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AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Leichte Kursgewinne - Freundliche US-Vorgaben

Dieser Inhalt wurde am 16. Oktober 2009 - 08:20 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Dank freundlicher US-Vorgaben dürfte der deutsche Aktienmarkt am Freitag mit Kursgewinnen starten. Nach einem leichten Rücksetzer am Vortag dürfte der Markt damit seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Der X-Dax, der auf Basis des Dax-Futures den ausserbörslichen Stand des deutschen Leitindex zeigt, lag am Morgen um 8.05 Uhr bei 5.854 Punkten und damit 0,40 Prozent über dem Xetra-Schluss vom Vortag. Am Donnerstag hatte der Leitindex just 0,40 Prozent eingebüsst, nachdem er zwischenzeitlich mit 5.869 Punkten erneut auf ein neues Jahreshoch geklettert war.
Die US-Berichtssaison bleibt das Zünglein an der Waage, bevor auch in Deutschland die Quartalsberichterstattung an Fahrt aufnimmt. Erneut stehen, nachdem Google und IBM bereits am späten Vorabend Zahlen vorgelegt hatten, mit General Electric (GE) und der Bank of America weitere US-Unternehmen auf der Agenda. Die nachbörsliche Reaktion auf IBM war trotz Prognoseerhöhung zwar negativ. Insgesamt legte der Future auf den Dow Jones Industrial seit Xetra-Schluss am Donnerstag aber um 0,42 Prozent zu. "Die anhaltende Stärke der US-Börsen - insbesondere, dass der Dow die Marke von 10.000 Punkten verteidigt hat - dürfte den Ton in Europa angeben", sagte ein Händler. Aus Konjunktursicht geben US-Industrieproduktion und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan am Nachmittag neue Impulse.
Unter den Einzelwerten verzeichneten Aktien der Deutschen Post vorbörslich leichte Gewinne. Ein Börsianer verwies auf ein Medieninterview, in dem der unter anderem für das Europageschäft verantwortliche Vorstand des US-Paketdienstes FedEx von einer Stabilisierung des Geschäfts und positiven Anzeichen für den Markt gesprochen hat. Im aktuell positiven Umfeld dürften die Kommentare des Wettbewerbers auch Post-Aktien Impulse geben, sagte der Börsianer.
Auch bei Infineon Technologies zeichnet sich entgegen der ersten Händlereinschätzung eine festere Eröffnung ab. Trotz eines höheren Ausblicks und Gewinns von IBM schickten Anleger die Aktie nachbörslich nach unten. "Der Markt stört sich derzeit an Kleinigkeiten und straft jede Enttäuschung gnadenlos ab - bei IBM sorgte der gesunkene Wert der Service-Neuverträge für die verschnupfte Reaktion", kommentierte ein Händler. Bei AMD hätten Gewinnmitnahmen eingesetzt. "Insgesamt stehen also die Vorzeichen für Techwerte nicht so gut."
Continental-Aktien erwarten Börsianer durch Pressemeldung belastet - vorbörslich lagen sie denn auch bereits leicht im Minus. Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) zufolge verschiebt sich die Kapitalerhöhung des Autozulieferers ins nächste Jahr. Conti müsse im kommenden Jahr 3,5 Milliarden Euro Schulden ablösen und ihre Banker wollen nun ein Gesamtpaket schnüren. Auf der Aufsichtsratssitzung am Montag würden nur Personalia, aber keine Kapitalmassnahmen beschlossen werden.
Dem "Handelsblatt" zufolge sucht Grossaktionär Schaeffler intensiv nach Wegen, eine Verwässerung ihres Anteils zu verhindern. Gehe es nach den Vorstellungen Schaefflers, soll Conti wohl statt rund 1,5 Milliarden Euro weniger als eine Milliarde Euro am Kapitalmarkt aufnehmen. Die Differenz würden die Franken durch Hybrid- und Fremdkapital decken wollen. "Wenn Schaeffler sich damit durchsetzt wird es ziemlich teuer für Conti", sagte ein Börsianer. Die Unsicherheit dürften dem Markt nicht schmecken.
Mit einem Plus von über 2 Prozent sehr fest tendierten Aktien von IVG Immobilien . Händler verwiesen auf den Verkauf von Immobilien im Wert von 470 Millionen Euro über die vergangenen Wochen mit einem lediglich geringen Abschlag zum Nettovermögenswert. "Das sollte sich positiv auf die Aktie auswirken, auch wenn sich das Unternehmen ziemlich offensichtlich auf eine Kapitalerhöhung in naher Zukunft vorbereitet", sagte ein Börsianer. Zudem berichte der "Platow Brief", dass der 20-prozentige Anteil von Sal. Oppenheim an IVG an die Allianz verkauft worden sein soll. Der Preis habe bei etwa neun Euro gelegen. "Spekulationen um einen grossen Anteilswechsel zu einem Preis deutlich über dem aktuellen Aktienkurs sollten sich zumindest nicht negativ auswirken", so der Händler./ag/rum

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