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FRANKFURT (awp international) - Belastet von negativen Vorgaben dürfte der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag an seine Vortagesverluste anschliessen. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand um 8.05 Uhr bei 6.206,67 Punkten um 0,64 Prozent unter dem Xetra-Schluss am Vortag.
Börsianer begründeten dies vor allem mit den Verlusten an den US-Börsen. Ausserdem dürften sich Sorgen um das irische Bankensystem und speziell die Rettung der Grossbank Anglo Irish negativ auf die Stimmung auswirken. Zudem habe Moody's die Kreditwürdigkeit Spaniens abgestuft, was aber einem Händler zufolge vollkommen erwartet worden war und nun sogar weniger schlimm als von vielen befürchtet ausgefallen sei. Am Nachmittag dürften auch noch US-Konjunkturdaten wie die wöchentlichen Erstanträge oder der Chicago Einkaufsmanagerindex neue Impulse geben. Einige Einzelwerte wie ThyssenKrupp und Daimler stehen laut Händlern mit Presseberichten und Unternehmensnachrichten im Blick.
ZUVERSICHTLICHE KOMMENTARE
Entgegen der insgesamt eher gedämpft erwarteten Marktstimmung äusserten sich beispielsweise der Stahlkonzern und der Autobauer zuversichtlich über den weiteren Geschäftsverlauf. ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz zeigte sich gegenüber der "Financial Times" zuversichtlich für die weltweite Stahlnachfrage. Er gehe davon aus, dass sein Unternehmen 2009/10 das obere Ende der angestrebten Gewinnspanne erreichen werde. Die Nachfrage etwa aus dem Auto- und Elektrosektor sei sehr stark. Daimler hat indes offenbar auch im September mehr Autos verkauft. Nach einem zweistelligen Absatzwachstum bei Mercedes-Benz im August seien die Verkäufe im September nun ebenfalls sehr gut verlaufen, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche am Mittwochabend zum Auftakt des Autosalons in Paris. Auch künftig sehe er weiteres Wachstumspotenzial. Die Aktien gaben allerdings im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz (L&S) beide mit dem Markt nach.
Die Vorzüge von Volkswagen (VW) fielen bei L&S nach ebenfalls zuversichtlichen Kommentaren zum Geschäftsverlauf minimal. Europas grösster Autobauer hat einen neuen Absatzrekord erzielt. Der Volkswagen-Konzern wird von Januar bis September 2010 erstmals deutlich über fünf Millionen Fahrzeuge weltweit ausliefern", sagte VW-Chef Martin Winterkorn am Mittwochabend zum Auftakt des Autosalons in Paris. Die Meldung sei ähnlich positiv zu werten wie die Nachricht des Konkurrenten Daimler, sagte ein Börsianer.
FRAPORT WILL DEUTLICH WACHSEN
Der Fraport-Chef Stefan Schulte stellte im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ein deutliches Wachstum in Aussicht. Die Aktien konnten vorbörslich etwa ein halbes Prozent zulegen. Der Flughafenbetreiber werde in den kommenden Jahren deutlich schneller als der Markt wachsen. Ausserdem habe Fraport eine Absichtserklärung zum Kauf eines Anteils von 25 Prozent am chinesischen Flughafen Changsha unterzeichnet. In Puerto Rico und Brasilien hofft Schulte auf Chancen. Ein Händler rechnete nach den sehr zuversichtlichen Kommentaren mit einer positiven Kursreaktion.
Papiere von Kabel Deutschland könnten am Donnerstag das Interesse der Börsianer auf sich ziehen. Händler verwiesen auf Medienberichte, wonach der Grossaktionär Providence über die Deutsche Bank bis zu 16,7 Prozent oder 15 Millionen Aktien des Kabelnetzbetreibers bei institutionellen Investoren platzieren will. Die Lock-Up-Periode für Providence sei am 22. September ausgelaufen und am Markt habe man mit einer schnellen Platzierung weiterer Anteile gerechnet, erklärte ein Börsianer. Nach einem schwächeren Start dürften sich seiner Meinung nach die Papiere aber wieder erholen. Am Morgen konnten Börsianer noch keine Spanne für den Platzierungspreis nennen./rum/fa

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