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FRANKFURT (awp international) - Der Dax dürfte am Montag wegen der anhaltenden Unsicherheit am Markt kaum verändert in den Handel starten. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand gegen 8.05 Uhr bei 6.940 Punkten und damit minimale 0,09 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Freitag. Die Atomkrise in Japan und die Unruhen im Nahen Osten stehen weiter im Fokus, sagte Analyst Ben Potter von IG Markets. Im Reaktor 2 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Eins hat nach Einschätzung der japanischen Regierung vorübergehend eine Kernschmelze eingesetzt. Da sich aber der Gold- und sowie der Ölpreis derzeit als Krisenbarometer stabil zeigten, dürften die Aktienmärkte Potter zufolge nahe ihrem Schlussniveau starten.
Die Vorgabe gibt auch keine starken Impulse: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial verlor 0,10 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Freitagabend. Die Tokioter Börse stand rund ein Prozent tiefer. Auf der Agenda stehen keine entscheidend wichtigen Termine, sagten Börsianer. Investoren könnten sich auch auf die weitere Entwicklung um Portugal und Irland konzentrieren.
SOLARWERTE KÖNNTEN NACH DEN LANDTAGSWAHLEN WEITER ZULEGEN
Ein weiteres Gesprächsthema dürfte Händlern zufolge das Ergebnis der Landtagswahlen in Banden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vom Wochenende sein. Der Erfolg der atomkritischen Grünen in beiden Bundesländern könnte Händlern zufolge die Titel von Solaraktien wie Q-Cells oder Solarworld weiter stützen. Beim Broker Lang & Schwarz (L&S) legten einige Solarwerte bereits über vier Prozent zu. Im Gegenzug könnten die im Dax gelisteten Papiere der Versorger Eon und RWE unter Druck geraten.
Ebenfalls im Leitindex stehen die Aktien von Siemens im Fokus. Der Konzern will laut einem Artikel des "Handelsblatts" auch nach dem geplanten Osram-Börsengang bei der Lichttochter längerfristig engagiert bleiben. Siemens werde wohl eines Tages die Mehrheit abgeben, aber "ein stabiler Ankeraktionär bleiben", hiess es in dem Bericht unter Berufung auf Unternehmenskreise. "Die Meldung kommt nicht überraschend", meinte ein Händler. Zudem erwägt Siemens nach der Atomkatastrophe in Japan einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge einen Ausstieg aus dem geplanten Joint-Venture mit dem russischen Atomkonzern Rosatom. "Damit würde Siemens die Option auf beträchtliche Umsatzerlöse in der Zukunft aufgeben", meinte der Börsianer.
CONTINENTAL IM BLICK - SCHAEFFLER WILL ANTEILE VERKAUFEN
Der Autozulieferer Schaeffler stellt indes nach der gescheiterten Übernahme von Continental die Weichen für einen Schuldenabbau in Milliardenhöhe. Mit seinen Banken einigte sich das Unternehmen auf eine umfassende Refinanzierung. Die Banken M.M. Warburg und Metzler, bei denen bisher ein Teil von Schaefflers Conti-Aktien geparkt ist, sollen bis zu 30 Millionen der Papiere an Investoren verkaufen. Bei L&S sanken die im MDax notierten Conti-Aktien bereits um 1,59 Prozent. Zudem plant die EU-Kommission nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" einen grossflächigen Ausbau der europäischen Schienennetze. Grund dafür seien die überlasteten Strassen und ehrgeizige Klimaziele. Börsianer sehen die Pläne als weitere positive Nachricht für Vossloh als Hersteller von Eisenbahntechnik.
Schliesslich stehen die Vorzugsaktien der Porsche Holding mit der Durchführung der geplanten Kapitalerhöhung im Volumen von fünf Milliarden Euro im Blick. Ein Bankenkonsortium garantiert einen Preis von 38 Euro je neuer Aktie. Die Stammaktionäre haben laut Porsche ihr Einverständnis signalisiert und wollen ihre Bezugsrechte ausüben. Ein Börsianer sagte: "Überraschend ist es nicht und es war auch in dem Umfang bis Ende Mai angekündigt. Bis zum Abschluss des Bezugsrechtshandels wird das aber auf den Aktien lasten." Für Volkswagen sei es wohl leicht positiv, dass die bereits garantierte Kapitalerhöhung durchgehe./la

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