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FRANKFURT (awp international) - Der Dax dürfte am Mittwoch zu Handelsbeginn an die Verluste der beiden vergangenen Tage anknüpfen. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand gegen 8.10 Uhr bei 7.283 Punkten. Damit blieb er 0,48 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Vortag, als der Dax knapp im Minus geschlossen hatte.
Die Spannungen in Nordafrika und dem Nahen Osten drückten weiter auf die Stimmung und trieben eine Korrektur voran, sagte Analyst Ben Potter von IG Markets. Zusammen mit den steigenden Ölpreisen, die Konjunktursorgen bringen dürften, habe das zu einem deutlichen Verkaufsdruck an der Wall Street gesorgt. Entsprechend schlecht ist die Vorgabe: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones verlor 0,50 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Vortag. Unterdessen wird auch die in Gang kommende Berichtssaison die Aufmerksamkeit binden: Mit Fresenius Medical Care, Fresenius und der Commerzbank haben bereits drei Dax-Unternehmen Zahlen vorgelegt. Am Nachmittag könnten zudem einige US-Daten etwa vom Immobilien- und Ölmarkt neue Impulse geben.
COMMERZBANK ERREICHT WIE ERWARTET MILLIARDENGEWINN
Die Commerzbank hat 2010 wie erwartet einen Milliardengewinn erwirtschaftet und die Erwartungen der Analysten sogar ein wenig übertroffen. Im laufenden Jahr will das teilverstaatlichte Institut einen Teil der Staatsgelder zurückzahlen und den operativen Gewinn deutlich steigern. Dazu sollen die Kosten sowie die Risikovorsorge weiter sinken. Einer ersten Händlereinschätzung zufolge fielen die Zahlen "auf allen Ebenen besser als erwartet" aus. Zudem sei die Bank gut in das neue Jahr gestartet. Von einem anderen Händler hiess es, die jüngst relativ gute Entwicklung der Aktien sollte sich im Kielwasser der Bilanzvorlage fortsetzen.
Die Zahlen des Medizinkonzerns Fresenius fielen laut ersten Händlereinschätzungen "wie erwartet" aus. Der Konzern konnte im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn steigern und rechnet 2011 ebenfalls mit Wachstum. Insgesamt läge das Zahlenwerk aber im Rahmen dessen, was der Markt für das Unternehmen vorhergesagt hatte. Ein Börsianer fügte hinzu, dass Fresenius ein sehr transparentes Unternehmen sei, das eine "offene" Unternehmenspolitik verfolge. Ausgeprägte Kursreaktionen erwartete keiner der Marktteilnehmer. Die Zahlen der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) seien indes "zum Teil besser als erwartet" ausgefallen. Vor allem die Gewinne sähen "sehr stark" aus, kommentierte ein Börsianer. Die Umsätze seinen hingegen leicht hinter den Schätzungen zurückgeblieben. Vorbörslich gaben die Titel leicht nach.
FREENET ÜBERRASCHT POSITIV - MTU ENTTÄUSCHT
Der Mobilfunkbetreiber Freenet übertraf im vergangenen Jahr die Erwartungen. Der Umsatz ging wegen des anhaltenden Kundenschwunds zwar ebenso zurück wie der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) und Sonderposten. Experten hatten bei beiden Werten allerdings mit stärkeren Rückgängen gerechnet, und ein Börsianer zeigte sich von der Ergebnisqualität positiv überrascht. Für 2010 sowie 2011 schlägt Freenet als Dividende 80 Cent je Aktie vor. Hier hatten sich Analysten indes mehr erhofft. Beim Triebwerksbauer MTU sorgten schwächer als erwartete Zahlen für deutliche vorbörsliche Kursverluste./gl/rum

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