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FRANKFURT (awp international) - Der Dax dürfte am Freitag vor wichtigen Konjunkturdaten mit einem knappen Minus in den Handel starten. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex notierte gegen 8.05 Uhr bei 6.973 Punkten und damit 0,11 Prozent unter dem Xetra-Vortagsschluss.
Börsianern zufolge sind alle Augen auf den US-Arbeitsmarktbericht für Dezember gerichtet, der um 14.30 Uhr (MEZ) ansteht. Zuvor dürften sich die Anleger zurückhalten. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones gewann seit dem Dax-Schluss auf Xetra am Vortag 0,11 Prozent und gibt damit eine etwas positive Vorgabe. Analyst Ben Potter von IG Markets sieht allerdings neuerliche Sorgen um die Eurozone aufkommen und erste schlechte Signale von den US-Einzelhändlern als Belastung. Zudem waren die deutschen Einzelhandelsumsätze im November überraschend gesunken. Die Unternehmensnachrichten hielten sich unterdessen nach wie vor in Grenzen.
INFINEON UND MERCK NACH SAMSUNG-SCHÄTZUNGEN IM FOKUS
Technologiewerte wie Infineon und auch die Aktien der Merck KGaA könnten unter negativen Nachrichten aus Asien leiden. Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung hat im vierten Quartal unter dem Preisrückgang bei Speicherchips und Flachbildschirmen gelitten und mit schlechter als erwarteten ersten Ergebnisschätzungen für den Zeitraum enttäuscht. Ein Börsianer sagte: "Das könnte etwas auf die Stimmung im Technologiesektor drücken und wegen der Aussagen zu Flachbildschirmen auch auf Merck als Lieferant für Flüssigkristalle. Die Aktien von Samsung geben aber nur ein Prozent nach, so dass die Belastung limitiert bleiben dürfte." Zudem bewegten Nachrichten zu Speicherchips Infineon nur noch begrenzt und Samsung habe eine Erholung nach dem vierten Quartal in Aussicht gestellt.
Nach einem Pressebericht stehen derweil die Papiere von MAN im Fokus. Der Nutzfahrzeughersteller kann sich dank des Kursanstiegs der Scania-Aktie über einen Sonderertrag in dreistelliger Millionenhöhe freuen. Die 13,35-prozentige Beteiligung an dem schwedischen Konkurrenten habe dem deutschen Konzern im vergangenen Jahr einen ausserordentlichen Ertrag von 357 Millionen Euro gebracht, hiess es in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ). Ein Händler sah darin allerdings keine Überraschung. MAN habe bereits im November mitgeteilt, wegen des Kursanstiegs bei Scania den Wert der Beteiligung nach oben revidieren zu müssen, aber keine konkrete Zahl genannt.
THYSSENKRUPP MUSS IN BRASILIEN UMWELTSTRAFE ZAHLEN
Die Aktien von ThyssenKrupp könnten wegen anstehender Strafzahlungen einen Blick wert sein. Die brasilianische Tochter CSA ist wegen eines wiederholten Umweltverstosses in einem neuen Stahlwerk nahe Rio de Janeiro mit Geldbussen und Entschädigungszahlungen belegt worden. Neben der Strafe von 2,8 Millionen Reais (1,26 Millionen Euro) muss CSA eine Kompensation von 14 Millionen Reais (6,3 Millionen Euro) zahlen, mit der Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität der Anwohner finanziert werden sollen. Das hatte der regionale Umweltminister des Bundesstaates Rio de Janeiro bekanntgegeben. Ein Händler mass dem aber nur wenig Bedeutung bei: "Die Probleme in Brasilien waren allgemein bekannt und die Strafzahlungen sind viel zu niedrig, um den Aktienkurs zu beeinflussen."
Im MDax sollten die Titel von MTU und Rheinmetall aufgrund von geplanten Kürzungen der US-Rüstungsausgaben im Auge behalten werden. Verteidigungsminister Robert Gates setzt Medienberichten zufolge im Rahmen eines langfristigen Milliarden-Sparprogramms weiter die Axt bei den Verteidigungsausgaben an. Demnach will er unter anderem ein 14,4 Milliarden US-Dollar (11 Milliarden Euro) teures Projekt der Marineinfanterie streichen, das er für nicht nötig und für viel zu teuer hält. "Es bleibt abzuwarten, ob sich das auf die Aktien deutscher Rüstungsunternehmen auswirkt", kommentierte ein Händler. Die Stimmung für die Branche könnte aber unter der Meldung leiden./gl/chs

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