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FRANKFURT (awp international) - Der Dax dürfte am Donnerstag nach zwei Verlusttagen in Folge zum Auftakt moderat zulegen. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand gegen 8.05 Uhr bei 6.948 Punkten und damit 0,12 Prozent über dem Xetra-Vortagsschluss.
Der ruhige Handelsverlauf an der Wall Street am Vorabend dürfte zusammen mit der insgesamt uneinheitlichen Tendenz an den asiatischen Börsen am Morgen zu einem unaufregenden Handelsstart führen, sagte Analyst Ben Potter von IG Markets. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones zeigte sich zuletzt praktisch unbewegt im Vergleich zu seinem Stand zum Dax-Xetra-Schluss. Einige Börsianer rechnen wegen des Feiertags in einigen Bundesländern und vor dem grossen Arbeitsmarktbericht aus den USA am Freitag mit einem anhaltend dünnen Geschäft.
BERICHT: BUND BLEIBT BEI COMMERZBANK LÄNGER AN BORD
Die Aktien der Commerzbank dürften nach Einschätzung von Händlern etwas unter Druck geraten. Die Bundesregierung wird ihren Anteil an dem staatlich gestützten Institut einem Pressebericht zufolge voraussichtlich länger halten als bisher angenommen. Dies liege an einer Vereinbarung zwischen dem Bankenrettungsfonds Soffin und der Bank, berichtet das "Handelsblatt". Die Vereinbarung sehe vor, dass der Staat auch bei einer möglichen Kapitalerhöhung seine Sperrminorität behalte, so dass ohne sein Einverständnis keine weitreichenden Entscheidungen innerhalb der Bank getroffen werden könnten. "Bisher war erwartet worden, dass der Staat seinen Anteil verwässern oder im Falle einer Kapitalerhöhung reduzieren würde", kommentierte ein Börsianer. "Nun scheint die Bundesregierung ihren Einfluss länger wahren zu wollen als erwartet - das dürfte einigen Leuten nicht gefallen." Vorbörslich gaben die Titel gut ein halbes Prozent ab.
Ein Pressebericht könnte auch die Siemens-Titel etwas belasten. Der Finanzchef von Siemens Healthcare, Michael Sen, sagte der "Börsen-Zeitung", die Sparte wolle ihre Kapitaleffizienz verbessern, und er rechne wegen höherer Investitionen im Geschäftsjahr 2010/11 mit einer rückläufigen EBITDA-Marge. Zudem dürfte Siemens Healthcare mittelfristig nicht schneller wachsen als in den vergangenen Jahren. "Das ist nicht wirklich neu, dürfte sich insgesamt aber leicht negativ auf die Aktie auswirken", sagte ein Händler. Vor dem Börsenstart zeigte diese sich zunächst aber etwas fester.
PRAKTIKER BERICHTET UMSATZRÜCKGANG
Aussagen zum Geschäftsverlauf sollten bei Praktiker einen Blick wert sein. Die Baumarktkette hatte am Morgen bekanntgegeben, dass die Erlöse im abgelaufenen Jahr um 5,9 Prozent auf 3,45 Milliarden Euro zurückgegangen sind. Damit traf das Unternehmen die eigene Prognose, die es zuletzt Ende Oktober gesenkt hatte. Schwach haben sich das Geschäft sowohl im In- als auch im Ausland entwickelt. Von Börsianern hiess es, der Markt habe mit etwas höheren Erlösen von 3,48 Milliarden Euro gerechnet. "Das rechtfertigt die gestrige Kursschwäche", ergänzte ein Händler. Bereits am Mittwoch hatten Sorgen vor einem Umsatzrückgang die Titel um mehr als vier Prozent ins Minus gedrückt. Im vorbörslichen Handel gaben sie ein weiteres halbes Prozent ab./gl/chs

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