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FRANKFURT (awp international) - Dank guter Vorgaben dürfte der deutsche Aktienmarkt am Freitag moderat im Plus starten. Der X-Dax, der genaueste Indikator für die Dax-Entwicklung im Xetra-Handel ausserhalb der Handelszeiten, lag kurz nach 8.00 Uhr bei 5.989 Punkten. Damit lag er um 0,05 Prozent über dem Xetra-Schluss des deutschen Leitindex am vergangenen Donnerstag, als der Dax zum zweiten Mal in Folge in positivem Terrain geschlossen hatte.
Ben Potter, Analyst bei IG Markets, äusserte sich insgesamt aber eher zurückhaltend zum Markt. "Die Frage, die sich derzeit erneut stellt, ist, ob wir dabei sind, Kurs auf eine Korrektur zu nehmen", sagte der Börsianer mit Blick auf die Entwicklung der Märkte seit Jahresbeginn. Die Entwicklung der Wall Street und der Börse in Tokio dürfte laut Händlern stützend wirken. Zudem gewann der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial Average (DJIA) seit dem Xetra-Schluss 0,08 Prozent hinzu.
Nach den Zahlen von Intel am Vorabend rücken einerseits Techwerte in den Blick. Zudem steht am Nachmittag die Quartalsbilanz von JPMorgan auf der Agenda und dürfte den Blick auf die Bankenwerte lenken. Der Konjunkturkalender ist darüber hinaus mit einer Vielzahl von US-Daten gespickt, die sich ebenfalls am Nachmittag auf das Marktgeschehen auswirken dürften. Ferner steht der kleine Verfall an den Terminmärkten an, der ebenfalls für Bewegung sorgen dürfte. An diesem Freitag verfallen Optionen auf den Dax und auf Aktien.
Intel hatte am Donnerstag nach Börsenschluss Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt und demnach nahtlos an die Boomzeiten angeknüpft. Der weltgrösste Chiphersteller verdiente unter dem Strich wieder so viel wie zu seinen Glanzzeiten. Die bereits hochgesteckten Erwartungen der Experten übertraf Intel mit seiner Bilanz bei weitem. Etwas erstaunt zeigte sich ein Börsianer, dass die Aktien des Chipwertes nachbörslich in den USA eher moderat zulegten. Im deutschen Markt dürften vor allem die Titel des Chipherstellers Infineon Technologies auf die Intel-Zahlen reagieren.
Metro-Titel könnten nach den Zahlen des französischen Konkurrenten Carrefour ins Visier der Börsianer rücken. Der Einzelhändler verbuchte im vierten Quartal einen leichten Umsatzanstieg und traf damit die Markterwartungen. Die Prognose für den Gewinn vor Zinsen und Steuern von 2,78 Milliarden Euro liege sogar leicht über den Schätzungen, sagte ein Börsianer.
Auch Autowerte wie Daimler, Volkswagen (VW) und BMW sollten Anleger sich auf die Beobachtungsliste setzen. Der europäische Automarkt hat das abgelaufene Jahr versöhnlich abgeschlossen. Dies geht aus Zahlen der Herstellerverbandes ACEA zu Neuzulassungen hervor.
Im vorbörslichen Handel bei Broker Lang & Schwarz notierten derweil die Aktien von SAP in der Verlustzone. Sie litten unter einer Abstufung durch Morgan Stanley im Anschluss an die vorläufigen Zahlen vom Donnerstag.
Im MDax könnten die Papiere von Fraport im frühen Handel zu den Gewinnern zählen. Der Frankfurter Flughafenbetreiber hatte 2009 einen weniger starken Passagierrückgang erlitten als angekündigt. Ein Händler bewertete dies positiv: Die Verkehrszahlen hätten für den Dezember eine weitere Verbesserung angezeigt. Da die Frankfurter jedoch bereits zuvor ein leichtes Übertreffen des eigenen Ziels bei dem Passagierwachstum als möglich erachtet hätten, könnten im weiteren Handelsverlauf Gewinnmitnahmen einsetzen, fuhr der Börsianer fort. Andererseits könnte auch ein Analystenkommentar bewegen. Die Analysten von Barclays hätten die Aktien auf "Overweight" hochgestuft, meinten Händler.
Auch die Titel von Bilfinger Berger stehen im Blick. Eine Tochter des Dienstleistungs- und Baukonzerns erhielt Medienberichten zufolge einen Auftrag aus Australien.
Schliesslich sollten Solarwerte wie Solarworld, Roth & Rau, Centrotherm Photovoltaics und Manz Automation im Blick behalten werden. Ein Händler verwies auf Berichte, wonach die Förderung des Solarstroms bereits im April gekürzt werden soll. Für Dach- und Freiflächenanlagen sei an eine einmalige Verringerung um 16 bis 17 Prozentpunkte geplant. Das Bundeskabinett soll im Februar über eine Vorlage von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) entscheiden, hiess es. Bei Lang & Schwarz notierten die Papiere im Minus./la/gl

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