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FRANKFURT (awp international) - Nach einem freundlichen Jahresauftakt dürfte der Dax am Dienstag mit einem knappen Minus in den Handel starten. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex notierte gegen 8.05 Uhr bei 6.981 Punkten und damit 0,12 Prozent unter dem Xetra-Vortagsschluss.
Analyst Ben Potter von IG Markets verwies auf die leicht negative US-Vorgabe als Belastung. Die US-Börsen hatten zwar fester geschlossen, doch der Future auf den Leitindex Dow Jones verlor seit dem Xetra-Vortagsschluss 0,39 Prozent. Insgesamt überwiege aber der Optimismus mit dem Blick auf die weltweite Konjunkturentwicklung, was das Risiko nach unten limitiere, so der Experte weiter. Mit den Börsianern in London sollte nach dem Feiertag zum Wochenstart nun wieder etwas mehr Aktivität und Liquidität in den Markt kommen, auch wenn die Agenda noch nicht so viel hergebe.
FMC KAUFT ZU - METRO WILL IN ASIEN PROFITABEL WERDEN
Die Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) stehen mit einem Zukauf im Blick. Der Dialysespezialist expandiert nach Osteuropa und übernimmt für 485 Millionen Euro das Dialysedienstleistungsgeschäft von Euromedic International. Der Zukauf wird zunächst aus dem Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und vorhandenen Kreditlinien finanziert, nach Abschluss der Übernahme plant Fresenius Medical Care nach eigenen Angaben eine langfristige Refinanzierung. Ein Händler sagte: "Die Expansion nach Russland könnte leicht positiv wirken, auch wenn der Kaufpreis nicht ganz billig erscheint."
Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro will indes in seinem Asiengeschäft bis 2013 in jedem Land profitabel werden, wie aus einem Artikel im "Handelsblatt" hervorgeht. Händler werteten dies als positiv für die Aktien. Kursneutral seien indes Aussagen von Unternehmenschef Eckhard Cordes in der "Bild"-Zeitung, dass er auch nach dem Einstieg des Investors Nicolas Berggruen beim krisengeschüttelte Karstadt-Konzern weiter für eine Deutsche Warenhaus AG aus Karstadt und der Metro-Tochter Kaufhof wirbt.
ACS LEGT ERGEBNIS DER OFFERTE FÜR HOCHTIEF VOR
Die Aktien der Deutschen Bank stehen ebenfalls mit einem Zeitungsbericht im Fokus. Laut der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) strebt der deutsche Branchenprimus in diesem Jahr einen Rekordgewinn von zehn Milliarden Euro an. Ein Händler sagte: "Dass die Deutsche Bank zehn Milliarden verdienen will, ist bekannt. Das würde Konzernchef Josef Ackermann allerdings einen glänzenden Abgang verschaffen und die Bekräftigung der Ziele sollte positiv auf die Stimmung wirken. Analysten rechnen schliesslich noch mit einem deutlich niedrigeren operativen Gewinn von rund acht Milliarden."
Zulegen könnten nach Einschätzung von Börsianern im MDax die Aktien von Hochtief . Der spanische Baukonzern und Grossaktionär ACS will das Ergebnis seines Übernahmeangebots an die Aktionäre des Essener Baukonzerns vorlegen. Die Frist war bereits am 29. Dezember abgelaufen. Durch die Feiertage hatte sich die Auszählung jedoch verzögert. Sollte es dem Unternehmen gelungen sein, seinen Anteil an dem deutschen Konkurrenten auf mindestens 30 Prozent zu erhöhen, könnte ACS ohne ein weiteres teures Pflichtangebot sein Aktienpaket an der Börse weiter aufstocken. Dem Handelsblatt zufolge hoffen die Essener, dass die deutsche Finanzaufsicht BaFin das ACS-Angebot für unzulässig erklären könnte, da sie dem Grossaktionär Southeastern Asset Management eine Absprache mit ACS vorwerfen. Sollte die BaFin sich diese Sicht zu eigen machen, müsste ACS doch ein neues Pflichtangebot vorlegen. "Das könnte Spekulationen anheizen, dass die Spanier noch einmal nachbessern müssen", kommentierte ein Händler.
gl/chs

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