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FRANKFURT (awp international) - Schwache Vorgaben dürften am deutschen Aktienmarkt am Dienstag erneut für einen schwächeren Start sorgen. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den Leitindex notierte gegen 8.05 Uhr bei 7.337 Punkten und damit um 0,68 Prozent unter seinem Xetra-Schlussstand vom Montag. Zum Wochenstart war das Kursbarometer zeitweise um rund 1,6 Prozent abgerutscht, dämmte die Verluste zum Handelsende jedoch auf 0,21 Prozent ein.
Vor allem die US-Vorgaben sprechen abermals für eine Abwärtsbewegung. So verlor der Future auf den Leitindex Dow Jones Industrial seit dem Xetra-Schluss am Vortag 0,65 Prozent. In Asien bot sich am Morgen indes ein gemischtes Bild.
Neue Impulse für den Handel könnten am Vormittag von den ZEW-Konjunkturerwartungen kommen. Im Morgenkommentar der Helaba hiess es dazu, "auch die jüngste Sentix-Umfrage deutet die Möglichkeit eines Rückgangs des ZEW-Saldos der Konjunkturerwartungen an." Da das Thema Schuldenkrise der Eurozone aber weiter dominieren dürfte, sehen die Experten der HSH Nordbank die Augen vor allem auf die Debatte der EU-Finanzminister gerichtet.
DEUTSCHE BANK HEBT DAX-PRGNOSE AN
Für Gesprächsstoff dürfte hierzulande auch die jüngste Studie der Deutschen Bank sorgen. Diese hat ihr Ziel für den Dax bis zum Jahresende von 7.410 auf 8.000 Punkte angehoben. Die aktuelle Schwäche des Leitindex angesichts der Sorgen um die Schuldenkrise der Eurozone und vor einem Ende der äusserst expansiven Geldmarktpolitik (Quantitative Easing) sei eine Kaufgelegenheit, schrieb Marktstratege Lars Slomka in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. Gestützt sieht er seine Einschätzung mit Verweis auf die BIP-Zahlen der vergangenen Woche, insbesondere durch die starke Wachstumsdynamik der deutschen Wirtschaft. Auch die Quartalsberichte des Jahresauftakts seien stark gewesen und stabile Gewinnerwartungen bedeuteten eine attraktive Dax-Bewertung.
HP: WEITERES SCHWIERIGES QUARTAL
Auf Unternehmensseite sorgt derweil der weltgrösste Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) für negative Nachrichten. Der aus Deutschland stammende Konzernchef Léo Apotheker warnte vor einem "weiteren schwierigen Quartal" und mahnte seine Führungskräfte, "auf jeden Pfennig zu achten und Neueinstellungen auf ein Minimum zu beschränken". Das geht aus einem firmeninternen Schreiben an das Top-Management hervor, aus dem die Finanzagentur Bloomberg am späten Montag zitierte. Zudem zieht HP die Vorlage seiner Quartalszahlen auf den heutigen Abend nach US-Börsenschluss vor. Händler sahen in den Aussagen eine potenzielle Belastung für Technologiewerte wie etwa SAP . Die Aktien fielen vorbörslich bei Lang & Schwarz (L&S) um 0,8 Prozent.
Abwärts ging es vorbörslich auch für deutsche Autobauer wie BMW , Daimler und Volkswagen (VW) . Wie der europäische Branchenverband ACEA zuvor mitgeteilt hatte, sind die Autoverkäufe im April in der Europäischen Union weiter gesunken. Bis auf Deutschland (+2,6%) mussten alle wichtigen Märkte eine Schrumpfung hinnehmen.
Vergleichsweise besser als der schwach erwartete Markt notierten vorbörslich die Tognum-Aktien bei L&S. Das Bieterduo aus Daimler und Rolls-Royce hatte am Vorabend sein Angebot von 24 auf 26 Euro je Aktie aufgestockt. Vorstand und Aufsichtsrat des Friedrichshafener Unternehmens zeigten sich am Montagabend zufrieden mit der Offerte und signalisierten, ihre eigenen Anteile von rund fünf Prozent einbringen zu wollen. Gemeinsam mit dem Anteil von 28,43 Prozent, den Daimler mitbringt, kämen die Bieter damit deutlich über die erforderliche Schwelle von 30 Prozent. Dem Deal dürfte damit nichts mehr im Wege stehen. Wie ein Händler sagte, sei eine Anhebung der Offerte nach den jüngsten Aussagen des Tognum-Managements bereits erwartet worden, so dass die Aktie eher moderat auf die Vollzugsmeldung reagieren dürfte./rum/ck

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