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AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Schwächer erwartet - Bernanke-Aussagen belasten

FRANKFURT (awp international) - Belastet von erneut schwachen Vorgaben der Wall Street werden die deutschen Aktienindizes am Mittwoch schwächer erwartet. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den Dax stand gegen 8.05 Uhr bei 7.073 Punkten und damit um 0,42 Prozent unter dem Xetra-Schlussstand vom Vortag, als der . deutsche Leitindex einen Erholungsversuch gestartet hatte.
Die Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke über einen nur schlaffen Aufschwung habe am Vortag im späten Handel die Stimmung an der Wall Street verdorben und für eine schlechte Vorgabe gesorgt, sagte ein Händler. Der US-Future auf den US-Leitindex Dow Jones verlor 0,48 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Vorabend. Das sollte den Markt aber nicht nachhaltig belasten, da die Wahrscheinlichkeit einer weiter lockeren Geldpolitik steige. Vor dem Hintergrund der Bernanke-Aussagen dürfte am Abend vor allem der Konjunkturbericht Beige Book der US-Notenbank Fed die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich ziehen.
KABEL DEUTSCHLAND MIT ZAHLEN - FINANZCHEF GEHT
Kabel Deutschland legte am Morgen Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr vor. Laut einem Händler lagen sowohl die Ergebnisse als auch der Ausblick und die angekündigte Dividende mehr oder weniger im Rahmen der Markterwartungen, so dass all dies kein Kurstreiber für die Papiere darstellen sollte. Dennoch gaben die Titel vorbörslich um etwas mehr als ein Prozent nach. Leicht belastend für den Kurs empfand der Börsianer den angekündigten Abschied des Finanzchefs Paul Thomason. Die Gründe seien allerdings persönlicher Natur und damit nicht unternehmensspezifisch, schränkte er ein.
Bewegt waren indes auch wieder die Versorgeraktien. Ausgelöst von einer Analystenstudie knüpften sie vorbörslich mit weiteren Gewinnen an ihre Erholung vom Vortag an. Morgan Stanley hatte nach Händlerangaben beide Papiere hochgestuft. Eon legten bei Lang & Schwarz 1,63 Prozent zu und RWE gewannen 1,34 Prozent. Eon-Chef Johannes Teyssen forderte derweil die Bundesregierung auf, die Kosten des Atomausstiegs nicht nur den Energiekonzernen aufzubürden. "Den vollständigen Umbau des Energiesystems gibt es nicht zum Nulltarif. Und es ist die gesamte Gesellschaft, die die Folgen und Kosten tragen muss", so Teyssen in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt".
DEUTSCHE BÖRSE STELLT MIT NYSE SONDERDIVIDENDE IN AUSSICHT
Die vorbörslich 0,46 Prozent festeren Aktien der Deutschen Börse standen mit einer am Vorabend angekündigten Sonderdividende im Fokus. Der Frankfurter Börsenbetreiber und der New Yorker Handelsplatz NYSE Euronext wollen ihren Aktionären den geplanten Zusammenschluss mit einer Sonderdividende von zwei Euro je Aktie versüssen. Einem Börsianer zufolge haben Analysten allerdings bereits mit einem solchen Überzeugungsargument gerechnet. Dennoch sei dies positiv für den Aktienkurs, so der Händler.
Papiere des Düngemittelspezialisten K+S lagen dagegen im vorbörslichen Geschäft mit 0,59 Prozent im Minus. Börsianer verwiesen dabei auf einen Bericht der Nachrichtenagentur "Bloomberg", wonach K+S mit dem Finanzinvestor Triton in Gesprächen über einen möglichen Verkauf der Hausdüngersparte Compo ist. K+S könnte bis zu 200 Millionen Euro für das Geschäft erhalten, hiess es in dem Bericht weiter. Damit läge der Preis am unteren Ende der Erwartungen, kommentierte ein Händler. Er verwies auf eine Cheuvreux-Studie, in der es vor einigen Tagen geheissen hatte, dass K+S bis zu 350 Millionen Euro bei dem Verkauf erzielen könnte. Daher könnte der nun genannte Preis einige Marktteilnehmer enttäuschen./tih/rum

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