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AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Leichter - Impulse für weiteren Anstieg fehlen

Dieser Inhalt wurde am 09. Oktober 2009 - 08:30 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Ohne neue Impulse werden die deutschen Aktienindizes am Freitag leichter erwartet. Die negative Tendenz im späten Handel an der Wall Street, als die US-Aktien von ihren Tageshochs abgebröckelt sind, dürften Börsianern zufolge Gewinnmitnahmen auslösen. Seit Wochenbeginn hatte sich der Dax bereits deutlich erholt und am Vortag um 4,54 Prozent über Vorwochenschluss geschlossen. Der X-Dax, der auf Basis des Dax-Futures den ausserbörslichen Stand des deutschen Leitindex zeigt, lag um 8.10 Uhr bei 5.708 Punkten um 0,15 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Donnerstag.
Marktstratege Ben Potter von IG Markets rechnet damit, dass sich die Börsianer an der Wall Street-Entwicklung ausrichten und die Märkte in ganz Europa zum Wochenschluss etwas tiefer starten. Andere Börsianer sehen auch in der Vorgabe keinen klaren Impuls: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones verlor zwar seit dem Xetra-Schluss am Vortag 0,25 Prozent. Die Börsen in Asien tendierten aber am Morgen fest, wobei die Märkte in China mit mehr als vier Prozent Plus hervorragten. Der Kalender biete auch kaum Impulse. Die US-Handelsbilanz am Nachmittag könnte möglicherweise für etwas Bewegung sorgen.
Im Dax stehen laut Händlern Aktien der Lufthansa im Blick. In einem Gespräch mit der "Börsen-Zeitung" kündigte Cargo-Chef Carsten Spohr für die Frachtsparte der Fluggesellschaft eine deutliche Erholung im Jahr 2010 an. Einem Börsianer zufolge ist dies zwar nicht wirklich neu, "der positive Grundton des Artikels könnte sich aber leicht positiv auswirken". Die Aktien der Fluggesellschaft zeigetn sich aber vorbörslich bei Lang & Schwarz unbeeindruckt. Merck gehören voraussichtlich zu den möglichen Bietern für die australische iNova Pharmaceuticals. Laut Medienberichten könnten die Australier bis zu 800 Millionen US-Dollar wert sein. Sollte Merck tatsächlich iNova kaufen wollen, würden diese Spekulationen einen neuen Dämpfer erhalten, was wiederum den Kurs tendenziell belasten könnte, sagte ein Börsianer.
Bankenwerte könnten unterdessen von einer positiven Analystenstimme beeinflusst werden, nachdem die Credit Suisse am Morgen die Papiere des Branchenprimus Deutsche Bank von "Underperform" auf "Neutral" hochstuften und das Kursziel von 36 auf 50 Euro anhoben. JPMorgan bekräftigte die Kaufempfehlung für Munich Re und hob das Kursziel von 130 auf 131 Euro leicht an. Merrill Lynch nimmt den MDax-Titel Stada unterdessen mit "Buy" wieder auf und setzte das Kursziel auf 24,00 Euro.
Im MDax verzeichneten Leoni-Aktien vorbörslich Kursgewinne von rund drei Prozent. Konzernchef Klaus Probst sagte im Gespräch mit der "Börsen Zeitung", der Automobilzulieferer sei besser unterwegs als bislang gedacht. So dürfte der Umsatz im Gesamtjahr am oberen Ende der erwarteten Spanne liegen und der Nettoverlust könnte geringer als bislang befürchtet ausfallen. Hochtief-Chef Herbert Lütkestratkötter hat derweil die Ziele für das laufende Geschäftsjahr noch einmal bekräftigt. Der Baudienstleister hält sich für sein Konzessionsgeschäft (Sparte Concessions) alles offen. Händler erwarten keinen grossen Kurseinfluss. "Das ist nichts Neues und deckt sich mit derzeit vielen üblichen Aussagen", kommentierte ein Börsianer./fat/dr

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