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial gewann seit dem Xetra-Schluss vom Freitag 0,72 Prozent. In Tokio blieb der Handel geschlossen. Neue Impulse erwarten Börsianer insbesondere von neuen US-Immobiliendaten mit dem Verkauf bestehender Häuser im Oktober.
Auf Unternehmensseite dürften vor allem Medienberichte vom Wochenende erst einmal für Kursbewegung sorgen. Deutsche Telekom entwickelten sich bei Lang & Schwarz im vorbörslichen Handel etwas schwächer als der Gesamtmarkt. Telefonicas deutsche Tochter O2 könnte einem Bericht des "Euro am Sonntag" (EaS) zufolge den Vertrag zur Netzkooperation mit dem deutschen Branchenriesen beenden. Die Wochenzeitung zitierte den Chef von O2 Deutschland, Rene Schuster. Ein Händler wertete die Nachricht zwar leicht negativ. Dennoch dürfte sie den Kurs der T-Aktie nicht stark belasten.
Papiere der Douglas Holding verteuerten sich indes um mehr als vier Prozent bei L&S. Der Ulmer Drogeriemarkt-Manager Erwin Müller steigt nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" beim Handelskonzern ein. Müller hält dem Bericht zufolge seit wenigen Tagen drei Prozent an der Douglas Holding. Weitere gut 14 Prozent soll in den vergangenen Monaten die Schweizer Privatbank Sarasin & Cie. im Auftrag Müllers erworben haben. Auch diese Aktien wolle der Unternehmer kaufen. Bank Sarasin dementiert laut Medienberichten bereits, Douglas-Aktien gekauft zu haben. "Der Artikel dürfte die Aktien auf jeden Fall stützen und könnte sie möglicherweise sogar über ihre Widerstandsmarke von 32,00 Euro schieben", sagte der Börsianer.
Tui-Aktien sollten Anleger ebenfalls im Auge behalten. Der Miteigentümer der angeschlagenen Reederei Hapag-Lloyd, Klaus-Michael-Kühne, erwartet auch im kommenden Jahr einen Verlust, wie er der "Welt am Sonntag" sagte. Das Schlimmste sei aber überstanden. Kühne erklärte zudem, dass er nicht mit einem schnellen Ausstieg der Tui rechnet. Zunächst brauche die Reederei ein überzeugendes Geschäftsmodell, um attraktiv für Investoren zu sein. Das könnte nach Ansicht eines Händler in den kommenden Tagen möglicherweise zu einige Spekulationen führen. Der Verlust im kommenden Jahr werde indes vom Markt erwartet.
Aktien von Kuka tendierten nach einem Bericht der "Welt" vorbörslich schwächer als der Markt. Der Zeitung zufolge kann der neue, für das operative Geschäft verantwortliche Vorstand (COO) Walter Bickel, nicht sagen, ob die Rückkehr in die Gewinnzone wie vom bisherigen Management geplant schon im Geschäftsjahr 2010 klappen könne. Der Roboter- und Anlagenbauer habe ein Strukturproblem und sei zu stark von der Automobilindustrie abhängig. Die Händler kalkulieren eine negative Kursreaktion ein, da der Marktkonsens für 2010 einen kleinen operativen Gewinn erwartet. Eine grössere Belastung sehen sie allerdings nicht.
rum/la

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