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FRANKFURT (awp international) - Nach einer etwas festeren Vorwoche dürfte der Dax am Montag leichter starten. Chris Weston, Händler bei IG Markets, verwies auf die schwächeren Märkte in Übersee als Belastungsfaktoren. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den Leitindex Dax stand gegen 8.10 Uhr bei 7.206,71 Punkten und damit um 0,14 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Freitag.
Die Wall Street war mit Kursverlusten ins Wochenende gegangen und auch der Nikkei-225-Index zeigte am Morgen eine schwächere Tendenz. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial gab mit einem seit dem Xetra-Schluss am Freitag kaum veränderten Niveau keine neuen Impulse. So könnten einige Anleger nach dem zuletzt steilen Anstieg des Dax zunächst eine abwartende Haltung einnehmen, zumal der Tageskalender auch kaum Höhepunkte enthält.
HOCHTIEF MIT GEWINNWARNUNG - ROTH & RAU VOR ÜBERNAHME
Nach einer Gewinnwarnung sowie der nun bestätigten Kapitalerhöhung bei der australischen Tochter Leighton fielen insbesondere Hochtief-Aktien im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz mit Verlusten auf. Wegen Problemen bei der australischen Tochter Leighton rechnet Hochtief nun in diesem Jahr mit einem etwa auf die Hälfte zum Vorjahr reduzierten Vorsteuergewinn. Ein Händler bewertete vor allem die Gewinnwarnung als deutlich negativ, da das Vorsteuerergebnis somit um mehr als 50 Prozent unter der bisherigen Konsensschätzung läge. Spekulationen um die Leighton-Kapitalerhöhung hatte es bereits am vergangenen Freitag gegeben. Börsianer erinnerten daran, dass die Hochtief-Aktien bereits zuletzt deutlich unter Druck gewesen waren. Zudem wurde am Wochenende bekannt, dass der bisherige Konzernchef Herbert Lütkestratkötter mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 12. Mai aus dem Vorstand ausscheidet.
Um mehr als elf Prozent nach oben ging es indes vorbörslich für Aktien von Roth & Rau . Der Schweizer Konzern Meyer Burger bietet 22,00 Euro je Aktie von Roth & Rau, was einem Aufschlag von rund 41 Prozent zum volumengewichteten Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate entspricht. Der Vorstand und der Aufsichtsrat begrüssten das freiwillige Übernahmeangebot und die Gründerfamilien hätten ihre Beteiligung von 11,3 Prozent bereits an Meyer Burger verkauft, hiess es in einer Mitteilung. Am Freitag waren die zuvor bereits sehr gefragten Papiere als zweitbester TecDax-Wert auf 19,750 Euro angesprungen. Entsprechend dürften einige Anleger bereits vorab Wind von den Plänen bekommen haben, sagte er. Er rechnet mit weiteren Kursgewinnen und einer Annäherung an den Gebotspreis.
HANNOVER RÜCK MIT JAHRESPROGNOSE - MAN MIT PRESSEBERICHT IM BLICK
Schwächer tendierten bei Lang & Schwarz Aktien der Hannover Rück nach Aussagen zur Jahresprognose. Der Rückversicherer wird diese nach dem Erdbeben in Japan vermutlich senken. "Das ist wahrscheinlich. Wir wollen aber erst einmal die Zahlen zum ersten Quartal abwarten", sagte Finanzvorstand Roland Vogel der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Er bezifferte die von dem Unternehmen zu tragenden Schäden mit 250 Millionen Euro. Rechnerisch drohe im ersten Quartal durch die vielen Grossschäden ein Verlust. Ein Börsianer nannte die Nachricht an sich nicht neu. Die Aktie sollte sich von möglichen Verlusten aber erholen. Vor der Naturkatastrophe in Japan habe der Rückversicherer mit seiner Schätzung für den Vorsteuergewinn klar über den Konsensschätzungen gelegen.
MAN-Aktien standen mit einem Pressebericht im Blick. Dem "Handelsblatt" zufolge wird in der Korruptionsaffäre bei der früheren MAN-Tochter Ferrostaal nun gegen zwei Ex-Manager des Unternehmens Anklage erhoben. Eine Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung eines Bussgeldes sei gescheitert, weil Ferrostaal die Summe von 196 Millionen Euro nicht habe aufbringen können. Damit werde sich der geplante Zusammenschluss mit Scania womöglich um Jahre verzögern. Denn VW-Patriarch Ferdinand Piech, Grossaktionär bei Scania, hatte eine Zustimmung von einer Klärung der Causa Ferrostaal abhängig gemacht. Ein Händler sieht in dem Bericht eine Kursbelastung. Piech könnte aber seine Meinung ändern, meinte der Börsianer, sollte es bis zu einer Klärung wirklich Jahre dauern./ag/fa

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